Dawn of the Dead

   Kinostart: 15.04.2004

Dawn of the Dead: Remake des Horror-Meilensteins von George Romero um Zombies, die eine Hand voll Menschen in einem Supermarkt heimsuchen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Remake des Horror-Meilensteins von George Romero um Zombies, die eine Hand voll Menschen in einem Supermarkt heimsuchen.

Im Amerika der nahen Zukunft erheben sich aus ungeklärtem Anlass Tote aus ihren Gräbern und fallen mit beträchtlichem Appetit auf warmes Fleisch über die Lebenden her. Katastrophenpläne und Ordnungskräfte nutzen wenig, und im Nu ist die Zivilisation überrannt. Doch einige wenige Überlebenskünstler, wie zum Beispiel ein Quartett junger Leute aus Wisconsin, richten sich in der mit Wohlstandsgütern aller Art prall gefüllten Shopping Mall häuslich ein. Vorerst.

Ein knappes Vierteljahrhundert, nachdem George A. Romero den Höhepunkt des erwachsenen Horrorkinos schuf und den Zensoren der Welt eine echte Nuss zu knacken gab, lassen Fans von damals die Untoten wieder auferstehen. Mit zeitgemäßem Tempo schickt Zack Snyder seine Zombies auf empfangsbereite Gruselfreunde von heute los. Wenn\’s nur halb so intensiv wird wie damals, dann ist Anschnallen empfohlen.

Eine unerklärte Seuche hat die Weltbevölkerung dahingerafft, aber die Toten sind nicht wirklich tot - sondern Zombies, die auf der Suche nach noch lebendem Menschenfleisch die letzten bewohnten Gegenden bedrohen. Eine Gruppe verzweifelter Überlebender in einer Stadt in Winconsin sucht in einem großen Einkaufszentrum Zuflucht, wo sie die letzte Bastion der Menschheit verteidigen müssen.

In Amerika erheben sich aus ungeklärtem Anlass die Toten und fallen mit beträchtlichem Appetit auf warmes Fleisch über die Lebenden her. Im Nu ist die Zivilisation überrannt, während sich einige wenige Überlebenskünstler, darunter die Krankenschwester Ana, der Cop Kenneth und der Vertreter Michael, in ein abgeschottetes, mit Wohlstandsgütern aller Art prall gefülltes Shopping Mall flüchten. Dort entwirft man nach Überwältigung faschistoider Wächterwichtel einen Fluchtplan und wird zur Anlaufstelle für weitere Überlebende.

Menschenfressende Leichen destabilisieren im Nu die Zivilisation und belagern ein Häuflein Überlebender in einem Kaufhaus. Weitgehend gelungenes Remake des Horrorklassikers „Zombie“.

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Kritiken und Bewertungen

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8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Was kann man vom Remake eines Sequels erwarten? Vor allen Dingen eines: mehr. Mehr Blut, mehr Grausamkeit, mehr Action. Zombies, die nicht langweilig und träge sind, sondern dämonisch und wild durch die Straßen hetzen. Bereits nach wenigen Minuten beginnt die blutige Action, die einen amerikanischen Vorort ins Chaos stürzt. Mit letzter Kraft schaffen es die Krankenschwester Ana (Sarah Polley), der Cop Kenneth (Ving Rhames) und eine kleine Gruppe von überlebenden in ein Einkaufszentrum zu fliehen. Im Kaufhaus gefangen lastet auf allen ein enormer Druck, zumal der Security-Mann CJ (Michael Kelly) sich als Boss aufspielt und ihm nur sein eigenes Wohlergehen am Herzen liegt.


      Bei dem hier stattfindenden Psychodrama zwischen Angst und Wahnsinn bleiben die schauspielerischen Leistungen leider überaus flach - es ist ja auch nur ein Horrorfilm. Immer wieder wird die Spannung angehoben, als Neuankömmlinge das Einkaufszentrum erreichen oder als man versucht, dem im Haus gegenüber gefangenen Waffenhändler Nahrung zukommen zu lassen. Zum Zeitvertreib steht er auf dem Dach und spielt mit den Anderen Zombieschießen. Es entsteht eine erstaunlich lockere Atmosphäre, doch diese kann über die stets geringer werdende Zahl der Lebenden kaum hinwegtäuschen.


      Freunde des Spladderfilms werden an verschiedenen Formen der Schädeldurchlöcherung ihre Freude haben und letztlich erhalten auch noch traditionelle Werkzeuge - wie die Axt oder die Kettensäge - ihren fachgerechten Einsatz. Trotzdem dehnt sich die Zeit im Kaufhaus etwas sehr, umso spannender wird die Flucht gen Hafen. Selbst gepanzerte Busse drohen dem stürmenden Meer von Zombies nicht Stand halten zu können, dem lässt sich natürlich nur mit geballter Feuerkraft abhelfen. Dass sich bei dem Gemetzel auch bedauerliche Unfälle ereignen, ist fast schon selbstverständlich.


      Denn sie sind überall, und mit jedem Biss ist es einer mehr. Sie zappeln, zucken und veranstalten überall ein Blutbad. Selbst Babys werden infiziert und zeichnen ein Bild des Grauens. Schnelligkeit im Einsatz gegen die Zombies ist jetzt gefragt. Doch zum Glück sind sie noch genauso "Clever" wie eh und jäh, schaffen es kaum in Häuser einzudringen und müssen sich stundenlang vor verschlossenen Türen drängeln, die armen.

      Fazit: Der Film ist wie "erhofft" ekelerregend und gruselig, ob er jedoch eine so große Beliebtheit wie seine Vorgänger erreichen wird, ist fraglich. Dafür ist er sehr unterhaltend und spannend.
    2. Dawn of the Dead: Remake des Horror-Meilensteins von George Romero um Zombies, die eine Hand voll Menschen in einem Supermarkt heimsuchen.

      Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, werden die Zombies die Leinwand bevölkern: 25 Jahre nach George A. Romeros meisterlichem Polit-Horror „Zombie“, dem zweiten Teil seiner legendären „Dead“-Trilogie, schickt nun Videoclipregisseur Zack Snyder einen versprengten Trupp Überlebender in den Schutz eines Einkaufszentrums, von wo aus man sich des Ansturms zahlloser Untoter zu erwehren versucht. Auch wenn „Dawn of the Dead“ nicht so radikal ist wie das unabhängig produzierte Original, ist diese Mixtur aus hartem Splatter, greifbarer Paranoia und intelligent politischem Subtext doch deutlich erfolgreicher mit ihrer Übersetzung eines Genre-Meilensteins der 70er Jahre in die heutige Zeit als Marcus Nispels plakatives „Texas Chainsaw Massacre“, das Update von „Blutgericht in Texas“.

      Denn „Dawn of the Dead“ reizt nicht nur sein immenses Schockpotenzial aus, sondern erinnert sich auch daran, wie gerade im Horror der Siebziger vorexerziert wurde, dass man umso effektiver ist, je intensiver die Bilder unter die Haut gehen. Diese Albtraum-Vision einer Zivilisation am Rande des Untergangs erlaubt es sich, so ernst und unerhört zu sein, dass sie aktuelle Existenzängste der Generation 9/11 aufgreift und in einem apokalyptischen Szenario verstärkt: Hier wird tatsächlich ohne Zugeständnisse vom Ende der Menschheit erzählt, wie es bereits Romero in seiner zeitlosen Konsum- und Gesellschaftssatire aus dem Jahr 1979 gewagt hatte. „Dawn of the Dead“ ist anno 2004 weniger präzise und zynisch, aber macht seine blutige Arbeit allemal gut und erlaubt es sich auch, neue Akzente zu setzen.

      Das wird bereits in dem furiosen Intro des Films klar, das sich deutlich vom Original abhebt, das den Zuschauer unvermittelt mit der Hölle auf Erden vertraut machte. Snyder beginnt mit einer vermeintlich heilen Vorstadtidylle und hebt sie nur in nur zehn Minuten irreversibel aus den Angeln. Die Krankenschwester Ana muss nach einem Arbeitstag, in dem verblüffend viele Menschen mit infizierten Bisswunden ins Krankenhaus eingeliefert wurden, wie Zuhause ihre zu einem Zombie gewordene Tochter ihren Mann beißt, der nur wenige Minuten später als Zombie Ana angreift. Diese Zombies haben nichts mit Romeros im albtraumartigen Zeitlupentempo taumelnden Ghouls zu tun. Wie in Danny Boyles durchaus vergleichbaren „28 Days Later“ sind sie blitzschnell. Und noch etwas ist sofort klar: Hier ist die Gewalt roh und knapp. Brutal und ungeschminkt. In letzter Sekunde gelingt Ana die Flucht aus ihrer Nachbarschaft, in dem die Untoten ein Massaker anrichten. Sie tut sich zunächst mit dem Polizisten Kenneth zusammen und später drei weiteren Überlebenden. Zu Fünft suchen sie Zuflucht in einem abgeriegelten Einkaufszentrum, in dem sie sich mit drei Sicherheitsbeamten arrangieren müssen. Bei Romero ist das auf vier Figuren beschränkte Szenario Ausgangspunkt für schmerzhafte Betrachtungen über das menschliche Verhalten unter Stress. Snyder bleibt bei dieser schwächsten Passage seines Films oberflächlicher, auch weil noch einmal acht weitere Flüchtige zu den ersten Acht stoßen und er sich auf eine überflüssige Nebengeschichte mit einem durchgeknallten Schwarzen und seiner hochschwangeren russischen Frau einlässt.

      Mit einer brillanten Idee bringt er seine Jahreszeit der lebenden Toten wieder auf Trab. Während Romero die klaustrophobische Szenerie des Einkaufszentrums nie verlässt und den fragilen Frieden von einer eindringenden Bande Rocker zerstören lässt, dreht Snyder den Spieß um. Inspiriert von „Mad Max 2“ lässt er seine Helden die Flucht in zwei zu fahrenden Festungen umfunktionierten Bussen in Richtung Hafen antreten, von wo aus man sich in einem Segelboot absetzen will. Die Sequenz ist der Höhepunkt des überzeugenden Films. Und sie hätte als Variation zum Original durchaus länger ausfallen dürfen. Dass der Film auch mit Beginn des Abspanns noch nicht zu Ende ist, gehört zum Gesamtkonzept, den Zuschauer immer wieder auf dem falschen Fuß zu erwischen. Dass die Darsteller mit Ausnahme der wunderbar starken Sarah Polley wenig Gelegenheit erhalten, ihr Können unter Beweis zu stellen, fällt im allgemeinen Chaos nicht negativ auf: Der Film ist der Star - und das spielt Snyder mit ultimativer Konsequenz aus: So nachhaltig erschreckend kann Horror auch heute noch sein. ts.

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