Mit „Terminator“, „Aliens“ und vor allem „Terminator 2 –Tag der Abrechnung“ schuf James Cameron Filmgeschichte, bevor er mit „Titanic“ und „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ mal eben die zwei erfolgreichsten Filme aller Zeiten nachlieferte. Der Regisseur hat sich seinen Status in Hollywood also hart erarbeitet und dafür sogar sein Leben riskiert, wie die folgende Anekdote belegt.

In der Einleitung haben wir gleich fünf Filme aufgelistet, die die meisten wohl als erste mit dem Namen James Cameron verbinden. „Abyss – Abgrund des Todes“ bleibt da meist nur eine Randnotiz, dabei ist der Science-Ficiton-Film die mit Abstand härteste und lebensbedrohlichste Erfahrung, die Cameron bislang in seiner Karriere vorzuweisen hat.

Ed Harris, Mary Elizabeth Mastrantonio, Michael Biehn und eben auch James Cameron beschrieben den Dreh zu „Abyss – Abgrund des Todes“ alle als den härtesten ihres Lebens, was auch kein Wunder ist. Ed Harris wäre bei einem Vorfall beinahe ertrunken und hatte genau wie Mary Elizabeth Mastrantonio einen Nervenzusammenbruch. Die ständigen Aufnahmen unter Wasser über Monate hinweg verlangten von ihnen körperlich alles ab und der Lagerkoller setzte den Darstellern emotional stark zu.

Ed Harris‘ lebensgefährliche Erfahrung mit „Abyss – Abgrund des Todes“ haben wir schon an anderer Stelle aufgegriffen, hier wollen wir uns nun seinem Regisseur James Cameron zuwenden. Der musste genau wie seine Darsteller viel Zeit auf dem Grund eines gewaltigen Wassertanks verbringen, der gut zehn Meter tief war und fast 30 Millionen Liter Wasser fasste.

„Abyss“ wird zu James Camerons persönlichem Abgrund des Todes

Beim Dreh verlor sich James Cameron meist so in seiner Arbeit, dass er seinen Assistenten früh in der Produktion bat, ihn nach einer Stunde im Wasser daran zu erinnern, aufzutauchen, um sich neuen Sauerstoff zu holen. Leider vergaß sein Helfer dies einmal, weswegen James Cameron auf dem Grund des Tanks beim Luftholen plötzlich merkte, dass seine Sauerstoffflasche leer war. Mit der ganzen Ausrüstung am Körper konnte er nur schwerlich nach oben schwimmen. Er rief über Funk beim Kameramann Al Giddings nach Hilfe, nur leider waren diesem bei einem Tauchunfall 20 Jahre zuvor beide Trommelfelle geplatzt. Aufgrund des Narbengewebes war Giddings praktisch taub, was am Set selbst zu einem Running-Gag geworden war.

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James Cameron war in seiner Not aber wohl weniger zum Lachen zumute und da der Kameramann nicht zu seiner Rettung eilte, gab er an die anderen Schwimmer im Becken das Zeichen, dass er keine Luft mehr hat. Doch niemand bemerkte in der Dunkelheit seine missliche Lage. Also griff er seinen letzten Strohhalm und entledigte sich seiner schweren Ausrüstung, um den rasanten Aufstieg zu wagen. Dabei musste er gleichzeitig sämtliche noch vorhandene Luft aus seinen Lungen ausstoßen, da diese andernfalls aufgrund des Druckunterschiedes geplatzt wären. Ein ziemlich schmerzhafter Tod wäre die Folge davon.

George eilt zur Rettung – und scheitert

Ein Sicherheitstaucher namens George bemerkte Camerons Aufstieg jedoch, schwamm zu ihm und gab ihm seinen Notfall-Regulator. Da der Regisseur allerdings einen wirklich schlechten Tag erwischt hatte, funktionierte dieser nicht und James Cameron atmete statt der dringend benötigten Luft Wasser ein. Er wollte George darauf aufmerksam machen, doch dieser dachte aufgrund seines Trainings, dass Cameron lediglich panisch wird, was in solchen Fällen oft passiert.

Da George ihn immer fester an sich drückte, um ihn über das nicht funktionierende Atemgerät Luft holen zu lassen, schlug ihm Cameron mit aller Härte ins Gesicht. Der Sicherheitsschwimmer ließ ihn daraufhin los und James Cameron schaffte es ohne ohnmächtig zu werden tatsächlich an die Oberfläche, wo ihn der rettende Sauerstoff erwartete. Am Ende des Tages waren George und James Camerons Assistent übrigens ihre Jobs los.

Die ganze Geschichte erblickte in der Biograf „The Futurist: The Life and Films of James Cameron“ (via Time) das Licht der Öffentlichkeit.

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