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„The Walking Dead“-Comics: Kaufen, online lesen, auf Deutsch und Englisch

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

© Cross Cult / Image Comics / Fox / AMC

Wer die Zombie-Serie „The Walking Dead“ mag, sollte unbedingt die Comic-Vorlage lesen. Denn: In vielen Belangen sind sie sogar überlegen! Wir verraten euch, wie ihr die Comics erwerben und online lesen könnt.

Bevor „The Walking Dead“ die Serienlandschaft aufmischte, war zunächst einmal die Comic-Branche fällig. Seit 2003 veröffentlichte Robert Kirkman seine Version der Zombie-Apokalypse, die in Kennerkreisen schon damals positiv aufgenommen wurde. Gegen die Popularität der TV-Serie kommen die Comics mittlerweile natürlich nicht mehr an, doch dabei gibt es ausgezeichnete Gründe, warum Fans sich der Heft-Vorlage zuwenden sollten. Die haben wir unten für euch zusammengefasst, zunächst wollen wir euch aber verraten, wie viele Ausgaben es gibt, wo ihr sie kaufen und wie ihr sie online lesen könnt.

  • Von Oktober 2003 bis Juli 2019 lief die Comic-Reihe „The Walking Dead“
  • Mit Ausgabe Nummer 193 fand sie im vergangenen Jahr überraschend ihr Ende
  • Zusammengefasst wurden diese 193 Ausgaben in wiederum 32 Volumes, die Überschicht findet ihr hier
  • Im Zentrum der Geschichte steht wie in der Serie auch Polizist Rick Grimes, der mitten in einer Zombie-Apokalypse erwacht

Hier könnt ihr die „The Walking Dead“-Comics kaufen

  • Bei Thalia, Hugendubel und Amazon findet ihr die einzelnen Comic-Volumes
  • Diese gibt es bei allen drei Anbietern sowohl in Deutsch als auch im englischen Original zum selben Preis
  • Die deutsche Fassung gibt es im sogenannten Softcover für weniger Geld, allerdings sind hier nur gut die Hälfte der Volumes vorhanden
The Walking Dead Softcover 1: Gute alte Zeit *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 14.7.2020 23:45 Uhr

 

  • Wollt ihr alle einzelnen Volumes auf Deutsch lesen, müsst ihr derzeit zum Ende der Reihe hin auf gebundene Bücher zurückgreifen
  • Diese kosten pro Ausgabe um die 15 Euro
The Walking Dead 1: Gute alte Zeit *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 14.7.2020 7:55 Uhr

 

  • Die englischen Volumes liegen im selben Preissegment wie die deutschen Versionen
  • Die ersten Ausgaben kosten um die 8 Euro, spätere Volumes steigern sich aber ebenfalls auf gut 15 Euro
The Walking Dead Volume 1: Days Gone Bye *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 15.7.2020 9:27 Uhr
  • Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her lohnen sich aber am meisten die Kompendien
  • Diese umfassen jeweils acht Volumes auf über 1.000 Seiten
  • Jedes der vier Kompendien kostet 50 Euro
  • Hier zahlt ihr also umgerechnet nur 6,25 Euro pro Volume
  • Die Kompendien gibt es ebenfalls auf Deutsch und Englisch bei Hugendubel, Thalia und Amazon
The Walking Dead - Kompendium 1 *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 15.7.2020 9:28 Uhr

„The Walking Dead“-Comics online lesen

Mehr oder weniger kostenlos könnt ihr die Comics dank Kindle Unlimited online lesen. Bis zum 31. Dezember 2020 könnt ihr den Dienst gratis für zwei Monate testen, anschließend kostet er 9,99 Euro / Monat. Dafür braucht ihr nicht mal ein Kindle-Gerät. Ladet euch auf euer Smartphone, Tablet oder den PC einfach die Kindle Lese-App herunter.

Die ersten zehn Ausgaben der „The Walking Dead“-Comics gibt es kostenlos bei Kindle Unlimited. Ihr könnte euch die einzelnen Volumes alternativ ohne Kindle Unlimited kaufen, um sie online zu lesen. Die erste Ausgabe kostet dann 4,99 Euro, für die späteren werden 8,99 Euro fällig. Ab Ausgabe 11 werden mit oder ohne Abo 8,99 Euro pro Ausgabe fällig.

Die eben genannten Preise beziehen sich auf die deutsche Version, die englische Fassung ist hier aber ebenfalls vorhanden und bis Ausgabe 10 kostenlos mit einem Kindle-Abo verfügbar. Anschließend kosten sie aber in der Online-Version etwas mehr, teilweise um die 11 Euro.

Alternativ sind alle Volumes auf Deutsch und Englisch für dieselben Preise wie bei Amazon auch im Google Play Store enthalten. Dort gibt es sogar die englischen Kompendien günstiger zu kaufen.

„The Walking Dead“-Comics gebraucht kaufen

Wenn ihr nicht unbedingt wert auf neue Exemplare habt und etwas Geld sparen wollt, könnt ihr euch natürlich auch gebrauchte Comics kaufen. Eine passende Anlaufstelle ist in diesem Fall für euch natürlich ebay. Dort findet ihr sogar öfter Neuware günstiger, sofern euch das Bieten-Glück hold ist.

Darum solltet ihr die „The Walking Dead“-Comics definitiv lesen

Grund Nr. 1 – Die unterschiedliche Handlung

Auch wenn sich die TV-Serie an der Vorlage orientiert, ist es doch nicht mehr als das. In wichtigen Punkten unterscheiden sich die beiden Geschichten massiv voneinander, weswegen auch die Serien-Zuschauer von so mancher Wendung in den Comics überrascht werden dürften.

Aus Spoiler-Gründen wollen wir an dieser Stelle lieber nicht auf exakte Beispiele eingehen, aber euch sei versichert, dass einige Charaktere schon früher auftauchen oder sterben, was alles durcheinander wirbelt und auch so mancher Ort aus der TV-Serie wird in den Comics nie besucht. Diese Unterschiede setzten auch schon relativ früh ein, weswegen ihr euch nicht Hefte-lang durch bereits Bekanntes arbeiten müsst.

Grund Nr. 2 – Die Charaktere

Auf den Fanliebling Daryl müssen wir in den Comics zwar gänzlich verzichten, dafür sind die anderen Charaktere jedoch oftmals wesentlich interessanter und mitreißender gestaltet. Während Dale und Andrea in der Serie die meisten Zuschauer nur genervt haben, gehört vor allem Andrea bei den Comic-Lesern zu den absoluten Favoriten. Kein Wunder, immerhin ist sie hier eine knallharte Scharfschützin.

Auch Tyreese kommt in den Comics wesentlich besser weg und spielt eine wichtigere Rolle; T-Bone fehlt hingegen in der Vorlage ganz, was wir mal als Pluspunkt für die Comics verbuchen. Carl wird in der TV-Serie leider durch die oftmals limitierten Schauspielkünste von Chandler Riggs runtergezogen, was einem beim Lesen ebenfalls erspart bleibt.

Carol kommt in beiden Medien in höchst unterschiedlicher Form vor, wobei hier jede Variante etwas für sich hat. In der TV-Adaption ist ihr Wandel von Hausfrau zur Ein-Frau-Armee spannend zu beobachten, dabei ist ihr Schicksal in der Comic-Version definitiv eines der denkwürdigsten überhaupt.

Grund Nr. 3 – Das Tempo

Einer der großen Kritikpunkte bei „The Walking Dead“ war das entschleunigte Tempo, da die TV-Serie oftmals mit Fillerfolgen und zu ausgedehnten Szenen aufgebauscht wird, ohne substanziell wirklich Wichtiges hinzuzufügen. Wer sich hierbei angesprochen fühlt, der sollte sich definitiv den Comics zuwenden.

Hier prasseln die Ereignisse oftmals schnell hintereinander auf den Leser ein, der damit selten zur Ruhe kommt und sich besser in die Extremsituation der Apokalypse einfühlen kann. Das Erstaunliche ist, dass die Themen und Charaktere dennoch vollkommen ausreichend abgehandelt werden und durch ihre Kompaktheit oftmals sogar eine packendere Wirkung entfalten als dies in der langatmigen TV-Serie der Fall ist.

Grund Nr. 4 – Ricks Charakterentwicklung

Rick gehört natürlich zu den Charakteren von „The Walking Dead“, dennoch nimmt er als Protagonist eine derart herausgehobene Stellung ein, dass wir uns ihm noch einmal gesondert zuwenden wollen. In der TV-Serie war Rick anfangs human und auf Konsens bemüht, bis zum Ende von Staffel 2, wo er plötzlich von einem Moment auf den anderen zum Diktator der Gruppe wurde. In Staffel 4 wurde diese Entwicklung dann wieder zurückgestellt und Rick zum Bauern. Zumindest bis der Governor das Gefängnis zum zweiten Mal angriff und Rick noch rücksichtloser wurde.

In den Comics gibt es die Rückentwicklung in Staffel 4 nicht und ohnehin ist der Werdegang von Rick ein fließender, langsamerer Prozess, der Schritt für Schritt von statten geht. Dadurch ist er nicht nur besser nachvollziehbar, Rick wirkt wie eine komplexere Figur. Zusätzlich werden wir in den Comics nämlich stärker Zeuge, dass sein eigener Wandel ihn oftmals verstört und er sich einen anderen Weg wünschen würde.

Grund Nr. 5 – Die Gewalt

Dieser Punkt wird wohl für einige positiv und für andere negativ sein, aber wir wollen ihn dennoch nicht unter den Teppich kehren. Zwar müssen sich die Comics mit einzelnen Bildern begnügen, wodurch die Gewalt ohne Bewegung daherkommt, doch die einzelnen Aktionen sind oftmals grenzwertiger als in der TV-Serie.

Ihr erinnert euch doch sicherlich noch daran, dass Michonne in die Wohnung des Governors einbrach und ihn um eines seiner Augen erleichterte? Dieser Moment ist in den Comics um einiges brutaler, denn es kommt ein Löffel auf höchst unangenehme Art zum Einsatz – wie genau, überlassen wir an dieser Stelle eurer Fantasie.

Die Comics haben oftmals schlimmere Momente zu bieten:

Bilderstrecke starten(15 Bilder)
Das sind die 13 schockierendsten Szenen aus „The Walking Dead“

Grund Nr. 6 – Die Comics sind der Serie voraus

Dieses Argument ist eigentlich selbsterklärend. Die Comics sind inzwischen abgeschlossen und nehmen damit die Geschichte der TV-Serie vorweg. Wenn ihr also auf die neuen Folgen nicht derart lange warten wollt, wären die Comics eine hervorragende Abwechslung; zumal sich die Handlungen in einigen Bereichen oftmals derart unterscheiden, dass ihr die neuesten TV-Episoden dennoch für euch entdecken könnt.

Wenn ihr auch zu jenen Fans gehört, die sich über „The Walking Dead“ informieren, kommt ihr um die Comics fast nicht herum, denn in der Berichterstattung gehen viele Seiten (auch kino.de) häufig auf die Comics ein. Wollt ihr solche Anspielungen zur Gänze verstehen, müsst ihr euch ebenfalls in den erlauchten Kreis der Wissenden begeben.

Und für die ganz Fiesen unter euch: Wenn ihr die Comics kennt, könnt ihr euren Freunden, die auch „The Walking Dead“ schauen, mit Spoilern drohen…

Kennt ihr die Serie in- und auswendig? Testet euer Wissen:

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