Snitch - Ein riskanter Deal

  1. Ø 4
   2013
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Filmhandlung und Hintergrund

Snitch - Ein riskanter Deal: Top-Thriller mit Dwayne Johnson, der sich undercover ins Drogen-Mileu einschleust um seinen Sohn vor einer ungerechten Haftstrafe zu bewahren.

Lagerist John erfährt, dass seinem Sohn Jason eine langjährige Haftstrafe droht, weil ihm von einem Freund Drogen untergeschoben wurden. Da Jason seinerseits niemand Unschuldigen kompromittieren will, macht die herablassende Staatsanwältin John keine Hoffnung. So beschließt er, sich auf eigenes Risiko durch einen ahnungslosen Kollegen bei Drogendealern einzuschleusen und als Kurier zu arbeiten, um somit der DEA jemanden für einen Strafnachlass ans Messer zu liefern. Doch die Anwältin zwingt ihn weiterzumachen, was sein Leben und das seiner Familie gefährdet.

Actionthriller, in dem sich Dwayne Johnson von einer ganz anderen Seite zeigt. Ein Mann legt sich mit einem mexikanischen Kartell an, um seinen Sohn vor einer langjährigen Haftstrafe zu bewahren.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kein Actionfilm, aber eine Mixtur aus Drama und Thriller, die auch ein paar Actionpassagen besitzt. The Rock darf sich mal in einer etwas anderen Rolle austoben.
  • Als besorgter Familienvater lässt sich „The Rock“ mit gefährlichen Dealern ein, um seinen Sohn zu retten.

    Entgegen seines Images des unverwüstlichen Actionhelden setzt Dwayne Johnson auf ein auf Tatsachen beruhendes Thrillerdrama, in dem er die US-Mittelklasse mit ihren Werten verkörpert und – weitgehend realitätsnah – als Vater Courage ganz ohne Superkräfte Leben und Moral riskiert, um seinen Sohn vor einer drakonischen Gefängnisstrafe zu bewahren. In dem auf fast schon dokumentarische Spannung ausgelegten 15-Millionen-Werk des Ex- Stuntchoreographen Ric Roman Waugh, der das Drehbuch mit Justin Haythe („Zeit des Aufruhrs“) schrieb, spielt Action nur eine untergeordnete Rolle. Schauspielerisch hingegen kann sich Johnson mühelos neben Oscarpreisträgerin Susan Sarandon profilieren.

    Mit offener Kritik am US-Justizsystem geht es los: Johnsons unbescholtener Filmsohn Rafi Gavron („Tintenherz„) tappt in eine dreiste Falle der Polizei, die ihn nun wegen Drogenhandels für mindestens zehn Jahre einsperren will. Außer, er liefert, wie sein Freund ihn, jemand anderen ans Messer, was er standhaft verweigert. Seine beklemmende Situation – kühle Behörden, Angriffe im Gefängnis – schildert Waugh eindringlich aus Sicht der getrennt lebenden Eltern, die bestürzt den Schock verdauen müssen. Johnson, Lagerist einer Konstruktionsfirma, bleibt als einzige Chance, einen unmoralischen Deal, eben jenen „Snitch“, mit einer herablassenden Staatsanwältin (Sarandon als eiskaltes Miststück) einzugehen: sich auf eigenes Risiko bei Drogendealern einzuschleichen und ihr einen Kartellboss (unauffällig bedrohlich: Benjamin Bratt) gegen Haftkürzung zu liefern.

    Wie der vor Sorge vergehende Familienvater Spielball eiskalter Machtinteressen des Staates wird, sich für seinen Sohn, den er für seine Integrität bewundert, aufopfert, ähnelt den undankbaren Schicksalen der Undercover-Figuren aus „Broken City“ oder „Departed“ und bewegt sich mit seinen ungeschminkten Milieuansichten ganz nah an Serien wie „The Wire“ und „Breaking Bad„, wo Misstrauen die Überlebenswährung ist. In einer nichts verzeihenden Wirklichkeit will ein rechtschaffener Mann vergangene Fehler gutmachen und trifft Gewissensentscheidungen, die seine Familie gefährden – und die eines ahnungslosen Kollegen und Ex-Häftlings (Jon Bernthal aus „The Walking Dead“ bringt seine inneren Konflikte ebenso hervorragend an). Zu zweit im Truck schmuggeln sie Drogen für ein Kartell, von der DEA (kaum zu erkennen: Barry Pepper als Zottel-Agent) zum weitermachen gezwungen. Man nimmt Johnsons glaubhafter Figur ab, dass er nicht nur in permanenter Lebensgefahr schwebt – er gerät unvorbereitet in Schusswechsel und Verfolgungsjagden -, sondern auch knietief im moralischen Sumpf versinkt, beides nachdrücklich spürbar durch den düsteren elektronischen Score von „City of God„-Komponist Antonio Pinto. So dürften Fans dem ungewohnten Auftritt des lässigen Muskelbergs als einfachen Mann im Würgegriff von Kartellen und einem seine Bürger mitleidlos kompromittierenden Staat bereitwillig ins Actionfinale folgen, das mit einer gefühlvollen Familienvereinigung belohnt. tk.
  • Immer wieder haben sich in den USA die Schwergewichte der professionellen Wrestling-Ligen als Schauspieler versucht – zu wahren Leinwandgrößen wurden die Wenigsten. Richtig erfolgreich im Filmgeschäft ist jedoch Dwayne "The Rock" Johnson, der auch im erfolgreichen sechsten Teil des "Fast & Furious"-Franchise seine Muskeln spielen lässt. Sein Metier ist das Action-Genre, wo er in Streifen wie "The Scorpion King" oder "G.I. Joe: Die Abrechnung" mit wuchtigem Körpereinsatz glänzen kann. Und auch gelegentliche Ausflüge ins komödiantische Fach,wie etwa seine Rolle als übertrieben heldenhafter Agent 23 in "Get Smart" meistert er mit Bravour. "Snitch - Ein riskanter Deal" ist aber weder Actionfilm noch Komödie, sondern ein überraschend ernsthaftes Justizdrama mit politischer Botschaft. Ob das wohl gut geht?

    Nicht ganz. "Snitch - Ein riskanter Deal" thematisiert eine äußerst fragwürdige Praxis im amerikanischen Rechtssystem: die so genannten "Mandatory Drug Sentencing Laws". Sie legen fest, dass Drogendelikte ab einer gewissen Menge sichergestellten Rauschgifts mit empfindlichen Mindeststrafen geahndet werden müssen. Ganz egal, ob der Angeklagte vorbestraft ist oder ein Richter mildernde Umstände gelten lassen würde. Die einzige Möglichkeit, einem langjährigen Gefängnisaufenthalt zu entgehen, besteht darin, die Behörden maßgeblich bei der Ergreifung eines anderen Delinquenten zu unterstützen. Nur wer andere verpfeift, wird verschont.

    Die Kämpfe, die Dwayne Johnson in "Snitch - Ein riskanter Deal" zu bestreiten hat, sind dementsprechend auch nicht mit roher Kraft oder mit Humor zu gewinnen. Der Fels ist weit weniger hart, als man das aus seinen früheren Filmen gewohnt ist. Stattdessen versucht er sich als Charakterdarsteller, gibt den fürsorglichen Vater und nimmt auch mal die Opferrolle ein. Dabei wirkt er aber immer ein bisschen hölzern, immer ein wenig deplatziert – man merkt, dass er schauspielerisch an seine Grenzen stößt. Gerade neben Kollegen wie Susan Sarandon ("Thelma & Louise", "The Rocky Horror Picture Show") oder Jon Bernthal, der wie schon in der HBO-Hitserie "The Walking Dead" den moralisch fragwürdigen Typen ausgesprochen überzeugend darstellt.

    Die gut besetzten Nebenrollen sorgen schließlich auch dafür, dass der Film funktioniert. Abgesehen von der etwas absurden Prämisse, dass eine Staatsanwältin einen besorgten Vater als zivilen Undercover-Ermittler zulassen würde, erzählt "Snitch - Ein riskanter Deal" seine Geschichte durchaus plausibel und in einem guten, nicht zu schnellem Tempo. Und dem Hauptdarsteller muss man zumindest für seinen Mut Respekt zollen, sich auf ein neues Genre einzulassen. Nur einen typischen Actionfilm mit "The Rock" sollte man auf keinen Fall erwarten.

    Fazit: "Snitch - Ein riskanter Deal" ist mehr Justizdrama als Actionfilm, in dem Dwayne "The Rock" Johnson in der Hauptrolle als Polizeispitzel allerdings schauspielerisch an seine Grenzen stößt.
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