Mit „El Camino: A Breaking Bad Movie“ kehrt Aaron Paul schon bald in die Rolle zurück, die ihn über Nacht zum Star machte: die des Jesse Pinkman. Ein Glücksgriff, findet er, denn nach dem Ende der Serie hatte er enorme Schwierigkeiten, weitere Rollen zu erhalten.

Mit Rollen, Filmen und/oder Serien, die einem Darsteller zum Durchbruch verhelfen, ist es immer so eine Sache: Für die meisten eröffnen sie den Weg zu Ruhm, Reichtum und zahlreichen weiteren Filmangeboten. Diese Darsteller werden zu Stars und etablieren sich in Hollywood. Für manche allerdings kann das aber auch das Ende bedeuten. Nämlich dann, wenn sie auf ihre bestimmte Rolle festgenagelt werden, wenn sie mit einem bestimmten Film oder eine bestimmte Serie auf immer verbunden bleiben. Julia Stiles, Mark Hamill und Macaulay Culkin kommen da einem in den Sinn.

Und einer, den es in gewisser Hinsicht ebenfalls erwischt hat, ist Aaron Paul. Die meisten kennen ihn als gewitzten Drogenkoch Jesse Pinkman aus der Erfolgsserie „Breaking Bad“. Und genau die wurde ihm fast zum Verhängnis, wie er in einem Interview mit Vulture verriet, denn der Sprung von der Mattscheibe auf die große Leinwand wollte nicht so recht gelingen: „Da waren einige Stacheln im Fleisch, die ich loswerden musste. Meine Frau (Lauren Parsekian) wusste darüber Bescheid. Als ich ihr sagte, was Vince Gilligan vorhat, hat sie ihre Arme um mich geschlungen. Sie wusste, dass es eine Gelegenheit für mich war, wieder loszulegen.“

Schlechte Rollenwahl wie in „Need for Speed“

Was Paul genau meinte, waren die Filme, die nach „Breaking Bad“ folgen sollten. Denn es war nicht so, als hätte er keine Rollen angeboten bekommen. Im Gegenteil, „mir wurde alles angeboten. Auf der Höhe von ‚Breaking Bad‘ war ich so verwöhnt“, erinnert sich der 40-Jährige. 2014, also ein Jahr nach dem Abschied von Jesse Pinkman spielte er in zwei großen Filmen mit: „Exodus: Götter und König“ von Ridley Scott und im Eventkino „Need for Speed“. Während die Videospielverfilmung nicht den erhofften Erfolg an den Kinokassen feiern konnte, floppte „Exodus“.

Danach war Paul zwar noch immer in Filmen und Serien zu sehen, die meisten blieben aber unter ferner liefen: „Man dreht einen kommerziellen Streifen, der nicht zu dem Hit wird, den sie sich erhofft hatten, und man ist verdammt“, so Paul über die Erkenntnis, die er auf die harte Tour lernen musste.

Für die Filmstudios stand fest: Aaron Paul ist kein Zugpferd, er kann keinen Film tragen. Keine Hilfe war sein Manager, der offenbar maßgeblich daran beteiligt war, Paul von einem Projekt abzuraten, das sich später als „Monsterhit“ entpuppen sollte, wie es der Schauspieler beschreibt. Welchen Film er genau meint, das hat er allerdings nicht verraten. Von seinem Manager hat er sich daraufhin getrennt.

Seht hier den Trailer zu „El Camino: A Breaking Bad Movie“:

„El Camino“: Eine Chance für Aaron Paul

Nun sieht man Aaron Paul also erneut in der Rolle seines Lebens in „El Camino: A Breaking Bad Movie“. Vince Gilligan, Schöpfer der Serie, hat hier höchstpersönlich Regie geführt und das Drehbuch verfasst. Während Fans sich auf die Rückkehr von Jesse Pinkman freuen, ist es für Paul wie ein Wiedersehen mit einem alten Freund: „Für mich war er echt. Ich liebte Jesse, ich habe mich um ihn gesorgt. Ich wollte, dass es ihm gut geht.“

Nach dem Ende der Serie habe er Pinkman hinter sich gelassen und irgendwann hörte Pinkman tatsächlich auf, ihn aufzusuchen. Bis er 2017 dann einen Anruf von Gilligan erhielt, der ihm von seiner Idee zum nächsten Kapitel von Pinkmans Reise berichtete. Anfang 2018 konnte er dann endlich das Drehbuch lesen. Und was er dazu sagt, lässt Fans sicher gespannt aufhorchen: „Als ich die letzte Seite gelesen hatte, lag ich nur sprachlos da.“ Die Fans wollten Pinkman zurück. Paul hat ihn vermisst. Und Pinkman? Pinkman hat ganz offensichtlich noch etwas zu erledigen im „Breaking Bad“-Film.

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