Schon fast 14 Jahre ist es her, dass Beatrix Kiddo alias „die Braut“ sich methodisch und schwertschwingend an ihrem Ex-Freund Bill samt seines „Attentatskommandos Tödliche Viper“ rächte. Quentin Tarantino teilte sein postmodernes Eastern-Western-Spektakel in zwei Teile auf – und hält sich noch immer offen, ob es irgendwann einen dritten Teil geben könnte. Zumindest stehen die Chancen gut, dass dann Uma Thurman dabei wäre, wie die Schauspielerin selbst andeutete.

Quentin Tarantinos Qualitäten als Drehbuchautor und Regisseur konnte man bei „The Hateful 8“ das letzte Mal bewundern. Wer den verschneiten Western noch nicht gesehen hat, kann sich mit dem folgenden Trailer einen Eindruck verschaffen.

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So reich der Tarantino-Kosmos auch an lakonisch-brutalen Figuren ist – eine Figur aus seinen Filmen hat sich besonders in die Herzen der Fans gemordet: Die Braut, vollendet gespielt von Uma Thurman. So verwundert es nicht, dass Tarantino noch immer gefragt wird, ob und wann es endlich zu einem Wiedersehen mit der Heldin aus „Kill Bill: Vol 1.“ und „Kill Bill: Vol. 2“ kommen wird. Und Tarantino bringt es einfach nicht übers Herz, die Möglichkeit vollkommen auszuschließen. Nach einem dritten Teil gefragt, betont er immer wieder, wie viel Spaß er mit Uma Thurman am Set haben würde, sollten sich die Beiden noch einmal zusammentun – und beginnt über mögliche Plots der Fortsetzung zu fabulieren. In einem Interview mit Variety bespielsweise sagte er: „Ich wäre nicht überrascht, wenn die Braut noch einmal auftauchen würde, bevor alles gesagt und getan ist.“

Tarantino zu Kill Bill 3: „Ich wäre nicht überrascht“

Trotz des Unfalls bei „Kill Bill“: Uma Thurman würde wieder mit Tarantino arbeiten

Den scheinbaren Sargnagel verpasste Uma Thurman „Kill Bill 3“ Anfang Februar 2018. Sie veröffentlichte ein Video von einem schweren Autounfall, der beim Dreh der ersten beiden Teile geschah und gab daran auch Quentin Tarantino eine Mitschuld, weil dieser sie zu der Fahrt trotz Sicherheitsbedenken gedrängt habe. Entgegen der Befürchtungen vieler Fans ist das Tischtuch zwischen den beiden aber wieder zusammengeflickt worden. Gegenüber Entertainment Weekly verkündete Thurman sogar, bei einem weiteren Tarantino-Film mitzuspielen, „wenn er eine großartige Rolle schreibt“. „Kill Bill 3“ erwähnte die Darstellerin bei diesem Interview zwar nicht, doch davon unabhängig ist Thurmans einzige Forderung, dass sie und Tarantino einer Meinung bezüglich des Drehbuchs seien. Dies solle eben einen tollen Part für Thurman bereithalten. Eigentlich eine machbare Aufgabe für Quentin Tarantino.

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Mögliche Handlung von Kill Bill 3

Tarantino malt sich gerne aus, dass er zwischen dem zweiten und dritten Teil der Reihe genauso viel Zeit vergehen lassen würde, wie in Wirklichkeit vergangen ist. Die Handlung würde demnach über zehn Jahre nach dem Ende von „Kill Bill: Vol. 2“ spielen und Uma Thurman würde eine dementsprechend ältere Beatrix Kiddo spielen. Bereits in der Vergangenheit deutete er außerdem an, worum es gehen könnte. Ein möglicher Konflikt wäre die Tochter von Vernita Green (Vivica A. Fox), die Beatrix im ersten Teil tötete. Damals versprach sie der Tochter sogar, dass sie auf sie warten würde, falls diese Rache für den Tod ihrer Mutter nehmen will. Auch Sofie Fatale (Julie Dreyfus) und Elle Driver (Daryl Hannah) kämen als Antagonistinnen in Frage. Nach David Carradines Tod im Jahr 2009 – und Bills großartigem Ableben durch Beatrix‘ Fünf-Punkte-Pressur-Herz-Explosions-Technik – würde der dritte Teil in jedem Fall ohne Bill auskommen müssen.

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Kommt der Kinostart von Kill Bill 3?

Ob und wann wir mit „Kill Bill 3“ rechnen können, ist unklar. Vielleicht lässt Tarantino die Idee irgendwann ganz fallen, wenn ihm eine neue Idee kommt, die ihm besser gefällt. Berücksichtigt man sein derzeitiges Arbeitstempo, dann wäre es 2018 Zeit für ein neues Projekt von ihm. 2016 schockte er seine Fans mit der seitdem mehmals bekräftigten Ankündigung, nach „The Hateful 8“ nur noch zwei große Kinofilme zu machen. Da Tarantino Originalität sehr wichtig ist, mutet ein dritter Teil eines seiner Stoffe nicht als die erste Wahl an. In dem Fall wünschen wir der Braut einen wohlverdienten und friedlichen Ruhestand.

 

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