Tödlicher Anruf

  1. Ø 3.8
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Tödlicher Anruf: US-Version von Takashi Miikes Horrorfilm "The Call", in der mysteriöse Anrufe aus der Zukunft Unheil bringen.

Als eine enge Freundin plötzlich auf mysteriöse Weise stirbt, trauert Psychologiestudentin Beth (Shannyn Sossamon) noch um den Verlust, während die Sache unheimliche Dimensionen annimmt und ihr Bekanntenkreis in rascher Folge weiter dezimiert wird. Alle Toten erhielten einen in der Zukunft datierten Handyanruf von dem vorhergehenden Opfer. Bei der Polizei findet Beth lediglich bei Detective Andrews (Edward Burns) Gehör – der verlor seine Schwester auf die gleiche Art.

Ein weiterer schauriger Vertreter der Hits wie „The Ring“ und „The Grudge“ umfassenden Gattung J-Horror-Remake legt Takashi Miikes Horrorschocker von 2003 neu auf. Der Franzose Eric Valette („Malefique„) wendet sich bei seinem US-Debüt an ein Nachwuchspublikum.

In Beth‘ Bekanntenkreis häufen sich plötzliche und grausame Todesfälle. Die Psychologiestudentin stellt alsbald eine Gemeinsamkeit fest: Alle erhielten einen Handyanruf vom Opfer vor ihnen, der in der Zukunft datiert ist und sie ihre eigene Stimme im Todesmoment vernehmen lässt. Beth geht damit zur Polizei und findet lediglich bei Detective Jack Andrews ein offenes Ohr, dessen Schwester auf ähnlich mysteriöse Weise umgekommen ist.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • „Tödlicher Anruf“ vereint einen Horrorfilm mit einem Krimiplot. Beth und Jack machen sich auf die Suche nach einer rationalen Erklärung für die Tode verschiedener Menschen, die dadurch verbunden sind, dass sie gemeinsame Bekannte haben. Das übersinnliche Element dabei ist, dass die Opfer glauben an Wahnvorstellungen zu leiden, kurz bevor sie getötet werden. Sie sehen seltsame Wesen, fühlen sich verfolgt und hören ihren eigenen Todesmoment auf ihrer Mailbox.

    Der „Täter“ handelt nach dem immer gleichen Muster: er warnt vor und zwar mit dem aufgezeichneten in der Zukunft liegenden Tod. Datum und sogar Uhrzeit sind genau angegeben. Außerdem klingelt das Handy in derselben Melodie wenn die Todesnachricht eingeht.

    Bei ihren Recherchen stoßen Beth und Jack auf einen mysteriösen Brand in einem Kinderkrankenhaus bei dem mehrere Personen getötet wurden. Unter den Toten befindet sich ein kleines Mädchen, deren Mutter seither vermisst wird und deren Schwester im Waisenhaus lebt und nicht mehr spricht.

    Als schließlich Beth selbst eine Nachricht auf ihrer Mailbox vorfindet, in der sie selbst eindeutig zu hören ist, gilt es gegen eine konkrete Deadline anzukämpfen um den „Fall“ aufzuklären. Das Absendedatum der Nachricht liegt zwei Tage in der Zukunft, es bleibt also nicht viel Zeit.

    „Tödlicher Anruf“ ist ein Remake des japanischen Films „Chakushin Ari“ von 2003. Von den amerikanischen Filmemachern und dem französischen Regisseur Eric Valettes wurde die Vorlage an westliche Sehgewohnheiten angeglichen.
    In glatten und doch packenden Bildern wird diese Geschichte erzählt. Die Visual Effects sind überzeugend und die Darstellung der übernatürlichen Phänomene lässt einen erschauern. Den Machern gelingt es auch sonst, dort gekonnt Akzente zu setzen wo es nötig ist um den Schauder den Rücken herunter zu jagen.

    Bewusst, um Normalität zu vermitteln, ist der Film im Milieu typischer amerikanischer Studenten und ihrem Campusleben angesiedelt. Zwischen Partys und Seminaren schleicht sich das Grauen ein und verunsichert alle. Mit der Besetzung von Shannyn Sossamon in der Hauptrolle, die unter anderen in „40 Days and 40 Nights“ mitgespielt hat, wird bewusst ein Gesicht besetzt, das Normalität vermitteln soll.

    Die Backstory von Beth, die offensichtlich keine einfache Kindheit hatte, ist zu offensichtlich als Erklärung eingeschoben, um zu erläutern warum sie unter besonderem Schutz steht.

    Fazit: Horrorfilm der seinen Zweck erfüllt zu gruseln mit durchschnittlichen Darstellern und einer neuartigen Story die einen klassischen Geisterplot mit moderner Technologie kombiniert.
  • Der Franzose Eric Valette („Maléfique“) betreibt mit seinem US-Remake von Takashi Miikes „The Call“ aus dem Jahr 2003 trübsinnig-trägen Telefonterror-Horror.

    Amerikanisierte Adaptionen japanischer Gruselschocker wie „Ring“ und „Der Fluch – The Grudge“ lösten zu Beginn des Jahrzehnts eine J-Horror-Welle aus, die mit „Dark Water – Dunkle Wasser“ und „Pulse“ bereits abflaute. „One Missed Call“ ist nun ein verspäteter Nachzügler, der angesichts diverser Parodien, die bereits seine Vorgänger ausgiebig verulkten, besonders angestaubt anmutet. Horrorfans werden mühelos einen monströsen Mischmasch ausmachen, bei dem mit schonungsloser Sturheit Elemente der bereits angeführten Genrecousins und einer Vielzahl mehr verbraten werden. Dafür hält sich Drehbuchautor Andrew Klavan („Sag kein Wort“) bei seiner Adaption eng ans Original. Im obligatorischen Prolog sieht man das erste Opfer, das sich allein zu Haus befindet und dem nach ängstlichen Vorahnungen ein abruptes Ableben zukommt. Vertraute der Verstorbenen war die Psychologiestudentin Beth (Shannyn Sossamon aus „40 Tage und 40 Nächte“ gibt eine aparte Protagonistin ab), die in Folge noch mehr Freunde verliert, die auf jeweils ungewöhnliche Weise ums Leben kommen. Beth stellt alsbald eine Gemeinsamkeit fest: Alle erhielten einen Handyanruf vom Opfer vor ihnen, der in der Zukunft datiert ist und sie ihre eigene Stimme im Todesmoment vernehmen lässt. Beth geht mit ihrer Entdeckung zur Polizei und findet lediglich bei Detective Jack Andrews (der hölzerne Ed Burns) ein offenes Ohr, Ist doch seine eigene Schwester auf ähnlich mysteriöse Weise umgekommen. Gemeinsam kommen sie dem Rätsel auf die Spur, das ein unheimliches kleines Mädchen und ihre undurchsichtige Mutter umfasst. Doch dann klingelt der Tod auch bei Beth an.

    CGI-geschaffene Visionen von gruseligen Geisterwesen (die zumindest keine lange schwarzen Haare im Gesicht hängen haben) und eklige Tausendfüßler, wie sie bereits durch „Ring“ krabbelten, künden den Opfern neben den Handybotschaften von ihrem bevorstehenden Ableben. Die Tode fallen dem PG13-Rating entsprechend ohne viel Blutgespritze relativ geradlinig aus. Der teenorientierte Geisterthriller ist wahrscheinlich am besten für ein jugendliches Publikum geeignet, für das Horror noch Neuland ist und daher nicht jeden kommenden Schockmoment im Voraus erahnen kann. ara.

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