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Fakten und Hintergründe zum Film "Percy Jackson: Diebe im Olymp"

Fakten und Hintergründe zum Film "Percy Jackson: Diebe im Olymp"

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Autor Riordan hat viele Jahre lang in Kalifornien und Texas Griechische Mythologie in der Mittelstufe (6. bis 8. Klasse) unterrichtet. Die Idee zu seinem ersten Buch (es folgten vier weitere Romane, die ihm eine riesige Fangemeinde bescherten) kam ihm, als er seinem älteren Sohn Haley die Sagen der antiken Helden als Gutenachtgeschichten vorlas.

„Als ich alle Mythen durch hatte, war mein Sohn enttäuscht“, berichtet der Autor auf seiner Website. „Er fragte, ob ich mir nicht neue Geschichten mit denselben Helden ausdenken könnte. Da erinnerte ich mich an mein Schulprojekt im kreativen Schreiben mit meinen Sechstklässlern: Sie durften ihren eigenen Halbgott erfinden, einen Sohn oder eine Tochter eines beliebigen Gottes, aber sie mussten für diesen Helden dann eine Mission im griechischen Stil entwerfen.“

Riordan fährt fort: „Aus dem Stegreif erfand ich Percy Jackson und erzählte Haley von seinem Auftrag, im modernen Amerika nach Zeus’ Herrscherblitz zu suchen. Ich brauchte etwa drei Abende, um die ganze Geschichte zu erzählen, und als ich geendet hatte, forderte Haley mich auf, sie als Buch aufzuschreiben.“

Aus diesen drei Abenden ergab sich schließlich eine einjährige Odyssee für Riordan, bis er sein erstes Buch für junge Leser abgeschlossen hatte. (Er war bereits ein etablierter Autor und hatte schon etliche Romane veröffentlicht – der erste, Big Red Tequila, erschien 1997 und stellte den Privatdetektiv Tres Navarre in den Mittelpunkt). „Ich suchte einige meiner Schüler in der sechsten, siebten und achten Klasse aus und fragte sie, ob sie mit dem Roman eine ‚Testfahrt‘ machen würden“, berichtet er. „Ich war hypernervös! Ich bin es gewohnt, meine Texte von Erwachsenen lesen zu lassen, konnte mir aber überhaupt nicht vorstellen, wie Percy bei den Kids ankommen würde. Endlich verstand ich, wie sie sich fühlen müssen, wenn sie ihren Aufsatz bei mir abgeben und dann auf ihre Notewarten müssen! Glücklicherweise mochten die Kinder den Roman sehr. Sie gaben mir auch gute Tipps.“

Nach der Veröffentlichung 2005 dauerte es weitere fünf Jahre, bis Hollywood die erste der Percy-Jackson-Geschichten verfilmte. Während das Studio noch prüfte, wie man Riordans erstes Buch auf die Leinwand bringen konnte, setzte der Autor die Serie fort und schrieb zwischen 2006 und 2009 jedes Jahr einen weiteren Roman.

Produktion: Das Drehbuch

Chris Columbus begeisterte sich für PERCY JACKSON, denn „eine Geschichte wie diese hat sich bisher noch nie auf die griechische Mythologie bezogen. Rick hatte hier eine ganz einzigartige Idee, indem er die Welt der griechischen Antike mit dem modernen Amerika konfrontierte.“

Columbus ist selbst ein Fachmann für Fantasy-Stoffe. Er hat nicht nur die HARRY POTTER-Filmserie angeschoben, indem er die ersten beiden Filme inszenierte und den dritten der auch aktuell fortgesetzten Reihe produzierte, sondern er begeisterte das Publikum auch schon mit drei seiner frühen Originaldrehbücher: GREMLINS („Gremlins – Kleine Monster“), THE GOONIES („Die Goonies“) und YOUNG SHERLOCK HOLMES („Das Geheimnis des verborgenen Tempels) entstanden alle Mitte der 1980er-Jahre.

Columbus beschreibt seinen neuen Ausflug in dieses Genre als „ein heutiges Abenteuer vor dem Hintergrund der griechischen Mythologie‘, also kein astreiner Kostümfilm über griechische Mythen, in dem die Götter in wallenden Gewändern auf wabernden Wolken sitzen. Unsere Geschichte ist nahe an der Realität angesiedelt, entwickelt aber epische Proportionen, indem sie eine unheimliche, übernatürliche Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse zeigt.“

Der Regisseur wählte einen bewährten Mitarbeiter aus, der den Roman für den Film bearbeiten sollte: Craig Titley, mit dem Columbus und seine Partner in der Firma 1492 Pictures bereits an der Komödie CHEAPER BY THE DOZEN („Im Dutzend billiger“) gearbeitet hatten. Zufällig stellte sich heraus, dass sich Titley während des Studiums mit der griechischen Mythologie beschäftigt hatte.

„Chris wusste, dass ich über ein mythologisches Thema promovierte, als er mir das Buch schickte“, berichtet Titley. „Ich hatte meine Doktorarbeit gerade abgeschlossen und war begeistert, denn in meinem Kopf brummte es nur so vor griechischen Mythen, Monstern und Helden. Und tatsächlich wollte ich seit meiner Jugend immer schon einmal einen solchen Film sehen. Mythologie ist immer populär gewesen. „In der Popkultur kommt es derzeit gerade zu einer Art Renaissance der Mythologie und Mythologie-Filme. Offenbar regen sie unsere Fantasie an. Wahrscheinlich haben sie uns immer schon fasziniert.“

Bevor Titley das Drehbuch schrieb, stellten Columbus und Produzent Michael Barnathan ihre Ideen zu PERCY JACKSON dem Studio vor und lieferten dann erste Konzeptzeichnungen, um diese Ideen zu illustrieren. „Diese Zeichnungen gaben Chris’ Vision wieder, machten die Atmosphäre des Films deutlich“, sagt Barnathan.„Natürlich wollte Chris einige Ungeheuer und Fabelwesen in Anlehnung an antike griechische Abbildungen mythologischer Figuren entwerfen, aber er wollte sie in ein neues, originelles Umfeld stellen, wie wir es noch nicht gesehen haben. Also entwickelten wir unsere Konzepte zunächst auf dem Zeichenpapier. Im Studio war man echt begeistert – es wurde deutlich, dass es hier um mehr geht als um eine Geschichte für junge Erwachsene.“

Sobald die visuellen Grundmotive für das Projekt festgelegt waren, kümmerten sich die Filmemacher um das Drehbuch. „Der Roman ist wunderbar, aber man kann leider nicht die gesamte Handlung im Film unterbringen“, erklärt Produzent Barnathan. „Wir konzentrieren uns auf das Handlungsgerüst, auf die Figuren und auf die Welt, die Rick geschaffen hat, und stellen sie in einen filmischen Kontext.“

„Eine wichtige Änderung war, dass Percy jetzt deutlich älter ist“, berichtet Titley. „Im Buch ist er zwölf. Aber es bringt viel mehr Spaß, wenn wir ihn 17 sein lassen. In dem Alter können wir auch Percys und Annabeths Beziehung ins Spiel bringen.“

„Für mich ist das eine perfekte Geschichte, weil sie von der gewaltigen Welt der griechischen Mythologie handelt, die von Ungeheuern bevölkert wird – sie alle durften wir nun entwerfen und neu schaffen und sie auf unsere Welt loslassen“, sagt Columbus. „Und im Zentrum der Story steht ein Junge, der seine Mutter retten und erfahren will, wer sein Vater ist, von dem er nichts weiß. Das macht die Geschichte so emotional. Solche Storys interessieren mich als Regisseur.“

„In unserem Film spielt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern eine entscheidende Rolle“, fügt Barnathan hinzu. „Dieses Thema findet sich durchgängig in Chris’ Filmen: die Familie. Natürlich geht es um Zauberkräfte und griechische Mythologie und alles Mögliche andere, aber im Grunde geht es um die Familie. In HOME ALONE („Kevin – Allein zu Haus“) geht es um einen Jungen, der seine Eltern verloren hat. In MRS. DOUBTFIRE („Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen) versuchen die Kinder, die Beziehung ihrer Eltern zu retten. Diesmal will ein Junge seinen Vater finden, während er seine Mutter zu retten versucht. Er will seine Familie wieder zusammenbringen.“

„Den Anstoß zu Percys gefährlicher Mission gibt der Umstand, dass er seine Mutter retten muss“, erklärt Schauspieler Logan Lerman. „Für Percy ist das wichtiger als die Rettung der Welt. Unterwegs erfährt er, dass sie noch am Leben ist und von Hades gefangen gehalten wird. Der lässt sie nur frei, wenn Percy ihm den Herrscherblitz besorgt. Percy versucht also in die Unterwelt zu gelangen und Hades von seiner Unschuld zu überzeugen, um so seine Mutter zurückzubekommen. Aus diesem Grund reist er durch das Land, kämpft gegen die Ungeheuer Hydra und Medusa und erlebt viele andere wilde Abenteuer. Einfach nur, weil er seine Mutter wiederhaben will. Klar, er geht mit seinen beiden Freunden auf diese große Reise, um Zeus und Hades und alle übrigen Götter von seiner Unschuld zu überzeugen. Aber im Grunde geht es nur darum, dass er seine Mutter wiederhaben will.“

Produktion: Die griechischen Götter im Film

Von all den Unsterblichen aus der Sagenwelt des antiken Griechenland folgt eine alphabetische Auflistung jener Olympier, die in Columbus’ Film eine Rolle spielen:

Ares (Ray Winstone) – Gott des Krieges und Sohn des Zeus und der Hera (lateinischer Name: Mars)

Athene (Melina Kanakaredes) – Göttin der Weisheit und Tochter des Zeus und seiner ersten Frau Metis (lateinischer Name: Minerva)

Chiron (Pierce Brosnan) – der redlichste und mächtigste Zentaur, der als großer medizinkundiger Heiler, Astrologe und Orakel bekannt war. Er hatte seine Wohnsitz auf dem Berg Pelion (lateinischer Name: Chiron)

Medusa (Uma Thurman) – eine Gorgone und (wie ihre Schwestern Stheno und Euryale) Tochter des Phorkys und der Keto – diese beiden waren die Eltern zahlreicher Ungeheuer, die Phorkiden genannt werden

Hades (Steve Coogan) – Herr der Unterwelt, Sohn des Kronos und der Rheia und Bruder von Zeus und Poseidon (lateinischer Name: Pluto)

Persephone (Rosario Dawson) – Tochter der Demeter und ihres Bruders Zeus; Gattin des Hades und Königin der Unterwelt (lateinischer Name: Proserpina)

Poseidon (Kevin McKidd) – Gott des Meeres, Sohn des Kronos und der Rheia und Bruder von Zeus und Hades (lateinischer Name: Neptun)

Zeus (Sean Bean) – Olympier und Herrscher des Himmels, Sohn des Kronos und der Rheia und Bruder von Poseidon und Hades (lateinischer Name: Jupiter); ein leidenschaftlicher Gott, der oft der Macht von Eros (Liebe) nachgab. Er hatte zahlreiche Kinder mit Göttinen und Sterblichen, darunter auch mit seiner Schwester Hera, die ihm Ares und Hebe gebar.

Zeus liebte auch Themis, Eurynome, Demeter, Mnemosyne, Leto und Maia, mit denen er viele Götter zeugte. Seine sterblichen Geliebten waren Danaë, Leda, Semele, Thetis, Io und Europa. Die Kinder, die aus seiner Verbindung mit sterblichen Gattinnen entstanden, waren Herkules, Dardanus und Amphitryon. Er war auch Vater von Athene, die seinem Kopf entsprungen sein soll.

Die Halbgötter in PERCY JACKSON sind:

Annabeth (Alexandra Daddario) – Tochter der Athene

Luke (Jake Abel) – Sohn des Hermes

Percy (Logan Lerman) – Sohn des Poseidon

Zeus, Poseidon, Athene und Ares sind vier der zwölf Götter auf dem Olymp. Diese Olympier sind die Hauptgötter des griechischen Pantheon (Götterwelt). Sie übernahmen die Herrschaft nach dem Sieg über die Titanen (von denen der wichtigste Kronos war, der Vater von Zeus, Poseidon und Hades). Alle zwölf sind auf die eine oder andere Art verwandt und bekamen ihren Namen von ihrem Wohnsitz, dem Berg Olymp.

Die übrigen acht werden unten aufgelistet – im Film werden sie von Nebendarstellern gespielt. Sie tauchen in den entscheidenden Szenen am Ende des Films auf, als Percy sich Zeus stellen muss, während die Zeit abläuft, denn er muss den Herrscherblitz vor der Sommersonnenwende finden und zum Thronsaal auf dem Olymp zurückbringen, um den verheerenden Kampf der Götter zu verhindern.

Im Film sind folgende acht weitere Olympier zu sehen, wobei es auch mehrere Quellen gibt, die andere Götter als Olymp-Bewohner nennen, je nach Autor der Quelle. Hades gehörte zu den ursprünglichen Zwölf, wurde dann aber ausgestoßen und zum Herrn der Unterwelt und Herrscher über die Toten gemacht – darüber entschied das Los, nachdem er und seine Brüder Zeus und Poseidon ihren Vater Kronos gestürzt hatten.

Die Göttin Hestia (die nicht in der folgenden Liste auftaucht) wird häufig als Mitglied der originalen zwölf Olympier genannt. Sie ist Zeus’ Schwester und wird als jungfräuliche Göttin bezeichnet. Neben Hera und Demeter gilt sie als eine der drei großen Göttinnen des Olymp. Sie räumte ihren Platz zugunsten des Neulings Dionysos:

Aphrodite (Serinda Swan) – Göttin der Liebe (lateinischer Name: Venus)

Apollon (Dimitri Lekkos) – Sohn des Zeus und der Leto (lateinischer Name: Apollo)

Artemis (Ona Grauer) -- Apollons Schwester (lateinischer Name: Diana)

Demeter (Stefanie von Pfetten) – Göttin der Ernte und der Fruchtbarkeit. Sie ist Zeus’ Schwester und Mutter von Persephone (lateinischer Name: Ceres)

Dionysos (Luke Camilleri) – Gott des Weines, Sohn von Zeus und der sterblichen Semele (lateinischer Name: Bacchus)

Hephaistos (Conrad Coates) – Gott der Schmiede und Sohn von Hera (lateinischer Name: Vulcan)

Hera (Erica Cerra) -- Zeus’ Frau (und Schwester) und Tochter des Kronos und der Rheia (lateinischer Name: Juno)

Hermes (Dylan Neal) – der geflügelte Götterbote des Olymps und Sohn des Zeus und der Maia (lateinischer Name: Mercur)

Produktion: Die Besetzung

Lerman erhielt die Rolle des Titelhelden, nachdem Chris Columbus in in den Western 3:10 TO YUMA („Todeszug nach Yuma“) gesehen hatte. Aber schon vorher war die Besetzungsmaschinerie in Gang gesetzt worden. Columbus erinnert sich: „Mein Assistent, mit dem ich schon seit etlichen Jahren arbeite, sagte mir vor zwei Jahren, wenn ich je einen Jungdarsteller bräuchte, sollte ich mir vorher den Film 3:10 TO YUMA („Todeszug nach Yuma“) mit dem jungen Logan Lerman anschauen. Ich sah mir den Film an und war erstaunt über die Leistung des jungen Darstellers. Als es dann darum ging, PERCY JACKSON zu besetzen, fiel mir Logan ein. Als ich ihn traf, machte er sofort einen sympathischen Eindruck – ich traute ihm zu, dass er ein Filmstar wird. Dann machte er Testaufnahmen, und ich war regelrecht überwältigt. Er wirkt wie ein 40-Jähriger im Körper eines 17-Jährigen, hat verblüffende Instinkte. Ich bin ernsthaft davon überzeugt, dass er der nächste Leonardo DiCaprio werden könnte. Er wirkt so intensiv, so echt, wie man es selten bei Jugendlichen seines Alters erlebt. Wirklich fantastisch.“

Lerman freute sich nicht nur über die Chance, mit Columbus arbeiten zu können, sondern war auch von der gewaltigen Dimension des Films begeistert.„Das ist ein großer Film!“, stellt Lerman fest. „Ich habe noch nie an einem Projekt dieser Größenordnung gearbeitet. Ich habe zwar schon große Filme gemacht, aber dieser schießt den Vogel ab! Schon allein wegen dieses Aufwands geht man morgens gern zur Arbeit. Und wenn dann auch noch ein überragender Filmemacher wie Chris Columbus beteiligt ist … ich möchte meine Karriere niemandem lieber anvertrauen als ihm.“

„Als es losging, hatte ich keine Ahnung, worauf ich mich da einlasse“, sagt der junge Darsteller über seine Besetzung als Titelheld. „Ich dachte einfach: ‚Wie habe ich die bloß hinters Licht führen können, dass sie mir das zutrauen?‘ Ich muss wohl einer Menge Leuten etwas vorgemacht haben. Ich habe gar nicht kapiert, was Sache ist, bis ich in Vancouver diese riesigen Sets sah. Sie haben den Parthenon gebaut, das Metropoltan Museum of Art, den Olymp und das riesige Lotus Hotel und Casino.“

Auf Percy passt sein bester Freund auf: Grover, ein mythisches Wesen, das als Satyr bekannt ist – halb Mensch, halb Ziege. Er ist mit dem romischen Fabelwesen Faunus verwandt. Grover hat die Aufgabe übernommen, Percy auf ihrer transkontinentalen Odyssee zu beschützen, was für Grover in zweierlei Hinsicht schwierig ist: Als Beschützer ist er ein Neuling, und als typischer Satyr kann er Frauen nicht wiederstehen – was auch Jackson bei der Vorbereitung auf die Rolle nicht verborgen blieb.

„Das sind ganz wilde Viecher“, sagt Jackson. „Grover hat so seine Probleme mit Frauen. In der Mythologie hingen die Satyrn ständig mit den Nymphen herum. In unserer Geschichte ist Grover aber total in Persephone verknallt – und sie in ihn. Er ist es aber nicht gewohnt, dass eine Göttin ihn mag, weil er eben nur ein kleiner Satyr ist.“

Jackson ließ sich für die Rolle einen Spitzbart wachsen, der an den kleinen Haarbusch am Kinn der Ziegen erinnert. In etwas ernsterem Ton verrät er, dass seine Figur „erhebliche Probleme hat, sich zum Beispiel sehr unsicher fühlt. Als Percys Beschützer ist er völlig ungeeignet. Er ist ein Nachwuchs-Beschützer, kein erfahrener Beschützer. Er hat sich noch nicht einmal seine Hörner verdient.“ Dann scheint die komödiantische Seite des Darstellers wieder durch, wenn er hinzufügt: „Ist schon seltsam, denn je länger ich die Rolle spielte, desto mehr wurde ich Grover. Ich fühlte mich allmählich wirklich wie eine Ziege. Zu Hause habe ich Dosen gefressen.“

Columbus kannte und bewunderte Jackson seit seinem Auftritt in Ben Stillers Hitkomödie TROPIC THUNDER („Tropic Thunder“), aber von der weiblichen Hauptdarstellerin, die er dann mit aussuchte, hatte er bisher nichts gehört: Alexandra Daddario übernahm die wichtige Rolle der Halbgöttin Annabeth, Tochter der Athene. Aufmerksam wurde der Filmemacher auf sie durch Hinweise seiner langjährigen Casting Directors Jane Jenkins, CSA und Janet Hirshenson, CSA.

„Wir hatten bereits viele Frauen für die Annabeth-Rolle vorsprechen lassen“, berichtet der Regisseur. „Als ich dann ihre Video-Probeaufnahmen sah, die sie in New York gemacht hatte, war ich beeindruckt. Wir machten später Filmtests, und ich habe noch nie erlebt, dass jemandes Augen derart intensiv auf der Leinwand wirken – ich war hingerissen. Außerdem merkte ich sofort, wie gut sie mit Logan und Brandon harmoniert.“

Damit übernimmt Daddario ihre erste Kinohauptrolle, nachdem sie in New York schon als Teenager ihre Karriere in der Soap „All My Children“ begonnen hat. Über ihre Rolle sagte sie: „Die Geschichte geht davon aus, dass die griechischen Götter auf die Erde kommen und mit Sterblichen Kinder zeugen. Diese Kinder leben auf der Erde, weil sie als Halbgötter ihre göttlichen Elternteile nicht kennen lernen dürfen. Annabeth kennt Athene also nicht, auch wenn sie manchmal mit ihr spricht. Sie holt sich Rat bei ihr. Es besteht eine Art Verbindung zu ihrer Mutter, die aber auch von Ablehnung geprägt ist, weil ein normaler Kontakt nicht möglich ist und sie nicht direkt zusammenleben dürfen.“

Daddario beschreibt die Ähnlichkeiten zwischen sich und ihrer Rolle: „Mir gefällt besonders, dass sie so stark ist. Ich habe oft für Frauenrollen in meinem Alter vorgesprochen, die gar nicht voll ausgeformt sind, keine richtige Persönlichkeit haben. Sie sind als Nebenfiguren abgestempelt. Annabeth erlebe ich dagegen als sehr komplex, gut ausgearbeitet, sie ist eine starke Figur. Sie ist sehr lieb und gefühlsbetont und hält ein gutes Gleichgewicht zwischen beiden Eigenschaften. Ich fand es richtig spannend, sie zu spielen.“

Für Jake Abel gehörten die die Szenen im Halbgott-Camp zu den Höhepunkten der Dreharbeiten. „Das Halbgott-Camp ist gewissermaßen ein Pflegeheim für Halbgötter“, sagt Jake Abel,. „Dort werde ich als Luke zusammen mit Percy, Grover und Annabeth und allen übrigen Halbgöttern ausgebildet. Chiron bringt uns bei, unsere besten Fähigkeiten nur gegen das Böse einzusetzen. Die Halbgötter lernen, dass sie ihre Kräfte immer unter Kontrolle halten müssen, weil sie die Welt beherrschen könnten – was aber zur ihrer totalen Vernichtung führen würde. Deshalb lehrt uns Chiron, unsere Kräfte zu zügeln und sie nur für gute Zwecke zu nutzen.“

Abel und seine jungen Kollegen genossen die Kameradschaft während der Dreharbeiten und das monatelange Training, das die jungen Schauspieler in Halbgott-Kondition brachte. „Jeden Morgen trainierten wir Schauspieler mit den Stuntleuten“, erinnert sich Abel. „Es ging los mit Schwertkämpfen und Flugübungen. Dadurch sind wir sehr schnell zu einem Team zusammengewachsen.“

Percy und seine Freunde kommen in engen Kontakt mit guten und bösen Göttern. Als Columbus und Barnathan nach geeigneten Darstellern für die olympischen Rollen suchten, merkten sie, das die Percy Jackson-Bücher ihnen alle Türen öffneten. „Wir hatten mit der Besetzung sehr viel Glück“, sagt Barnathan. „Gute Stoffe ziehen gute Leute an. Von Anfang an sagten Leute oft einfach deswegen zu, weil jemand in der Familie das Buch mag. Das trifft besonders auf Pierce Brosnan zu, dessen Kinder das Buch lieben.“

Brosnan übernahm die Rolle des Zentauren Chiron direkt nach seinem Erfolg mit dem Film-Musical MAMMA MIA! („Mamma Mia!“). Er spielt den majestätischen, mächtigen Leiter des Ausbildungscamps für Halbgötter.„Ich spiele Prof. Brunner und ich spiele auch Chiron, denn sie sind dieselbe Person“, berichtet Brosnan. „Prof. Brunner spiele ich in unserer Gegenwart, in unserer Welt. Er ist an den Rollstuhl gefesselt und unterrichtet Griechische Mythologie. Wir wissen nicht, warum er im Rollstuhl sitzt, bis wir in die Welt der griechischen Mythologie gelangen. Als Percy seine Reise beginnt, werde ich zu Chiron, der halb Mensch, halb Pferd ist – ein Zentaur.“

„Chiron ist eng mit der Mythologie seiner Zeit verbunden – damals wie heute“, erzählt der Schauspieler über seine Filmrolle. „Ich versuche einen Krieg zu verhindern, der die Natur aus dem Gleichgewicht bringen würde. Wenn die Götter herabkommen und unter den Sterblichen Chaos anrichten, hat das schreckliche Folgen für die gesamte Welt.“

Damit der Schauspieler tatsächlich die Höhe des Pferdekopfes erreichte, legte Brosnan Maler-Stelzen an, die etwa 30 Zentimeter hoch waren. In der Requisitenabteilung entstand der Stab, den Chiron trägt, und mithilfe dieser Utensilien „kehrte ich zu meinen Anfängen beim Theater zurück. Ich leitete damals eine Schauspielertruppe namens Theater Spiel – wir gingen auf Stelzen, waren Clowns und Feuerschlucker. Das war Theater mit echter Zirkusatmosphäre. Außerdem habe ich vor Beginn der Dreharbeiten einige Pferdehöfe in Kanada besucht. Den Rest denkt man sich dann selbst aus.“

Während Brosnan intensiv mit den jungen Darstellern Logan Lerman, Brandon T. Jackson, Alexandra Daddario und Jake Abel arbeitete, hatte er keine gemeinsamen Szenen mit seinen erwachsenen Schauspielerkollegen, also auch nicht mit Steve Coogan und Rosario Dawson als zänkisches Unterweltpaar Hades und Persephone, das wahrlich keine gute Ehe führt. Als schillernder Schurke verfolgt Coogan „Percy Jackson wegen Zeus’ verschollenem Herrscherblitz. Ich spiele Hades wie eine Süchtiger nach dem Bösen. Er weiß genau, wie böse er ist. Er will es eigentlich nicht sein, kann aber nicht anders. Im Film bildet er die Achse des Bösen, hat aber durchaus auch komödiantische Züge. Das Problem bestand darin, die richtige Balance im komischen Element, das seine Erhabenheit als Gott nicht untergraben darf.“

Inspirieren ließ sich Coogan auch „von meinen Kostümen. Vom Konzept her sollte er wie ein Rock-Gott aussehen. Ich trage also Hosen aus Schlangenhaut, Stiefel aus Schlangenhaut, ein zerrissenes T-Shirt, lange Haare und Bart. Der ganze Look ist sehr affektiert und stilisiert. Das half mir sehr bei der Gestaltung der Figur. Er ist eitel, und wahrscheinlich darf man sich als Rockstar schlecht benehmen, ohne gleich dafür bestraft zu werden. Diese körperlichen Attribute haben mir geholfen, die Figur zu entwickeln.“

Weil Coogan als Hades einen Rock-Gott verkörpert, hatte er das große Glück, auf dem überwältigenden Villa-Set des Produktionsdesigners Howard Cummings zusammen mit einer Kinogöttin auftreten zu dürfen, die wirklich rockt: Rosario Dawson! Die Hades Frau Persephone spielt.

Dawson begeisterte sich vor allem für die dynamische Beziehung des Paares: „Sie und Hades führen eine von Sarkasmus geprägte Beziehung. Jedes Jahr muss sie mehrere Monate in der Unterwelt verbringen. Dafür hasst sie Hades mit Inbrunst. Ich sehe in diesen beiden Figuren ein Paar, das sich in seinem beiderseitigen Hass sehr gut eingerichtet hat.“

„Hades und Persephone leben in der Unterwelt unter Los Angeles, was wunderbar passt, weil sie beide völlig narzisstisch sind“, fährt Dawson augenzwinkernd fort. „Sie sind sehr von sich überzeugt. Die Modernisierung dieser Figuren funktioniert ganz hervorragend. Ich finde die Idee sehr interessant, die Hölle ausgerechnet unter Los Angeles anzulegen. Es ist wirklich anrührend mitzuerleben, wie diese beiden Götter sich inbrünstig hassen und diese schlechte Ehe als echte Hölle erleben – so wie eine katastrophale Hollywood-Ehe. Vielleicht ist das ja tatsächlich die Hölle.“

Als Persephones Vater Zeus besetzten die Filmemacher den charismatischen, imposanten britischen Schauspieler Sean Bean. Die Rolle des Herrschers über den Olymp und die ganze Welt ist eine weitere epische Dimension in Beans vielseitiger Filmografie, in der sich bereits ähnlich hochkarätige Rollen finden: Odysseus, Stratege der griechischen Armee, die Troja besiegt, in Wolfgang Petersens groß angelegtem Mythologie-Abenteuer TROY („Troja“) und der stolze Krieger Boromir in Peter Jacksons epochaler Trilogie THE LORD OF THE RINGS („Der Herr der Ringe“). „Ich habe mich schon immer für die griechische Mythologie, die Sagen und Legenden interessiert“, begründet Bean seine Wahl der Rolle. „Mir gefällt Zeus in seiner Eifersucht und all den Streitereien. Man bekommt nicht gerade oft die Chance, den König der Götter zu spielen, Zeus ist ein charismatischer, aber auch verschlagener Gott. Er ist ein Frauenheld und vergnügt sich gern beim Spiel. Aber er ist auch sehr mächtig, würdig, ein wahrer Herrscher..“

Kevin McKidd, der Zeus’ Bruder und Erzrivalen Poseidon spielt, freute sich auf das Projekt, weil „ich zwei Kinder habe,sieben und neun Jahre alt, ein Mädchen und einen Jungen. Bisher habe ich noch nie Rollen gespielt, die sie sich anschauen dürfen, weil die Filme nur für Erwachsene sind. Und komischerweise hat mein Sohn inzwischen die ersten drei Percy Jackson-Bücher gelesen, was für einen Neunjährigen wirklich eine gute Leistung ist. Und er ist ganz besessen davon. Er ist bereits Fachmann für Percy Jackson. Was für die Qualität der Geschichte spricht – sie beeindruckt die Leser wirklich tief.“

Unter den Fabelwesen und Ungeheuern, die Columbus im Film vorstellt, spielt die tödliche Gorgone Medusa eine Hauptrolle, dargestellt von Uma Thurman.„Ich fand, dass sie eine faszinierende Medusa abgeben würde“, erinnert sich Columbus begeistert.„Uma ist eine der schönsten Frauen der Welt, kann aber gleichzeitig auch absolut bedrohlich wirken. Genau diese Kombination schwebte mir für die Medusa vor, die uns dazu verführen kann, ihr in die Augen zu schauen, weil sie hypnotische Kräfte besitzt.

„Medusa ist eine moderne ebenso wie eine klassische Figur“, sagt Thurman über ihre Rolle. „Sie hat sehr moderne Ansichten und Vorlieben, aber ihr Kopf sieht aus wie auf den traditionellen Abbildungen der Medusa: Ihr Haar besteht aus sich ringelnden Schlangen, die jeden, der sie erblickt, zu Stein erstarren lässt.“

Thurman beschreibt Medusa als komplexe Figur – ihre Fähigkeiten verleihen ihr nicht nur Macht, sie sind auch ein Fluch. „Mir gefiel, dass sie unter ihrer Einsamkeit leidet – das ist ihre Strafe“, erklärt Thurman. „Denn was hat man schon vom ewigen Leben, wenn alle, denen man begegnet, bei diesem Anblick sofort zu Stein erstarren. Medusa ist eine Art einsame Irre, die im Museum ihres Lebens herumwandert.“

Produzent Barnathan erinnert sich an den hypnotischen Effekt, den Thurman auf ihn ausübte, als sie sich über ihre Rolle ausließ: „Als Uma zu uns hereinkam, sprühte sie nur so vor Ideen für ihre Rolle. Sie hatte sich schon ganz genau ausgemalt, wie sie mit den Schlangen interagieren würde. Wir staunten nicht schlecht, hörten ihr zu, wie sie die Medusa sah und wie sie sie spielen wollte.“

Thurmans Schlangefrisur entstand zwar im Computer, aber dennoch engagierte Columbus einen Tiertrainer, der Thurman zu den Proben lebendige Schlangen mitbrachte. „Ich habe schon immer Spaß an Schlangen gehabt“, erinnert sich Thurman. „Ich spiele Medusa so, als ob sie ständig allein ist – sie hat eben nur ihre Schlangen, mit denen sie reden kann. Die echten Schlangen ermöglichten mir auszuprobieren, wie Medusa sich bewegt. So konnte ich mich den verrückten, monströsen Aspekten dieser Figur nähern.“

Thurmans sind jedoch nur eine der vielen Computereffekte die der Oscar®-preisgekrönte Effekt-Experte Kevin Mack (WHAT DREAMS MAY COME / „Hinter dem Horizont“) in den Film einfügte: Hinzu kommen Brosnan als imposanter Zentaur und Schauspieler Brandon T. Jackson als Satyr – halb Mensch, halb Ziege.

Produktion: Die Dreharbeiten

Um die Welt von PERCY JACKSON physisch zum Leben zu erwecken, engagierte Columbus den erfahrenen Produktionsdesigner Howard Cummings. Zu den zahlreichen Sets, die er für Columbus’ Fantasy-Epos entwarf (er bestätigt, dass sich zu einem bestimmten Zeitpunkt acht Sets gleichzeitig im Bau befanden) gehört der Nachbau des Parthenon, wie er aus dem Parthenon Park in Nashville bekannt ist: ein gewaltiges Studioset in den Mammoth Studios, wo Columbus die Dreharbeiten begann. Etliche Sets entstanden auch in den North Shore Studios auf dem ehemaligen Lions-Gate-Gelände in North Vancouver.

„Der Parthenon ist tatsächlich ein kompletter Nachbau des Vorbilds in Nashville“, sagt Cummings über das majestätische Set. „Der Parthenon machte schon deshalb Spaß, weil er so ungeheure Dimensionen hat. Wir mussten erst überlegen, wie wir das praktisch am besten bewerkstelligten. Schließlich haben wir sehr viel mit Hartschaum und anderen Materialien gestaltet, um die Teile des Sets leicht verschieben zu können.“

Ein entscheidender Blickfang dieses Sets ist die zehn Meter hohe Statue der Göttin Athene, die Cummings’ Stukkateure aus Styropor modellierten. Sie bestand aus vier Einzelteilen, die dann vor der gigantischen Säulenkulisse des Parthenon nahtlos zusammengefügt wurden. Obwohl als Baustoff federleichtes Styropor verwendet wurde, wog die fertige Skulptur am Ende dennoch eine halbe Tonne.

Ein weiteres wichtiges Set des Films ist das geheime, unzugängliche Halbgott-Camp, das nur Unsterbliche besuchen dürfen: Hier absolvieren die Halbgötter ihre Kampfausbildung, bevor sie zu ihren göttlichen Missionen aufbrechen.

Das halbe Dutzend griechisch angehauchter Camp-Zelte mit Schwertern, Schilden und Rüstungen wurde auf dem beliebten Campingplatz Golden Ears Provincial Park am atemberaubend schönen Ufer des Lake Alouette errichtet, wo die Bewohner des Viertels North Beach östlich von Vancouver sonst nur Camping-Fahrzeuge und Klappstühle zu sehen bekommen. Und direkt am Seeufer baute Cummings’ Team das beeindruckendste Gebäude des gesamten Halbgötter-Camps: Poseidons Bootshaus, wo Chiron Percy verrät, dass sein Vater der Meeresgott und einer der drei bedeutendsten olympischen Götter ist.

Für den Höhepunkt des Films bauten Cummings und sein Team auch zwei Versionen des Olymps, wo es wegen des verschwundenen Herrscherblitzs zum Showdown zwischen Percy und den Göttern kommt. Die eine Version zeigt den Olymp aus Percys Sicht: Als normal großer Mensch steht er vor den gewaltigen, zehn Meter hohen Flügeltüren, die sich zum Thronsaal der Olympier öffnen. Und die umgekehrte Blickrichtung zeigt dasselbe Set als gigantisches Allerheiligstes der zehn Meter großen Götter – hier regieren die zwölf Gottheiten.

„Beim Olymp kommt alles auf den Maßstab an“, sagt Cummings. „Laut Geschichte sind die Götter zehn Meter groß, also Riesen im Vergleich zu unserem Helden Percy. Ganz bewusst habe ich das Götterset im Maßstab verkleinert, um die Götter größer wirken zu lassen. Mit ein paar Tricks sieht es jetzt so aus, als ob es zwei Stockwerke hoch ist, was aber nur so aussieht. Das Gegenteil gilt für Percys Ankunft. Beim Olymp kommt es auf die Oberflächen an, die abgenutzt aussehen sollen – als ob der Berg schon ewig existiert.“

Das gewaltige Lotus Hotel und Casino wurde in Halle 2 der Mammoth Studios im Vancouver-Vorort Burnaby errichtet. „Das Lotus Hotel und Casino, das sich ebenfalls an der griechischen Mythologie orientiert, wirkt auf den ersten Blick wie ein normales Casino“, sagt Regisseur Columbus „Es wirkt wie ein gigantischer, endloser Vergnügungspark … der ultimative Traum für Kids. Unsere drei Helden bekommen essbare Blumen serviert, die sie alles vergessen lassen – sie wollen diesen Ort nie mehr verlassen. Wer im Lotus Hotel und Casino bleibt, wird nie älter – man kann ewig dort bleiben. Die Kids merken, dass sie im Lotus Hotel und Casino gefangen sind, und fünf Tage vergehen wie eine Minute. Sie müssen also irgendwie entkommen, um den Herrscherblitz wiederzufinden.“

Während Cummings versuchte, seinen Olmyp-Entwürfen eine historische Dimension zu geben, konnte er bei der Gestaltung der gothischen, von Silber- und Schwarztönen beherrschten Horrorvilla seiner Fantasie freien Lauf lassen: Von hier aus regiert Hades über die Unterwelt. Das spektakuläre Set zeigt eine gewaltigen Kamin und einen modernen Konzertflügeln im Wert von einer halben Million Dollar. Mit diesem wird Hades Auftreten als ausgebrannter Rock’n’Roller unterstrichen, wie ihn sich Columbus und Darsteller Steve Coogan vorstellen.

Ein weiteres bedeutendes Set ist Medusas Wohnsitz, das Gewächshaus/Gartencenter „Auntie Em’s“, wie es im Film heißt. Hier versucht die tödliche Gorgone Percys Suche nach dem verschwundenen Herrscherblitz zu stoppen, indem sie ihn mit ihrem todbringenden Blick in Stein verwandelt.

Das Set wurde in einem geschlossenen Gewächshaus in einem Vorort von Vancouver eingerichtet, wo den Filmemachern ein besonderer Zaubercoup gelang: Sie besorgten sich Hunderte von vertrockneten Pflanzen und Büschen, die sie meist umsonst von örtlichen Gärtnern bekamen, nachdem es im späten Frühling noch einmal einen plötzlichen Frost gegeben hatte und die Pflanzen wertlos wurden. Sie passten wunderbar in die Welt der Gorgone, die der Legende nach mit ihrem Blick Menschen in Stein verwandeln kann.

Produktion: Visuelle Effekte

Vor dieser realen Kulisse zauberte auch Kevin Mack, indem er mit Computereffekten Uma Thurmans Darstellung der dämonischen Gorgone ergänzte: Ihr Haar besteht aus einem Nest sich windender Schlangen. Während ihrer vier Drehtage trug Thurman eine Bluescreen-Kappe auf dem Kopf, während sie die tödliche Medusa spielte – auf dieser Basis fügten Macks Kinozauberer dann die sich ringelnden Reptilien per Computer ein.„Beim Dreh konnten wir sehen, wie Uma sich an den Kopf fasste und ihre Schlangen streichelte“, erinnert sich Mack. „Sie reagierte dabei auf die Aktionen der Schlangen, die ihrerseits mit Umas Spiel interagieren. Das war wirklich fantastisch, weil sie sich das so intensiv vorstellen konnte – das kommt dem im Computer erstellten Teil dieser Figur sehr zugute.“

Mack schuf auch den 3,30 Meter großen Minotaurus, der Percy und seine Mutter auf dem Weg ins sichere Halbgott-Camp angreift. „Dabei handelt es sich nicht um den traditionellen Mann mit dem Stierfkopf, sondern er ist tatsächlich halb Mensch, halb Stier, mit einem Stierkörper, der auf allen Vieren laufen kann“, sagt Mack. Hinzu kommen die Höllenhunde, grausige Monster, die wie entstellte prähistorische Hunde aussehen und den Eingang zu Hades’ Villa bewachen („ein weiterer toller Entwurf von Chris und Aaron Sims, ein seltsames Höllenwesen, das keinem uns bekannten Tier gleicht“); und die legendäre, vielköpfige Hydra, die das Trio im Parthenon-Museum überfällt.

Trotz all der beeindruckenden visuellen Effekte verlor Chris Columbus nie seine Geschichte aus den Augen. „Chris ist vor allem ein Geschichtenerzähler“, sagt Mack. „Es ist immer toll, wenn ein eingefleischter Geschichtenerzähler die Regie übernimmt, weil das bei der Arbeit immer im Vordergrund bleibt. Denn unsere Arbeit ist dazu da, die Story zu unterstützen.“Dazu Columbus: „Wahrscheinlich ist es unsere schwierigste Aufgabe, die Computerbilder nicht zu übertreiben, sondern sie möglichst spannend einzusetzen. Das Tolle an den heutigen digitalen Effekten ist, dass sie sehr realistisch wirken. Unsere Herausforderung besteht darin, dem Publikum etwas zu zeigen, was es noch nie gesehen hat.“

Der erfahrene Filmemacher hat gerade seine 15. Regiearbeit in einer außergewöhnlichen, schon über 25 Jahre währenden Karriere abgeschlossen. Er bestätigt nochmals, dass die Zuschauer etwas wie PERCY JACKSON noch nie gesehen haben: „Darin bin ich ganz Kind geblieben: Ich mag Filme, die mir etwas ganz Neues zeigen. Und die Welt der griechischen Mythologie habe ich so noch nie gesehen. Ich mag diese Welt sehr, sie ist richtig spannend. Und von diesem Film bin ich echt begeistert!“