Anzeige
Anzeige
Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Filme
  3. Dawn of the Dead
  4. Vor Netflix‘ „Army of the Dead“: James Gunn erinnert sich an Morddrohungen wegen „Dawn of the Dead“

Vor Netflix‘ „Army of the Dead“: James Gunn erinnert sich an Morddrohungen wegen „Dawn of the Dead“

Vor Netflix‘ „Army of the Dead“: James Gunn erinnert sich an Morddrohungen wegen „Dawn of the Dead“
© Universal Pictures

Über Twitter erinnerte sich Filmemacher James Gunn an die Zeit, als Fans des Originals gegen das Remake zu „Dawn of the Dead“ protestierten.

Poster Dawn of the Dead 2004

Dawn of the Dead

Streaming bei:

Alle Streamingangebote

Mit der Netflix-Produktion „Army of the Dead“ wird Regisseur Zack Snyder nach über 16 Jahren in das Zombie-Genre zurückkehren: 2004 gab er sein Regiedebüt mit dem Remake zu George A. Romeros „Dawn of the Dead“. Der 2017 verstorbene Romero gilt als Urvater des modernen Zombiefilms. Seine Fans verehren dabei vor allem seinen 1979 veröffentlichten Film „Dawn of the Dead“. Kein Wunder also, dass Anfang der 2000er-Jahre, als erste Informationen zu einem geplanten Remake durchsickerten, die Zombie-Gemeinde Sturm lief: Denn für das Drehbuch hatte die Produktionsfirma Strike Entertainment den „Kerl, der ‚Scooby-Doo‘ geschrieben hat“, angeheuert: James Gunn. Diese Meldung schlug in etwa die gleichen hohen Wellen, wie jene Ende der 1980er-Jahre, als es hieß, dass ein Komödien-Darsteller „Batman“ verkörpern soll.

Der heute 54-jährige Gunn hatte zu dem Zeitpunkt bis auf „Scooby-Doo“ nur noch Filmproduktionen aus der Independent-Ecke und Billigheimer-Splatterfilme von Troma vorzuweisen, wo er sein Handwerk erlernt hatte. Seine Erfolge als Regisseur und Drehbuchautor der „Guardians of the Galaxy“-Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU) lagen noch in weiter Ferne. Dementsprechend reagierten die „Dawn“-Fans allergisch auf Gunn und verurteilten das geplante Remake noch bevor es erste handfeste Details gab, erinnert sich Gunn in einem mittlerweile gelöschten Tweet:

Anzeige

„Was viele jüngere Leute nicht wissen, ist, dass die Online-Community beim Gedanken durchdrehte, dass der Film ein Remake erhalten sollte. Es gab eine Petition mit Hunderttausenden von Namen, die es verhindern wollten. Ich erhielt sogar handgeschriebene Morddrohungen.“

Ihr habt nun Lust auf einen schön deftigen Zombiefilm? Hier sind die unserer Meinung nach fünf besten Genrevertreter:

Die besten Zombie-Filme Top 5

„Pulp Fiction“-Macher Roger Avary hasste James Gunns Drehbuch

Den Hate-Train so richtig ins Rollen gebracht hatte offenbar Filmemacher Roger Avary („Pulp Fiction“, „Killing Zoe“), selbst ein bekennender Fan des Originals. Avary bekundete Interesse daran, „Dawn of the Dead“ als Regisseur zu inszenieren, hasste aber offenbar das Drehbuch von Gunn und wollte ein eigenes verfassen – ihn also von Bord schicken (via Twitter, mittlerweile gelöscht):

„Der Tiefpunkt für mich war dann, als Regisseur Roger Avary versuchte, den Job als Regisseur an Land zu ziehen und mich als Autor zu ersetzen. Das ging schief und dann rief er bei den Leuten von Ain’t it Cool News an und sagte ihnen, dass das Drehbuch mies sei. Das Drama wurde so groß, dass wir sogar in die New York Post kamen (Ja, in die Zeitung).“

Anzeige

Es sei schon als erfolgreiche und bekannte Persönlichkeit schwer, den Zorn der Öffentlichkeit zu ertragen, „aber es ist noch schlimmer, wenn man quasi unbekannt ist, was ich damals war. Ich sagte, ‚Leute, ich bin einer von euch! Ich liebe den Film!‘ Aber für die meisten war ich nur der ‚Scooby-Doo‘-Kerl.“ Gunn habe während seiner High-School-Zeiten ein Poster des Originals an seiner Zimmerwand hängen gehabt, so der Filmemacher. Für ihn war klar, dass man den Romero-Klassiker nicht einfach nur kopieren dürfe. Stattdessen übernahm er lediglich das Grundgerüst und schrieb eine komplett neue Geschichte mit völlig neuen Charakteren.

Ain‘t it Cool News von Harry Knowles war seinerzeit eine der mächtigsten Film- und TV-Seiten mit Fokus auf die Geek-Kultur. Studiobosse fürchteten den Einfluss von Knowles, den sie mit Kurzauftritten und exklusiven Einladungen zu Premieren zu ködern versuchten. Harry Knowles‘ Wort war Gesetz. Und so konnte er die Wogen glätten, als er das Drehbuch zu lesen bekam und es mochte (via Twitter, mittlerweile gelöscht):

„Ich war sauer auf Harry wegen der anfänglichen Attacken, aber er verdient meinen Respekt für die öffentliche Klarstellung. All das geschah noch bevor Zack Snyder angeheuert wurde. Es gab weiter Gegenwind für uns, aber der verflog rasch, als der Film rauskam und gute Kritiken erhielt und vom Publikum geliebt wurde.“

„Dawn of the Dead“ gibt es aktuell auf Netflix zu sehen, „Army of the Dead“ erscheint voraussichtlich 2021.

Ob ihr eine Zombie-Apokalypse überleben würdet, erfahrt ihr in diesem Quiz:

Test: Würdet ihr die Zombie-Apokalypse überleben?

Hat dir "Vor Netflix‘ „Army of the Dead“: James Gunn erinnert sich an Morddrohungen wegen „Dawn of the Dead“" gefallen? Diskutiere mit uns über aktuelle Kinostarts, deine Lieblingsserien und Filme, auf die du sehnlichst wartest – auf Instagram und Facebook.

Anzeige