Tennis-Ass John McEnroe entsetzt über Shia LaBeouf

Alexander Jodl  

Wenn man eine Berühmtheit spielen soll, hilft es enorm, wenn man sie auch kennengelernt hat. Das findet jedenfalls John McEnroe – und mit vollem Recht.

„You cannot be serious“ („Das kann doch nicht dein Ernst sein“) war der Standard-Satz von Tennis-Ass John McEnroe, wenn einer seiner Bälle knapp ausgegeben wurde. Das gleiche sagt er jetzt auch über Shia LaBeouf. Der soll ihn schließlich verkörpern, wenn Regisseur Janus Metz Pedersen das Tennis-Drama von 1980 verfilmt, bei dem die Dauerkonkurrenten John McEnroe und Björn Borg im Wimbledon-Finale aufeinander trafen – und der Sportwelt ein Spiel schenkten, das noch heute als eines des besten Tennis-Matches aller Zeiten gilt.

Denn der Anfang der 80er Jahre für seine Wutausbrüche berühmte Sportler ist überaus skeptisch, was die Befähigung des ehemaligen „Transformers“-Stars angeht, ihn adäquat auf der Leinwand darzustellen. „Er hat nie mit mir gesprochen, also weiß ich nicht, wie er mich spielen will“, erläuterte der Sportler jetzt der Presse. „Angeblich ist er aber verrückt – also klappt vielleicht wenigstens das“, scherzte er weiter.

Auch insgesamt fragt er sich, wie das ganze Projekt halbwegs mit der Realität in Deckung zu bringen wäre: „Ich weiß nicht, ob die das ganz ohne Input von mir oder Björn durchziehen wollen. Ich selbst habe noch nichts gesehen – und sie haben bereits angefangen. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Interesse haben, mit mir zu reden. Ich weiß nicht, wie man das machen kann, ohne mich je getroffen zu haben. Vielleicht sollten sie wenigstens mit ein paar Freunden von mir sprechen. Ich weiß ja selbst nicht mehr, wie ich mit 21 war – das ist mittlerweile 36 Jahre her.

Seinen Gegenspieler Björn Borg soll der schwedische Schauspieler Sverrir Gudnason darstellen. Aber auch sportlich hat John McEnroe größte Vorbehalte gegen das ganze Projekt: „Was zur Hölle sollen denn Schauspieler auf dem Court machen?“, fragte er sein Publikum. „Das wirkt doch getürkt. Du siehst die Jungs, wenn sie da rausgehen und kaum wissen, wie man Tennis spielt. Ich hoffe nur, dass sie sich auf Dinge abseits des Courts fokussieren.“

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