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„Two and a Half Men“-Star lobt KI-generierte Filme & erntet spöttischen Gegenwind

„Two and a Half Men“-Star lobt KI-generierte Filme & erntet spöttischen Gegenwind
© IMAGO / APress

Im Gespräch mit Googles CEO Eric Schmidt lobte Ashton Kutcher die Möglichkeiten durch Künstliche Intelligenz und erhielt mächtig Gegenwind aus der Industrie.

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Bilder, Videoclips und Audios sind aktuell vor allem in sozialen Netzwerken äußerst beliebt. Abgesehen von ihrer manipulativen Natur, dienen KI-generierte Inhalte derzeit in erster Linie der Unterhaltung. Die Technik mag zwar noch ganz am Anfang stehen und unausgereift sein, mit „Sensoria“ hat Filmemacher Alex Proyas („The Crow – Die Krähe“) dennoch bereits einen komplett per KI erstellten Spielfilm enthüllt.

Dabei ist ihre Nutzung gerade in der Filmindustrie umstritten und war mit ein Grund für den groß angelegten Hollywood-Streik der Gewerkschaft Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA) im vergangenen Jahr, die für die Interessen der Schauspielenden eintritt. Die große Sorge dabei ist die, dass Studios und Streamingdienste das Konterfei der Stars, aber auch der Kleindarstellenden nutzen könnten, um ganze Filme zu produzieren – ohne ihr Einverständnis zu benötigen.

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Nun hat sich ausgerechnet einer aus ihren Reihen in einem Panel recht positiv zum Thema KI geäußert: Im Gespräch mit Google-CEO Eric Schmidt thematisierte Schauspieler und Entrepreneur Ashton Kutcher („Two and a Half Men“, „joBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs“) die Möglichkeiten, die sich Filmschaffenden mit dem OpenAI-Tool Sora eröffnen (via Deadline):

„Man kann damit gute Videos mit zehn, 15 Sekunden erstellen, die sehr realistisch aussehen. Es (Sora, Anm. d. Red.) macht noch immer Fehler. Es versteht die Physik noch nicht ganz. Aber wenn man die Generation betrachtet, die noch vor einem Jahr existiert hat, und sie mit Sora vergleicht, dann ist das ein riesiger Fortschritt. Es gibt sogar Material, das man ohne Weiteres für einen großen Kinofilm oder eine Fernsehserie verwenden könnte.“

Ein praktisches Beispiel für den zukünftigen Nutzen solcher KI-Software hatte der 46-Jährige ebenfalls parat: Anstatt ein Haus für eine TV-Produktion tatsächlich von außen zu filmen, was auf herkömmliche Weise einige Tausend US-Dollar kosten würde, wäre es so viel einfacher, die Außenansicht für 100 US-Dollar per KI generieren zu lassen. Stuntleute seien ebenfalls nicht mehr notwendig. Niemand müsse das eigene Leben für einen Stunt riskieren, der Computer erledige das in Zukunft. Überhaupt falle der Prozess des Filmemachens durch KI so viel leichter:

„Man hat eine Idee für einen Film, es schreibt das Drehbuch dazu; dann speist man das Drehbuch in den Videogenerator und dieser generiert einen Film daraus. Anstatt einen Film zu schauen, den sich jemand anderes ausgedacht hat, kann ich einfach meinen eigenen Film erstellen und anschauen.“

Genau das hat offenbar Regisseur Alex Proyas bei „Sensoria“ gemacht. Den Trailer dazu könnt ihr hier ansehen:

Aufschrei in Hollywood nach KI-Aussagen von Ashton Kutscher

Komplett KI-generierte Filme und Serien oder auch teilweise KI-generierte Szenen sind der Albtraum für die Filmschaffenden. Stuntleute, Kleindarstellende, Set-Design und Make-up-Abteilung sind nur wenige bei einer Produktion, die vom Einsatz einer Künstlichen Intelligenz betroffen wären. Kein Wunder also, dass es heftige Kritik an Kutchers Aussagen regnete:

„Wenn man jeden Menschen aus einer gemeinschaftlichen und kreativen Tätigkeit herausnimmt, verliert man buchstäblich die Menschlichkeit. Eine hohle, dämliche, sinnfreie Hülle. Das Fernsehen würde den gleichen künstlerischen Wert besitzen wie Spülmittel.“

„Stellt euch vor, Ashton Kutcher betritt ein Filmset, nachdem er sich geoutet und dafür plädiert hat, dass all diese Crewmitglieder ihre Jobs verlieren und verhungern sollten. Mutige Entscheidung, Kumpel.“

„Mit Sora von OpenAI könnte man wahrscheinlich einen Ashton-Kutcher-Film produzieren, aber keinen guten Film.“

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