Ice Age - Kollision voraus! Poster

„Ice Age 5 - Kollision voraus!“ – die Kritik

Alexander Jodl  

Manni, Sid und Diego und ihre Freunde wollen diesmal dem plötzlichen Aussterben durch einen Monster-Meteor entgehen.

Seit 2002 – also mittlerweile satte 14 Jahre – ist es her, dass sich Mammut Manni, Riesenfaultier Sid und Säbelzahntiger Diego zum ersten Mal zusammengetan haben, um dem ihres Erachtens verfrühten Aussterben zu entgehen. Das war originell, mitreißend und wirklich witzig. Jetzt bei Teil fünf – und  vier Jahre nach ihrem letzten Abenteuer „Voll verschoben“ – ist es zwar nicht mehr wirklich originell. Aber dafür gibt es in Puncto Humor und Schmiss noch immer einiges zu holen. Hinzu kommt, dass die Abenteuer der im Laufe der Jahre immer weiter angewachsenen Crew dank sich rasant entwickelnder GCI-Technik auch optisch immer attraktiver präsentieren.

Doch visuelle Perfektion war ja noch nie der springende Punkt bei der immens beliebten „Ice Age“-Reihe. Scrat & Co sind filmische Wunderwaffen, wenn eine ganze Familie gemeinsam lachen will – und auch die Jüngeren dabei auf ihre Kosten kommen sollen: Das heißt lachen über witziges – Gott sei Dank längst ausgestorbenes – Geviechs, dazu animierten Slapstick, kuriose Begegnungen und lustige Sprüche. Plus natürlich die Mini-Abenteuer und Showeinlagen der zahlreichen Sidekicks wie die beiden Opossums Crash & Eddie  – und natürlich Scrat, der sich längst zum heimlichen Star der Reihe entwickelt hat. Diesem – und wie immer seinem unstillbares Verlangen nach der Nuss – wird diesmal sogar eine buchstäblich universale Rolle zugewiesen, die den Auftakt des Films in Sachen Komik bereits zum eigentlichen Höhepunkt werden lässt.

Und auch wenn „Ice Age 5 – Kollision voraus!“ mit einer wüst zusammenkonstruierten Story und einigen Längen zu kämpfen hat: Noch immer ist die fossile Teamarbeit nett anzusehen und für viele solide und etliche herzhafte Lacher gut – selbst, wenn diese proportional zum Lebensalter des Zuschauers doch ziemlich schnell abnehmen. Filmriese Fox weiß beim fünften Teil der „Ice Age“-Reihe natürlich genau, was sein Publikum erwartet – und bedient diese Erwartung auch entsprechend. Doch zielt der neueste Streich der eiskalten Truppe diesmal wohl auf eher jüngere, um nicht zu sagen schlichtere Gemüter.

Darüber hilft auch die fast schon penetrant verankerte Romantik nicht weg, die Kindern ja per se völlig egal ist – und für Erwachsene zu aufgesetzt und wenig ironisch ins Spiel gebracht wird. Trotzdem kann man bei „Ice Age 5“ durchaus noch seinen Spaß haben. Auch wenn Fans, die den Charme der ersten Teile noch im Gedächtnis haben, etwas unerfüllt aus dem Kinosaal kommen werden. Früher war halt alles besser. Und die Eiszeit ist wirklich extrem viel früher…

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