Ostwind - Aufbruch nach Ora (2017)

Ostwind - Aufbruch nach Ora: Fortsetzung des erfolgreichen Pferdefilms rund um ein eigenwilliges Mädchen und ihr scheues Pferd.
Kinostart: 27.07.2017
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Filmhandlung und Hintergrund

Ostwind - Aufbruch nach Ora: Fortsetzung des erfolgreichen Pferdefilms rund um ein eigenwilliges Mädchen und ihr scheues Pferd.

Ostwind” basiert auf einer gleichnamigen Buchreihe von Carola Wimmer und gehörte 2013 prompt zu den erfolgreichsten deutschen Filmen des Jahres. Seitdem erfreut sich die Geschichte besonders bei pferdeverrückten Mädchen großer Beliebtheit. Und das obwohl, oder gerade weil die berührende Geschichte aus Deutschland kommt. Kein Wunder also, das der Kinohit rund um die rebellische Mika (Hanna Binke) und ihr scheues Pferd Ostwind stetig fortgesetzt wird. Der 2. Teil kam 2015 in die Kinos. Diesmal kehrt Mika freudig zum Reiterhof ihrer Großmutter Maria Kaltenbach (Cornelia Froboess) zurück, wo sie ihre geliebtes Pferd Ostwind wiedersehen kann. Doch aus der entspannten Zeit wird nichts. Der Reiterhof steht kurz vor der Pleite und zu allem Übel kommt auf Ostwinds Bauch eine bedrohliche Wunde zum Vorschein.

Ostwind 3 – Aktueller Trailer

 

Ostwind 3 – Aufbruch nach Ora: Handlung und Besetzung

In Teil 3 haben Ostwind und Mika auf dem Pferdehof ihrer Oma eine richtige Heimat gefunden. Inzwischen ist Mika dort als richtige “Pferdeflüsterin” bekannt. Doch durch den Trubel rund um das neu eröffnete Therapiezentrum kommt Mikas Leidenschaft fürs Reiten viel zu kurz. Nach einem Streit mit ihrer Oma büchst Mika kurzerhand nach Andalusien aus, wo sie Ostwinds Herkunft vermutet. Dort wird sie von dem Hacienda-Besitzer Pedro (Thomas Sarbacher) für eine Stallgehilfen gehalten und von seiner hochnäsigen Tochter Samantha (Lea van Acken) zur Arbeit geschickt. Trotz der harten Mühe, kann Mika endlich wieder ihre Ausritte mit Ostwind in vollen Zügen genießen. Dabei trifft sie auf eine Herde Wildpferde, die Ostwinds Familie sein könnten. Als sie erfährt, dass das idyllische Leben der Hengste und Stuten gefährdet ist, nimmt sie mit Ostwind an einem Rennen teil, das die Tiere retten könnte.

Nachdem der zweite Teil ein voller Erfolg wurde, bastelten die Macher fleißig an einer Fortsetzung. “Ostwind 3″ wird wie die Vorgänger von dem Erfolgsteam aus Regisseurin Katja von Garnier und Drehbuchautorin Lea Schmidbauer realisiert. Neben Hanna Binke ist erneut Cornelia Froboess, Jannis Niewöhner und Amber Bongard zu sehen. Neu hinzu stoßen Thomas Sarbacher (“Tatort”) und Lea van Acken (“Bibi & Tina: Tohuwabohu Total“, “Das Tagebuch der Anne Frank“) sowie Nicolette Krebitz, die mit Regisseurin Katja von Garnier bereits am Set von “Bandits” zusammengearbeitet hat.

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Kritiken und Bewertungen

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    Auf dem Pferdehof Kaltenbach fühlt sich Mika, die dort als "Pferdeflüsterin" arbeitet, schon seit längerem wie eingesperrt. Genau wie ihr geliebtes Pferd Ostwind spürt sie immer stärker die Sehnsucht nach Freiheit in sich. Kurzerhand entschließt sie sich, gemeinsam mit Ostwind nach Andalusien zu reisen, wo sie nach seinen Wurzeln suchen möchte. Dabei ahnt sie noch nicht, dass in der Fremde ein großes neues Abenteuer auf sie beide wartet. Wie Teil 1 und 2 überzeugt auch der dritte Teil der OSTWIND-Trilogie mit seinen malerisch schönen und stimmungsvollen Pferdeaufnahmen, die vor allem beim großen Pferderennen rund um Ora unglaublich mitreißende Bilder schaffen. Die sonnendurchflutete Landschaft Andalusiens trägt großen Anteil an der sommerlichen Stimmung, die sich durch den Film zieht, ebenso wie die spanischen Kostüme und die vielen unterschiedlichen Figuren. Manche davon sind altbekannt und vertraut und sorgen für jede Menge Spaß wie Mikas beste Freunde Fanny und Sam. Doch es kommen auch neue Charaktere hinzu wie etwa die geheimnisvolle Tara, gespielt von Nicolette Krebitz, die mit ihren Pferden zurückgezogen lebt und den Kontakt zu ihrem Bruder Pedro und ihrer Nichte Samantha, mit der sich Mika schnell anfreundet, meidet. Im Zentrum der Geschichte stehen natürlich weiterhin Mika, überzeugend gespielt von Hanna Binke, und Ostwind. Katja von Garnier inszeniert die Beziehung der beiden so zärtlich und liebevoll, dass man als Zuschauer ganz von selbst mitgerissen wird von dieser großen Vertrautheit zwischen Pferd und Mensch. Durch die Figur der Tara erhält der Film ein zusätzliches mystisches Element, welches sich aber ganz harmonisch in Mikas Geschichte einfügt und auch zu ihrem starken, unabhängigen und auch eigenwilligem Charakter passt. OSTWIND - AUFBRUCH NACH ORA wird als perfekter Abschluss nicht nur Fans der bisherigen Reihe glücklich aus dem Kino entlassen, sondern mit seiner spannenden und berührenden Geschichte auch viele neue Pferde-Fans dazugewinnen.

    Jurybegründung:

    Märchenhaft wird hier von der Pferdeflüsterin Mika erzählt, die, schon wie in den beiden ersten Ostwind-Filmen von Katja von Garnier, Abenteuer mit ihrem Pferd Ostwind erlebt. Mika ist mit ihrer Arbeit in einem Pferdetherapiezentrum nicht zufrieden und auch ihr Pferd ist auf der deutschen Weide nicht glücklich. Deshalb machen sich Mädchen und Pferd auf die Suche nach den Wurzeln von Ostwind auf. Ostwinds Brandzeichen verrät seine Herkunft aus Andalusien und führt sie so nach Spanien, wo Mika bald auch die Familie von Wildpferden findet, aus der Ostwind stammt. Die Herde lebt in einer kargen Steppe und wird von einer mysteriösen Frau beschützt, die wie eine Schamanin wirkt und die in Mika eine Seelenverwandte entdeckt. Doch die Idylle der Wildnis wird durch einen internationalen Konzern bedroht, der das Wasser der Region privatisieren und den Pferden ihren Lebensraum nehmen will. Zusammen mit ihrer alten Clique aus Deutschland und neuen spanischen Freunden durchkreuzt Mika diese Pläne, indem sie den alten andalusischen Brauch eines Pferderennens wieder aufleben lässt. Und letztlich wird sie vor eine schwere Entscheidung gestellt, die auch Ostwinds Zukunft betrifft. Erzählt wird die Geschichte sehr ruhig und mit einem genauen Blick dafür, was das Zielpublikum von solch einem Film erwartet. Von Garnier bietet wunderbare Kinobilder von wilden Pferden und einem Spanien, das kaum etwas mit der Realität zu tun hat. Cornelia Froboess und Tilo Prückner haben kleine, liebevoll gestaltete Gastauftritte und Nicolette Krebitz sowie Thomas Sarbacher spielen erstaunlich glaubwürdig ein spanisches, zerstrittenes Geschwisterpaar. Dies ist eine Fortsetzung, in der nicht wie so oft bemüht versucht wird, die beiden ersten Teile zu übertreffen. Stattdessen weiß Katja von Garnier genau um die Stärken der Filmreihe und deshalb kann sie sie gelassen und souverän zu einem schönen Abschluss bringen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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