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Get Out: Diese Horror-Zitate habt ihr vielleicht verpasst!

Helena Ceredov  

Auch wenn Regisseur Jordan Peele vorher eher in Komödien tätig war, ist er bekennender Horrorfan. Das merkt man seinem Überraschungshit „Get Out“ auch an, denn der Film ist gespickt mit Zitaten aus bekannten Klassikern des Genres. Wir haben für euch einige Verweise gesammelt, die ihr im Eifer des Gefechts verpasst haben könntet.

Get Out“ ist einer der Überraschungshits des jungen Jahres. Obwohl der Indie-Horrorstreifen zunächst nur auf dem Sundance Filmfestival lief, hat sich schnell rumgesprochen, dass wir einen zukünftigen Kultfilm vor uns haben könnten. Am 4.5.2017 kommt der Film auch in die deutschen Kinos (Hier findet ihr die Spielzeiten). Dann könnt ihr euch selbst davon überzeugen, ob etwas an den überschwänglichen Lobeshymnen dran ist. Dabei hat sich Regisseur Peele von der Filmgeschichte inspirieren lassen. Wir haben für euch einige verborgene Verweise und Easter Eggs auf andere Horrorfilme versammelt. (Achtung, falls ihr den Film noch nicht gesehen habt, solltet ihr nicht weiterlesen!)

Psycho (1960)

Ausgestopfte Tiere sind das erste Mal richtig prominent in Hitchcocks Klassiker „Psycho“ zur Geltung gekommen. Seitdem sind sie so etwas wie eine Standardrequisite in Horrorfilmen. Das ändert aber nichts an ihrem Gruselfaktor. In „Get Out“ starrt Chris im Keller gefangen genommen auf einen ausgestopften Hirschkopf. Das ist nicht nur ein Verweis auf ein Horrormotiv, sondern auch auf ein rassistisches Stereotyp. So wurden Schwarze besonders in der Sklavenzeit mit Tieren verglichen und nach Fluchtversuchen erbarmungslos gejagt.

Die Nacht der Lebenden Toten (1968)

„Get Out“ ist nicht der erste Horrorfilm, der das Thema Rassismus aufgreift. Der Schöpfer des modernen Zombiefilms, George R. Romero, wollte mit seinen Filmen schon immer gesellschaftliche Missstände anprangern, wobei Zombies oft als Sinnbild für die moderne Gesellschaft standen. In seinem ersten großen Werk “ Die Nacht der Lebenden Toten“ verbarrikadieren sich eine weiße Frau und ein schwarzer Mann mit anderen Überlebenden in einem Farmhaus. Dabei befördert die angespannte Situation rassistische Aggressionen an die Oberfläche. Das bitterböse Ende ist ein eindeutiger Kommentar auf die Realität von Afroamerikanern in den USA. Damals galt ein afroamerikanischer Protagonist fast als Affront.

Uhrwerk Orange (1971)

Die Szene, in der der Antiheld, mit weit aufgerissenen Augen „therapiert“ oder besser gesagt einer Gehirnwäsche unterzogen wird, gehört zu den ikonischsten Bildern der Filmgeschichte. Nicht umsonst ehrt Peele sie in seinem eigenen Film, wenn Chris von der gruseligen Hausmutter hypnotisiert wird.

Die Frauen von Stepford (1975, Original)

Peele hat bereits in einigen Interviews erwähnt, dass er vom satirischen Horrorfilm „Die Frauen von Stepford“ inspiriert wurde. Dort haben die Männer ihre menschlichen Frauen mit scheinbar perfekten Robotern ersetzt. Während in diesem Film Sexismus im Zentrum steht, werden in „Get Out“ die willenlosen „Bediensteten“ auf dem Anwesen zum Sinnbild für die Grausamkeit von Rassismus.

Halloween (1978)

„Get Out“ ist nicht der erste Horrorfilm, in dem das absolut Böse im scheinbar idyllischen Vorstadtleben lauert. Ein Klassiker dieses Typus ist John CarpentersHalloween – Die Nacht des Grauens„. Dort sehen wir gleich zu Beginn ein weißes Familienhaus samt gepflegtem Vorgarten – der Inbegriff des amerikanischen Traums. Doch die nächtliche Atmosphäre und unheimliche Musik deuten an, dass etwas Schreckliches passieren wird. Die Gemeinde, in der die Hauptfigur Chris landet, erinnert oft an die Szenerien von „Halloween“.

Die Körperfresser kommen (1978, Remake)

Das Gefühl von Paranoia wurde schon in vielen Horrorfilmen verarbeitet. „Die Körperfresser kommen“ spielt mit der Idee, dass Menschen von Aliens ausgetauscht werden und sich nicht mehr wie sonst verhalten. In „Get Out“ sind es die hypnotisierten Bediensteten, die nicht nur zufällig allesamt Afroamerikaner sind. Durch ihr seltsames Verhalten wird Chris alarmiert und beginnt, der Familie seiner Freundin zu misstrauen.

Amityville Horror (1979)

Der Titel „Get Out“ verweist bereits auf einen weiteren Klassiker des Horrorgenres. Der Satz wird prominent in „Amityville Horror“ verwendet, als Parter Delaney von den Geistern aus dem Haus gejagt wird, damit er die Familie Lutz nicht mehr beschützen kann.

Shining (1980)

Der hypnotische Zustand, in den die Schwarzen in „Get Out“ verfallen, erinnert an die legendäre Performance von Jack Nicholson im Kultklassiker von Stanley Kubrik. Die Hauptfigur wird dort von einer bösen Macht in einem abgelegenen Hotel besessen und beginnt auf seine Familie loszugehen. Dabei spielt ein Irrgarten eine wichtige Rolle. Auch in „Get Out“ wird ein Labyrinth erwähnt.

Haus der Tausend Leichen (2003)

Aufmerksame Zuschauer haben vielleicht gleich zu Beginn den Song „Run Rabbit Run“ erkannt. Das unheimliche Lied über eine grausame Hasenjagd kam bereits in Rob Zombies Trash-Klassiker „Haus der Tausend Leichen“ prominent zur Geltung.

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