Mickey Rourke

Mickey Rourke

Leben & Werk

Seine erotischen Szenen mit Kim Basinger in “9 1/2 Wochen” gehören zu den filmischen Marksteinen der 1980er-Jahre, in denen der ruppig, flegelhaft und brutal wirkende Mickey Rourke seine größten Erfolge feierte. Dazu gehörten der Erotikfilm “Wilde Orchidee” (mit Carré Otis, spätere zeitweilige Ehefrau von Rourke, als Gespielin) ebenso wie der Horrorthriller “Angel Heart”, in dem der Teufel noch eine Rechnung mit Privatdetektiv Angel (Rourke) offen hat.

Obwohl Rourke den heiligen “Franziskus” ebenso spielte wie den besessenen polnischen Cop in Michael CiminosIm Jahr des Drachen” und den rebellierenden Johnny Boy in Francis Ford Coppolas existenzialistischem Teenie-Drama “Rumble Fish”, wird er mit einer Aura schmieriger Sexualität und sadistischer Gewalttätigkeit verbunden, was ihm auch Filmpartnerinnen wie Basinger (“Sein Mund war ein stinkender Aschenbecher”) nachsagen. Für lange Zeit war einer seiner letzten erfolgreichen Auftritte der als Alkoholiker in Barbet Schroeders Bukowski-Verfilmung “Barfly” 1987.

Von seiner Jugend an ein begeisterter Amateurboxer, war Motorradfan Rourke ab 1991 unter dem Künstlernamen “Marielito” als Profiboxer erfolgreich, zog sich aber 1994 ungeschlagen aus dem Sport zurück. Nachdem auch “9 1/2 Wochen in Paris” mit Fotomodell Angie Everhart 1996 seiner Karriere keinen neuen Auftrieb geben konnte, musste sich Rourke über lange Jahre mit kleineren Rollen (u. a. in Sean Penns “Das Versprechen”, Robert Rodriguez’ “Irgendwann in Mexiko” und Tony Scotts “Mann unter Feuer“) bescheiden.

Ein beeindruckendes Comeback gelang ihm 2005 in Rodriguez’ “Sin City”, einer Verfilmung des Comics von Frank Miller: Als klotziger Antiheld begibt er sich auf einen Amoklauf, um die Ermordung eines Callgirls zu rächen. Als Partnerin von Kopfgeldjägerin Keira Knightley in “Domino” war er in einer weiteren bleihaltigen Rolle zu sehen.

Im 2006 produzierten Agentenfilm “Stormbreaker” spielte er den Millionär und Bösewicht Darrius Sayle und in “Killshot” von John Madden einen psychopathischen Killer, der es auf ein Ehepaar im Zeugenschutzprogramm abgesehen hat. Faszinierend und sehr überzeugend verkörperte er die Figur des Randy in “The Wrestler”. Regisseur Darren Aronofsky hatte mit seiner Wahl ein goldenes Händchen bewiesen, was sich auch 2008 durch die Preisverleihung des Goldenen Löwen in Venedig bewahrheitete. Das Rematch eines Ex-Wrestlers ist auch gleichzeitig ein weiteres Comeback von Rourke, dessen Leistung von Festspielleiter Wim Wenders besonders hervorgehoben wurde.

Der neue Ruhm brachte ihm den Part als Gegenspieler Whiplash von Tony Stark in “Iron Man 2″ ein, dazu durfte er als König Hyperion in “Krieg der Götter 3D” seinen immer noch beeindruckenden Körper zur Schau stellen. Nun ist Rourke zurück als Marv im zweiten “Sin City”-Spektakel, das unter dem Titel “A Dame to Kill For” die Vorgeschichte der bekannten Figuren erzählt. Dabei rückt Rourke diesmal in den Mittelpunkt des Films, der den bahnbrechenden Look des ersten Teils diesmal um 3D-Effekte erweitert.

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