Der Spitzenkandidat

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Der Spitzenkandidat: Politsatire nach einer wahren Begebenheit mit Hugh Jackman als Gary Hart, dessen Präsidentschaftskandidatur 1988 durch einen Sexskandal zu Fall gebracht wird.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der Spitzenkandidat: Politsatire nach einer wahren Begebenheit mit Hugh Jackman als Gary Hart, dessen Präsidentschaftskandidatur 1988 durch einen Sexskandal zu Fall gebracht wird.

Im Jahr 1988 gilt Gary Hart (Hugh Jackman), demokratischer Senator von Colorado, als sicherer Sieger im Rennen um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. Hart ist Idealist, das Gesicht eines politischen Neubeginns und seinem Rivalen, dem Republikaner George Bush Senior, um einige entscheidende Prozentpunkte voraus. Doch seine Kampagne gerät ins Schlingern, als die Presse die außereheliche Affäre Harts zu dem Model Donna Rice (Sara Paxton) öffentlich macht.

Plötzlich dreht sich die öffentliche Debatte nicht mehr um die politischen Ziele und Visionen Harts, sondern um seine Bettgeschichten. Unter dem Dauerfeuer der Medien leidet nicht nur Hart selbst, auch seine Frau Oletha ‚Lee‘ Hart (Vera Farmiga) und Tochter Andrea (Kaitlyn Dever) geraten ins Fadenkreuz der Boulevardredakteure. Schließlich machen auch seriöse Medien den Skandal zu ihrem Thema und die politische Programmatik Harts gerät vollends in den Hintergrund.

„Der Spitzenkandidat“ — Hintergründe

Regisseur Jason Reitman erzählt die wahre Geschichte des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Gary Hart, dessen massenmedial aufbereiteter Sexskandal als einer der ersten der amerikanischen Geschichte gilt. Erzählt als schwungvolle Politsatire mit dem oscarnominierten Darsteller Hugh Jackman („Greatest Showman“) in der Hauptrolle beleuchtet „Der Spitzenkandidat“ (Originaltitel: „The Front Runner“) von der Skandalisierung des Politbetriebes und der Verschmelzung von Öffentlichkeit und Privatem.

Reitman ist kein Neuling auf dem Gebiet spitzzüngiger Politdramen. Einen Namen hat sich der Regisseur bereits mit schwarzhumorigen Dramen wie „Thank Your For Smoking“ machen können. Das Drehbuch zu „Der Spitzenkandidat“ basiert auf dem Sachbuch „All the Truth Is Out: The Week Politics Went Tabloid“ von Matt Bai, der gemeinsam mit Reitman und Jay Carson, dem ehemaligen Pressesprecher von Hillary Clinton, das Script verfasst hat. Carson hat als Berater für Netflix außerdem an der Hit-Serie „House of Cards“ mitgewirkt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Politsatire über einen US-Präsidentschaftskandidaten, den ein Skandal zu Fall bringt.

    Jason Reitman will mit der Politsatire in der Tradition von „Bill McKay – Der Kandidat“ an seine alten Erfolge wie „Thank Your For Smoking“ oder „Up in the Air“ anknüpfen. Mit ihnen war er vor einem Jahrzehnt als neue führende Erzählstimme Hollywoods gefeiert worden, bevor er mit „Labor Day“ und „Zeitgeist“ kreativ und kommerziell vom Weg abkam. Wenn man also von einem Comeback sprechen will, dann ist es gelungen. Reitmans Kontrolle über den Film ist beeindruckend. Die Bilder sind elegant und haben Fluss, die Schauspieler feuern aus allen Zylindern, allen voran Hugh Jackman, den man fast nicht wiedererkennen kann als Gary Hart, der 1988 der haushohe Favorit war, als er als Kandidat der Demokraten gegen den republikanischen Kandidaten George Bush in der Wahl zum Präsidentenamt antrat, bis ein aufgebauschter Skandal all seine Hoffnungen vernichtete. Das Tempo ist pure Screwball-Comedy, ein verbaler Schlagabtausch, der einen nicht zu Atem kommen lässt. Die Geschichte selbst ist allerdings eine amerikanische Tragödie, sozusagen das Ground Zero für den Politzirkus (Betonung auf „Zirkus“), in dem wir uns heute in der Ära Trump befinden, im dem politische Positionen längst Platz gemacht haben für einen Personenkult und eine absurde Konzentration aufs Private. Der Tod der Demokratie, sagt Reitman, er beginnt 1988, er beginnt mit Gary Hart, dem eine außereheliche Affäre vorgeworfen wird, die ihn als Politiker zu Fall bringen wird. Das menschliche Drama um diesen Mann voller progressiver Überzeugungen packt, rührt an, beschäftigt. Aber gleichzeitig sitzt man auch achselzuckend vor der Leinwand: Was hier als Grenzüberschreitung der Medien und der Öffentlichkeit lamentiert wird, wirkt angesichts sich täglich überschlagender Schlagzeilen über einen von Moral und ethischen Standards unberührten Präsidenten harmlos. Und das ist das eigentlich schockierende an „The Front Runner“, der eine tickende Zeitbombe ist, wenn es dann aber „Bumm“ machen sollte, macht es nur „Ffffft“. So weit wir sind wir also gekommen. ts.

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