TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine

  1. Ø 2.7
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine: Leinwand-Adaption der populären Jugendkrimi-Buch- und Hörspielreihe.

Wenn Tim, Karl, Klößchen und Gaby nicht gerade typischen Kinderbeschäftigungen nachgehen, bringen sie als Privatdetektiv-Quartett TKKG Gauner, Gangster und sogar mal Superbösewichte zur Strecke. Diesmal wird’s ein schwieriger Fall, könnte doch ihr mysteriöser Widersacher über die von Klassenstreber Kevin entworfene Mind-Machine verfügen, was ihn so ziemlich unbesiegbar machen würde. Doch auch die Kids haben ein paar Asse im Ärmel.

Nach Kästners Klassenzimmer, Bibi Blocksberg und den wilden Hühnern zieht Kinderfilm-Expertin Uschi Reich erneut alle Register des Jugendkinos mit der Adaption der beliebten Buch- und Hörspielserie von Stefan Wolf. Tomy Wigand („Das fliegende Klassenzimmer„) inszenierte.

Als das Schulgenie Kevin seine Erfindung, die Mind-Machine, seinen Mitschülern präsentieren will und verwirrt flüchtet und schließlich auch noch seine Freundin verschwindet, ist für die jungen Hobbydetektive Tim, Karl, Klößchen und Gaby klar: Das ist ein neuer Fall für TKKG. Das Quartett macht sich auf die gefährliche Suche nach den Verschwundenen.

Kevin ist ein echtes Superhirn. Seine neueste Erfindung ist die mysteriöse Mind-Machine, doch kaum dass der Jungspund in der Schule damit herumprotzen konnte, sind er und seine Freundin wie vom Erdboden verschluckt. Klare Sache, dass die Nachwuchsdetektive Tim, Karl, Klößchen und Gabi, kurz TKKG, einen aufregenden neuen Fall wittern. Umgehend machen die vier sich auf, die Gründe für Kevins Verschwinden aufzudecken, und geraten dabei an die ebenso verführerische wie gefährliche Eleonora.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Ein kurzweiliger Abenteuerfilm für Kinder und Jugendliche, der an Spannung, Tiefe und Komik nichts zu wünschen übrig lässt. Der mit viel Liebe ausgestattete und gestaltete Fantasy-Krimi führt die Jugendclique Tim, Klößchen, Karl und Gabi (kurz TKKG) in die Welt der Wissenschaft und stellt auch ernsthafte moralische Fragen. Regisseur Tomy Wiegand und Produzentin Uschi Reich bieten lupenrein perfektes, anspruchsvolles Unterhaltungskino, das die Kids ernst- und mitnimmt und auch Erwachsenen "Doping fürs Gehirn" bietet.

    Das neue Abenteuer führt die Jugendclique Tim, Klößchen, Karl und Gabi (kurz TKKG) in die Welt der Wissenschaft. Klassenkamerad Kevin war bei "Jugend forscht" mit dem Hauptpreis für seine Erfindung der "Mind-Maschine" ausgezeichnet worden, woraus sich hier nun eine Geschichte um die Frage entwickelt: Wie weit darf Wissenschaft gehen - und heiligt der Zweck die Mittel? Dem unterhaltsamen Film gelingt es, komplexe Themen aus Wissenschaft und Pädagogik interessant zu verknüpfen und dabei die Lebenserfahrung von Kindern samt ihrer Konflikte mit Eltern und Lehrern mit der gebotenen Sorgfalt und Tiefe einzubeziehen. Regisseur Tomy Wiegand und sein Team haben hier ein beachtliches Stück Unterhaltungskino mit Fantasy- und Science-Fiction-Elementen geschaffen, ohne flach in Belanglosigkeiten abzudriften.

    Basierend auf der bekannten Jugendbuch- und Hörspielreihe von Stefan Wolf treten TKKG als junge Hobbydetektive auf den Plan, als es gilt, verschwundene Schüler aufzuspüren. In dem Spannungsfeld, Unrecht aufzuklären, ohne sich selbst ins Unrecht zu setzen, sehen sich die "Helden" ständig in der Situation zu prüfen, wie weit man in seinen eigenen Handlungen gehen darf und in Notsituationen gegebenenfalls gehen muss. Darf man zum Beispiel als Hacker in den privaten Computer eines Lehrers eindringen, weil man ihn der Beteiligung an Kindesentführung in Betracht zieht? Darf man in ein Haus einbrechen, nur weil der dort wohnende Klassenkamerad sich merkwürdig auffällig verhält?

    Anderseits ist die in dem Entführungsfall eingeschaltete Polizei hilflos und tritt auf der Stelle. Das schreit geradezu nach sofortigem Handeln, auch wenn die üblichen Formalitäten und der Behördenweg von den Jugendlichen in ihrem Tatendrang nicht eingehalten werden. Diese verzwickten Lebenslagen werden vom Drehbuch in einer geschickten Dramaturgie aufgegriffen und münden trotz zweistündiger Laufzeit in einem kurzweiligen Abenteuerfilm für Kinder und Jugendliche, der an Spannung, Tiefe und Komik nichts zu wünschen übrig lässt. Gekonnt werden die Klischees des Kriminalfilm-Genres aufgegriffen und parodiert, auch "Dr. Mabuse" wird fröhlich zitiert, manche der Bauten könnten bei "Alien" entlehnt sein. Eine perfekte Tonspur mit markanter Tonkulisse, aber auch der passende, dezente Musikeinsatz erzeugen unheimliche Stimmung, die aufgelockert wird durch "Marlboro"-Musikanleihen zum Beispiel beim Ausritt auf dem Lande, begleitet von dynamischen Kamerafahrten und opulenten Landschaftsbildern. Das sind Ingredienzien, die "TKKG" von der sonst gebotenen Dutzendware wohltuend und deutlich unterscheiden. Die animierte Projektion der elektro-chemischen Reaktionen im menschlichen Gehirn kommt etwas allzu pädagogisch daher, während die Reaktion zweier Neutronen während einer Schulstunde im Klassenzimmer als filmisches Kabinettstück glänzend gelöst ist.

    "TKKG" ist lupenrein perfektes, anspruchsvolles Unterhaltungskino - behutsam eingeführt und spannend erzählt bis zum Ende. Sehr zu empfehlen für die Zielgruppe der Kinder- und Jugendlichen. Auch begleitende Erwachsene werden sich keine Minute langweilen, sondern interessiert, vielleicht sogar voller Spannung, der Lösung des Falles entgegensehen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Viele Menschen sind, so wie ich, in den 80ern mit TKKG groß geworden (und sie werden, das nur nebenbei, zugeben, dass die alten Abenteuer, als Tim noch Tarzan hieß, besser waren). Wer TKKG als Freunde im Bücherregal oder im Kassettenrekorder hatte, der ist, da bin ich sicher, ein besserer Mensch geworden, wegen der klaren moralischen und pädagogischen Ausrichtung der Stories. Fremdwörter werden im Text en passant erklärt, und den kindlichen Lesern werden böse Beispiele von innerer Verkommenheit vorgeführt, meist geht es um Entführung oder Raub, und immer sind irgendwelche Jugendliche, picklig und rothaarig, vom Bösen zum Mitmachen verführt worden. Wer die TKKG-Botschaft verinnerlicht hat, der war gerüstet, die schlimmen Klippen der Pubertät sicher zu umschiffen, denn er hatte ja immer die schmählichen Jugendlichen in der TKKG-Buchreihe von Autor Stefan Wolf vor Augen.

    Der neue TKKG-Spielfilm enttäuscht da zunächst. Ein Junge und ein Mädchen am Flussufer, die sich über ihr Waisendasein unterhalten? Ein Vorspann mit pseudopoppigem Deutsch-HipHop-Soundtrack? Überhaupt die Musik: mal anbiedernd hip (ein gerappter Remix der alten TV-Serien- und Hörspiel-Musik zum Beispiel), dann wieder schwer und ernst. Oder die Kamera: immer wieder mit handwerklichen Schwächen in der Kameraführung und Beleuchtung. Von Tomy Wigand, einem Profi immerhin, hätte man mehr erwartet an Gespür für Charaktere und Handwerk.

    Dann aber steigert sich der Film immer mehr in diesen TKKG-Trash-Rausch hinein. Die Hauptdarsteller sind schlecht, so wie die Figuren klischeehaft sind, der böse Entführer ist ein superböser Verführer, die Ausstattung folgt einer merkwürdigen Expressionismus-James Bond-Logik. Und die Handlung! Eine Mind-Machine, die klüger macht und hilft, das Waisentum zu überwinden! Das fanatische Streben hin zum nietzscheesken Übermenschen! Und wie wir alle etwas lernen können über das Lernen, wie unser Gehirn und die ganzen Synapsen und so funktionieren! Und wenn der Film sich dann mal ganz frei fühlt, dann tobt er sich in fast psychedelischen Zeichentricksequenzen aus, die das Innere des menschlichen Gehirns und den Angriff eines Trojaners auf ein Computersystem veranschaulichen, besser noch als die Fremdwörtererklärungen in Klammern in den Romanen. Und damit nicht nur Jungs mit Action-Vorliebe auf ihre Kosten kommen, machen die TKKGler einen Ausflug zu Pferde, das sichert die Affinität der weiblichen Zielgruppe.

    Ja, wenns dann richtig zur Sache geht, im Labors eines Mad Scientist oder im Fernsehstudio eines Moderators, der von seinem Charisma total überzeugt ist: Dann fühlt man sich wie zuhause, im Kinderzimmer, bei der Lektüre des neuen, schlechten, tollen, ganz unlogischen, hinreißenden, völlig blödsinnigen TKKG-Buchs, damals in den 80ern.

    Fazit: Ein Film so doof wie die Vorlage. Dafür glatte vier Sterne!!!
  • Nach Kästner, Blocksberg und den wilden Hühnern wirft Kinderfilm-Produzentin Uschi Reich erneut ihre geballte Erfahrung in die Waagschale und verwandelt die angestaubte „TKKG“-Hörspielreihe in einen topbesetzten und hoch spannenden Krimi.

    Kind sein müsste man in diesen Tagen. Dann könnte man in den Kinos aus dem Vollen schöpfen. Ob CGI-Animation aus den USA („Ab durch die Hecke“) oder made in Germany („Urmel aus dem Eis“), ob dicke Animatronic-Kater von drüben („Garfield 2“) oder Computer-gesteuerte Gespenster von hüben („Hui Buh“) – der kleine Leinwand-Fan hat im Sommer 2006 schon fast die Qual der Wahl. Und das dürfte im Herbst auch so weiter gehen, schließlich stehen im September Pixars „Cars“, Warner-Deutschlands „Oh, wie schön ist Panama“ und Constantins „TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine“ an. Letzterer reiht sich nahtlos in die immens erfolgreichen Projekte der Kinderfilmproduzentin Uschi Reich ein, die 1999 zunächst damit begann, Kästner für die Leinwand neu zu definieren. Es folgten zwei Kinoversionen mit der Hörspiel-Hexe Bibi Blocksberg sowie die Adaption des Cornelia-Funke-Bestsellers „Die wilden Hühner“, dessen Fortsetzung sich gerade in der Postproduktion befindet. Nun also „TKKG“, der inzwischen auch schon ein Viertel Jahrhundert alte Krimi-Hörspiel-Klassiker von Stefan Wolf, dessen Franchise-Derivate millionenfach in deutschen Kinderzimmern Einzug gehalten haben.

    Wie bei „Bibi“ hatte man es also hier mit einer Hörspiel-Vorlage zu tun und wie bei allen bisherigen Reich-Produktionen war die Marke bereits bestens eingeführt. Das Ganze musste nur noch kinogerecht, zeitgemäß und publikumswirksam umgesetzt werden. Das ist nun geschehen, durch den „Das fliegende Klassenzimmer“-erprobten Tomy Wigand, der sich nach seinem Ausflug in die Independent-Szene („Polly Blue Eyes“) wohl wieder frisch genug fand für eine weitere Auftragsarbeit. In „TKKG“ geht es nicht nur um die im Untertitel beschriebene Mind-Machine, sondern vor allem um Tim, Karl, Klößchen und Gaby, das titelgebende Kinder-Privatdetektiv-Quartett. In der Folge werden die Vier in ihrem sozialen Umfeld gezeigt, beim Umgang mit engagierten Lehrern (einmal mehr der „Klassenzimmer“-bewährte Ulrich Noethen), mit unorthodoxen Polizisten („Herr Grundeis“ Jürgen Vogel hat nach Rollen als Krebskranker und Vergewaltiger sichtlich Spaß an einer „normalen“ Rolle), liebenswerten Chauffeuren (Heinrich Schafmeister bekommt hier die meisten Lacher) oder aufregend schönen Kriminellen (Jeanette Hain betört als erste Femme Fatale des neuen deutschen Kinderfilms). Und dazwischen geht es richtig zur Sache, mit aufregenden Entführungen, nächtlicher Spurensuche und der Entdeckung eines gespenstischen Keller-Verlieses, dessen Labor verblüffende Ähnlichkeit mit jenem aus dem Tom-Cruise-Spektakel „Minority Report“ besitzt. Damit sind wir auch schon bei den Innovationen. Denn für eine Reich-Produktion wurde diesmal vergleichsweise viel modernisiert, amerikanisiert und vor allem auf die Suspense-Tube gedrückt. Was bedeutet, dass man sich von den Vorschulkindern verabschiedet und nun die einen Tick älteren Knaben und Mädchen, die nicht mit Puppen spielen wollen, im Visier hat. Eine kühl durchkalkulierte Rechnung, die fraglos einmal mehr aufgehen wird. lasso.

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