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„The Old Guard 2“: Trilogie geplant – wie geht es auf Netflix weiter?

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

© Aimee Spinks/NETFLIX

Der neue Netflix-Film „The Old Guard“ deutet die Fortsetzung und die Richtung, in die es weitergehen könnte, schon an und die Verantwortlichen machen sicher weiter, wenn der Erfolg stimmt.

Erst seit dem 10. Juli 2020 bei Netflix online, hat sich der Action-Fantasy-Streifen mit Charlize Theron sogleich in vielen Ländern auf den ersten Platz der hauseigenen Charts katapultiert. Sollte das Publikum weiterhin so eifrig streamen, dürfte „The Old Guard“ Teil 2 gesichert sein.

Comicfilme, die noch kommen im Video:

Zukunftspläne der Verantwortlichen: Gesamtwerk aus drei Filmen

Die Umsetzung des Drehbuchs oblag Gina Prince-Bythewood („Love & Basketball“). Sie und Rucka haben schon vor der Veröffentlichung des ersten Old-Guard-Films Pläne für die Umsetzung der gesamten Trilogie gehabt, wie die letzte Szene beweist und bei indiewire zu lesen ist. Prince-Bythewood findet die Richtung, die die Comics nehmen „phänomenal“ und möchte mit den Filmen denselben Weg gehen. Die Vorlage ist als Trilogie konzipiert und so sollen es auch drei Filme werden. Sofern das Publikum anhand von Streaming-Zugriffen sein Interesse dokumentiert, sind sie also dem Projekt verpflichtet. Und wer weiß? Die Protagonist*innen sind schließlich unsterblich  und könnten so lange existieren wie Netflix selbst und sogar noch darüberhinaus.

Wann könnte der Film auf Netflix starten?

Netflix muss jetzt nur noch den zweiten Teil „The Old Guard“ offiziell bestätigen. Das ist noch nicht geschehen, könnte in diesem Fall aber schneller passieren, als nach den üblichen vier bis sechs Wochen. Dann dürften alle Beteiligten ein Interesse daran haben, die Sache zügig auf den Weg zu bringen. Dennoch müssen natürlich auch Termine mit Charlize Theron (Andy), Kiki Lane (Nile) und den anderen vom Set gefunden werden. Die haben aber auch schon ihre starke Bereitschaft geäußert, dabei zu sein, wenn Netflix sie ruft.

Aufgrund der Corona-Lage, die in den USA alles andere als entspannt ist, könnten sich auch Drehbeginn und andere Notwendigkeiten verzögern und immer wieder unterbrochen werden. Die Regisseurin sprach von zwei Jahren Produktionszeit, also vielleicht, wenn alles gut geht, ist „The Old Guard“ 2 schon 2022 auf der Plattform zu finden?

Wie geht es weiter?  „The Old Guard 2“ jetzt schon lesen

– Achtung: Es folgen kleine Spoiler auf das Ende von „The Old Guard“ und die Fortsetzung des Comics –

In der letzten Szene sehen wir den verbannten Booker in seinem Hotelzimmer, in welchem es unerwarteten Besuch von der verschollenen Quynh (Van Veronica Ngo) gibt, die jahrhundertelang unter Wasser eingeschlossen in einer eisernen Jungfrau zugebracht hat. Sie trinkt ein Glas Wasser, sagt nur einen Satz und der klingt eher unheimlich als freundlich. Laut Rucko soll die letzte Szene weniger auf den Fortgang der Handlung oder Bookers Schicksal hinweisen, sondern vielmehr zeigen, dass es noch viel mehr in der Mythologie gibt und das auch den Heldinnen nicht alles zu ihrem Ursprung und ihrer Geschichte bekannt ist, wie eben der Verbleib und das vermeintliche Ende der ehemaligen Begleiterin von Andy.

Die Figur Quynh weist in dem langläufig originalgetreu nacherzähltem Film die meisten Änderungen auf. Eine davon ist ihr Name, denn in den Comics heißt sie Noriko. Der zweite Unterschied ist die Geschichte ihres vermeintlichen Todes, die in den Comics anders beschrieben ist. In der letzten Szene des Films wissen wir nicht, was sie umtreibt, aber in der Comicfortsetzung ist zu lernen, dass sie nach ihrer Unterwassererfahrung sehr mitgenommen ist und einen enormen Hass auf die Menschheit hegt, die so sadistisch mit ihr verfahren ist. Der erste Comicband des zweiten Teils der Trilogie geht aber zunächst ganz anders weiter und macht einen neuen Handlungsstrang um Andy und Nile auf, außerdem gerät Booker in Gefangenschaft. Wer mehr wissen will, sollte sich vielleicht mal einlesen?

„The Old Guard“ hat noch alle Chancen auf eine Fortsetzung. Einige andere haben bei Netflix keine Zukunft mehr, wie diese Bildergalerie zeigt:

Bilderstrecke starten(18 Bilder)
Abgesetzt auf Netflix (2020): Diese Serien gehen nicht weiter

„The Old Guard“ 2: Wechselwirkungen zwischen Comic und Film

Zwar könnte man sagen, „The Old Guard“ ist eine weitere Superheldencomicverfilmung, was sie nicht wirklich ist, aber es ist definitiv eine Comicverfilmung und insofern knüpft der Film mit seiner Mid-Credit-Scene, die schon Hinweise auf das Sequel enthält, an gute alte Traditionen an. Was den Film und auch seine Fortsetzung allerdings sehr besonders macht, ist der Entstehungsprozess. Denn der Autor des zugrundeliegenden adaptierten Comics, Greg Rucka, ist zugleich auch Autor des Film-Drehbuchs, sowie Autor der Comicfortsetzung(en) und des hoffentlich auch noch kommenden Filmsequels.

Spannendes Interview mit dem Autor über den Schaffensprozess

Wie er in einem Interview mit Polygon beschreibt, hat dies interessante Nebeneffekte, weil sich beide Produkte gegenseitig beeinflusst haben beziehungsweise beeinflussen. Die Unterschiede zwischen dem Comic und dem Film sind teilweise aus logistischen Kostenüberlegungen zustande gekommen, teilweise aus inhaltlichen Gründen. Die Dreharbeiten wiederum haben ihm neue Impulse und Ideen für die Arbeit an der Fortsetzung des Comics gegeben. Das klingt nach einem kreativen und dynamischen Prozess und macht das Sequel von „The Old Guard“ umso interessanter. Die Graphic Novel mit Zeichnungen von Leonardo Fernández ist auch auf deutsch erschienen, falls ihr vergleichen oder euch optimal auf das zwischenzeitlich, ebenfalls in fünf Bänden erschienene „The Old Guard: Force Multiplied“ spoilern wollt. Die Geschichte ist weitgehend getreu entlang der Comicerzählung verfilmt worden.

Endlich ein Happy-End mit der Filmwelt?

Greg Rucka hatte zwar schon öfter mit der Filmwelt zu tun, dies ist aber das erste Mal, dass ein Drehbuch von ihm tatsächlich den Weg auf die Leinwand beziehungsweise die kleinen Netflix-Screens gefunden hat. Vielleicht bleibt ihm dieses Projekt dafür lange erhalten?

Fragen und Anmerkungen zum Ende von „The Old Guard“: Achtung, noch mehr Spoiler

  • Andy hat ihre Unsterblichkeit verloren, einerseits ihr größter Wunsch, aber nun, wo es ein Fakt ist, merkt man ihre Angst und Schwierigkeit mit der neuen Situation umzugehen. Nile sieht sie klar als ihre Nachfolgerin in der Boss-Rolle. Aber wie wird sich die Beziehung zwischen ihr und dem restlichen Team entwickeln? Wie geht sie und die anderen mit ihrer Verletzlichkeit um? Im Comic startet die Fortsetzung mit Nile und Andy in einem Auto auf der Flucht, zur Ruhe setzen wird sie sich also noch lange nicht. Dennoch wird dies bestimmt auch ein Thema im nächsten Film sein.
  • 100 Jahre wird sie aber nicht mehr leben und deswegen hat Booker schon Recht mit der Vermutung, dass er und Andy sich nicht mehr wiedersehen werden, wenn die Gruppe an seiner Verbannung festhält. Der Kommentar von Andy klingt aber schon so, als wäre dies nicht die letzte Wahrheit und die Mid-Credit-Scene weist auch auf ein früheres Wiedersehen der Unsterblichen mit Booker hin. Schließlich wird Quynh ein starkes Interesse daran haben, Andy wiederzusehen.
  • Wie alt ist Andy? Eine Frage, die sich quer durch den Film zieht. In den Comics wird ihr genaues Alter mit über 6000 Jahren angegeben. Im Film bekommen wir einige Hinweise auf ihren Ursprung geliefert, die wir euch in diesem Artikel auseinandersetzen.

Kannst du dich auch in Marvel-Held*innen hineinversetzen? Welcher oder welche von ihnen wärst du?

Aus der kino.de-Redaktion

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