Der Fluch - The Grudge

  1. Ø 2.7
   2004
Trailer abspielen
Der Fluch - The Grudge Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Der Fluch - The Grudge

Filmhandlung und Hintergrund

Der Fluch - The Grudge: Erfolgreiche US-Adaption des ungewöhnlichen japanischen Gruselschockers im Stil von "Ringu".

Wenn Austauschstudentin Karen (Sarah Michelle Gellar), Amerikanerin im fremden Tokio, nicht gerade für die Uni büffelt, vertreibt sie sich die Zeit im Rahmen eines Sozialprojektes und sieht zum Beispiel nach der bettlägerigen Emma (Grace Zabriskie). In deren Haus scheinen merkwürdige Dinge vorzugehen. Schon bald macht auch Karen Bekanntschaft mit jenem geheimnisvollen weiblichen Geist, der die Menschen dort zu Tode erschreckt. Nachforschungen auf eigene Faust führen zu einem weiteren Gastamerikaner (Bill Pullman), der jedoch schon lange tot ist.

The Ring“ lässt schön grüßen, wenn im neuesten Hollywood-Remake eines japanischen Gruselschockers Buffy persönlich dem obligaten Girlie-Scheusal aus dem Jenseits entgegen tritt. Takashi Shimizu, Regisseur des Originals, inszenierte erneut.

Im Rahmen ihres Austauschstudiums in Tokio absolviert die blonde Karen ein Sozialpraktikum im Haus einer bettlägrigen alten Dame. Vom ersten Moment an hat Karen das Gefühl, dass in dem Haus etwas nicht stimmt. Sie hört seltsame Geräusche, findet einen im Schrank eingesperrten Jungen und sieht ein grauenvolles weibliches Gespenst, das an den Wänden entlang kriecht und die Patientin zu Tode erschreckt. Karen beginnt, Nachforschungen anzustellen, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Was haben ein Universitäts-Professor, eine japanische Familie, mehrere in Tokio lebende Amerikaner, drei Polizisten und die attraktive Karen gemeinsam? Die junge Pflegerin entdeckt die grausige, mystische Verbindung zwischen all diesen Personen, als sie in das Haus der Williams‘ gerufen wird, um die an Demenz leidende, verängstigte Emma zu betreuen. Etwas scheint hier nicht zu stimmen, seltsame Geräusche dringen aus einem Wandschrank. Karen macht sich daran, das mörderische Geheimnis des Gebäudes zu lüften.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(3)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Auf dem Dachboden eines Tokioer Hauses lauert die tödliche Gefahr eines Fluches. Die Protagonisten in "The Grudge" schaffen es immer, in die falsche Richtung zu gehen und dem Unglück direkt in die Arme zu laufen.

    Fast schon scheint es, als hätten die bösartigen Geister in "The Grudge" eine tiefgreifende Kenntnis der menschlichen Psychologie. Sie wissen genau, wo sie ihre Opfer finden können. Vielleicht haben sie aber auch voller Langeweile die ganze Zeit auf dem Dachboden alte Horrorklassiker geguckt und dort gelernt, wie man am besten in Badewanne und Dusche schockt, wie eine Besessene auf allen vieren die Treppe hinunterläuft oder möglichst realistisch Wasserleiche spielt. Mit knirschenden Geräuschen locken sie ihre Opfer an, die wahrscheinlich voller Leichtsinn auch einen Benzintank mit einem Feuerzeug ausleuchten würden.

    "The Grudge" vermag es dennoch zu schocken, grauenhafte Bilder kommen plötzlich und erschreckend, sind zudem immer wieder liebevoll animiert. "The Grudge" ist ein Horrorthriller mit Gänsehautgarantie. Die lähmende Angst der Darsteller ist ebenfalls sehr ergreifend.

    In teilweise übergangslosen Zeitsprüngen wird vom Unglück aller Hausbewohner erzählt. Aus der Sicht der Zukunft weiß der Zuschauer allerdings genau, dass alle diese Leute durch heimtückische Tricks sterben müssen. Karen hat jedoch noch eine Chance, auch wenn sie mit dem Fluch belegt ist.

    Letztlich führt sie ihr Freund durch seinen heldenhaften Rettungsdrang beinahe in den Tod, das Schicksal des jungen Paares bekommt eine besondere Dramatik. Das Fehlen einiger Storyelemente verwirrt und stärkt die beängstigende Atmosphäre in dem ansonsten doch so geschmackvollen japanischen Haus.

    Fazit: "The Grudge" ist ein packender Thriller, der einen gruseligen Kinoabend verspricht. Dennoch bietet der Film leider zu wenig Neues und lässt seine oft zusammenhangslos kopierten Vorbilder durchscheinen.
  • Nach „Ringu“ wurde mit „Ju-On“ ein weiterer japanischer Gruselschocker für das suburbane Shoppingmalls frequentierende Massenpublikum neu adaptiert. Wie Naomi Watts in „Ring“ übt sich hier mit Ex-„Buffy“ Sarah Michelle Gellar eine Blondine detektivisch dunkel-diabolischer Geheimnisse der Vergangenheit. Ein Teil der mysteriös-subtilen Atmosphäre des Originals ist auch bei dieser amerikanischen Übersetzung unweigerlich verloren gegangen. Dennoch verbreitet der klassisch konzipierte Haunted-House-Thriller allemal genügend ungewöhnlichen Grusel, so dass das US-Publikum in Halloween-Stimmung Sony ein fast schon übernatürlich anmutendes 40 Mio. Dollar-Boxoffice-Geschenk bescherte.

    Wie schon bei der Originalreihe übernahm bei dem von der einstigen Horrorikone Sam Raimi („Spider-Man“) produzierten und von dessen Ghost House Pictures gemeinsam mit Senator International – damals noch unter der Ägide von Hanno Huth – initiierten Remake Takashi Shimizu die Regie, für den „The Grudge“ nach zwei „Ju-On“-Videopics und den beiden darauf basierenden Spielfilmen („Ju-On: The Grudge“ und „Ju-On: The Grudge 2“ sind in Deutschland lediglich als Videopremieren auf DVD erhältlich) bereits den fünften Eintrag in die von ihm verfasste Schauer-Saga darstellt. Für seine US-Version arbeitet er mit einem Drehbuch von Newcomer Stephen Susco, wobei Tokio als Spielort aufrechterhalten wurde. Statt einer japanischen Protagonistin ist jedoch „Buffy“-Girl Gellar als Austauschstudentin Karen zur Stelle. Ihr Sozialpraktikum führt sie zum Haus einer bettlägrigen amerikanischen alten Dame, die zumeist nur katatonisch an die Decke starrt. Vom ersten Moment an hat Karen das Gefühl, dass in dem Haus etwas nicht stimmt. Sie hört seltsame Geräusche, findet einen im Schrank eingesperrten kleinen Jungen und sieht schließlich ein grauenvolles weibliches Gespenst (Takako Fuji aus dem Original) im Kabuki-Furien-Look, das an den Wänden entlang kriecht und die Patientin regelrecht zu Tode erschreckt. Karen kommt mit dem Leben davon und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, um dem tödlichen Rätsel auf den Grund zu gehen. Keine Sekunde zu früh, denn die übel meinende Präsenz scheint alle, die mit ihr in Kontakt gekommen sind, auch außerhalb des Geisterhauses zu verfolgen und an den Kragen gehen zu wollen.

    Eine weitere Parallele zu „Ring“ ist das garstig grollende Gespenst. Nicht nur ist ihm zu Lebenszeiten ebenfalls ein unsagbares Unrecht widerfahren, sondern es verfügt auch über ähnliche Bewegungsmuster und über die gleichen langen, ins Gesicht hängenden schwarzen Haare. Eine Szene, in der es sich auf einem Sicherheitsmonitor manifestiert, ist geradezu eine Hommage an das Erfolgsvorbild. Noch ausgedehnter als bei seinem cineastischen Cousin wird die Story von „The Grudge“ in Rückblenden und zeitversetzten Puzzlestücken erzählt, womit dem hauchdünnen Plot zumindest ein Anschein von mehr Substanz verliehen wird. Regisseur Shimizu hat indes keine Schwierigkeiten, traditionelle Schockmomente einzubauen, die von dem innovativen Soundtrack mit einer breiten Palette an verstörenden Geräuscheffekten (wie dem gutturalen Schnarren der Furie) und kakophonischer Instrumentierung untermalt werden. Allerdings könnte ein Teil des „Scream“- und „Scary Movie“-geschulten Zuschauer angesichts all der typischen Horrorklischees (knarrende Fußböden, naives Hineintapsen in gefährliche dunkle Winkel, etc.) in unbeabsichtigte Erheiterung ausbrechen. ara.

News und Stories

Kommentare