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Netflix bekommt Ärger wegen Test von neuer Funktion

Author: Marek BangMarek Bang |

© Netflix

Knapp 160 Millionen Abonnenten wollen von Netflix unterhalten werden, da muss auch hin und wieder eine neue Funktion getestet werden. Ein neuerlicher Versuch sorgt aber nicht nur für Applaus.

Schon Kalle Grabowski stellte in „Bang Boom Bang“ fest, dass man selbst an einem erfolgreichen Produkt immer noch etwas optimieren könne. Diesem Motto bleibt auch der Streamingdienstanbieter Netflix treu, der von Zeit zu Zeit neue Abo-Modelle und Funktionen ausprobiert. Aktuell testet Netflix an einer kleinen Gruppe von Android-Nutzern eine neue Funktion in der App, die ihr ermöglicht, einen Film oder eine Serie in unterschiedlichen Geschwindigkeiten abzuspielen. Wir berichteten bereits darüber, dass diese Nutzer den Film entweder langsamer, oder auch schneller abspielen können, wobei eine 1,5-fache Geschwindigkeit das Maximum ist.

Diese Vorspul-Option mag sich dazu eignen, etwa eine vorherige Serien-Episode schnell durchlaufen zu lassen, um sich an die vorausgehende Handlung zu erinnern, sie könnte aber auch Fans mit limitiertem Geduldsfaden dabei behilflich sein, das eine oder andere Epos zu kürzen. Genau das stößt so manchem in Hollywood übel auf, wie die Kollegen von Entertainment Weekly zusammenfassend berichten.

10 kommende Highlights auf Netflix, die hoffentlich niemand vorspulen muss, findet ihr im Video:

Auf welche Serien und Filme ihr euch 2019 noch bei Netflix freuen könnt, erfahrt ihr hier.

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Aaron Paul und Co. sprechen sich klar gegen die neue Funktion aus

Regisseur und Autor Judd Apatow („Jungfrau (40), männlich, sucht …“) richtet sich via Twitter gegen den Netflix-Test und bittet darum, nichts am Timing eines Films oder einer Serie zu ändern. Vielmehr solle der Streamingdienstanbieter die Kunstwerke so lassen, wie sie beabsichtigt sind.

Sein Kollege Brad Bird („Die Unglaublichen“) schlägt in die gleiche Kerbe. Er spricht von einer Zerstörung der Visionen von Filmemachern durch die Möglichkeit, ihr Werk nach Belieben bei der Rezeption zu verändern.

Schließlich meldet sich auch „El Camino“-Star Aaron Paul zu Wort. Er kann sich nicht vorstellen, dass Netflix die aktuell getestete Funktion tatsächlich einführen werde. Er kann nicht glauben, dass der Streamingdienstanbieter auf solche Art Kunst anderer Menschen zerstören würde.

Für ein wenig Entwarnung sorgt derweil ein Sprecher von Netflix. So sei es nicht sicher, dass dieser Test am Ende zu Folge haben wird, dass ein schnelleres Abspielen eines Films wirklich in die Tat umgesetzt werde. Ob das Aaron Paul und Co. als Ansage reicht, darf bezweifelt werden.

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