Dark Water - Dunkle Wasser (2005)

Originaltitel: Dark Water
Dark Water - Dunkle Wasser Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Dark Water - Dunkle Wasser: Psychothriller um eine junge Mutter, die nach dem Umzug in ein heruntergekommenes Appartment um das Leben ihrer Tochter bangen muss.

Die Welt hat schon mal schöner ausgesehen für Dahlia Williams (Jennifer Connelly) und ihre kleine Tochter Ceci (Ariel Gade). Weil aber die schmutzige Scheidung vom Ex in die dritte Runde geht, die gute Schule der Tochter finanziert und nebenbei die Existenz in einer neuen Stadt aufgebaut werden muss, zieht die Kleinfamilie ins billigste Appartement am Platz. Dort entdeckt sie jedoch schnell das Phänomen eines mysteriösen Wasserflecks, der sich zu einem Alptraum entwickelt.

Bonjour Tristesse! Einmal mehr dient ein Werk des “Ring”-Schöpfers Hideo Nakata als Vorlage für ein angemessen stimmungsvolles Hollywood-Remake.

Nach der Trennung von ihrem Mann findet Dahlia Williams eine billige heruntergekommene Wohnung in einem Hochhaus für sich und ihre Tochter. Doch in dem neuen Haus geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Alle mysteriösen Erscheinungen haben mit einem sich ausweitendem Wasserfleck an der Decke und einem vor Jahren verstorbenen Mädchen zu tun.

Dahlia und ihre fünfjährige Tochter Ceci beziehen eine heruntergekommene Wohnung auf Roosevelt Island. Die junge Frau hat sich gerade getrennt und steckt mitten in einer gemeinen Sorgerechtsverhandlung. Das Geld ist knapp, das Apartment billig und eine gute Schule in Gehdistanz. Doch im neuen Heim geht\’s nicht mit rechten Dingen zu. Ein nasser Fleck auf der Decke macht den Anfang. Dann kommt das Wasser. Es tropft von der Decke, schießt aus Hähnen, sprudelt aus der Waschmaschine und spült schließlich eine Leiche heran.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In seiner Adaption des gleichnamigen japanischen Gruselschockers von “Ring”-Macher hideo Nakata vernachlässigt Walter Salles die Schocks, sondern setzt auf die Psychologie seiner Figuren – und holt aus Jennifer Connelly eine bewundernswerte Leistung heraus.

    Im Original war “Dark Water” ein effektiver Gruselschocker, der wie zuvor “Ring” auf eine verstörende Atmosphäre und unerklärliche Ereignisse – in diesem Fall ein sich immer weiter vergrößernder Wasserfleck an der Decke einer heruntergekommenen Wohnung in einem anonymen Mietsilo – setzte. Erneut eine eigentlich ganz klassische Geistergeschichte, die ihren Reiz aus dem Zusammenprall mit dem Leben in der modernen Zivilisation, aus dem Clash mit dem Rationalen zog. Walter Salles (“Die Reise des jungen Che”) setzt in seiner ersten amerikanischen Regiearbeit auf das essenziell identische Szenario, verzichtet aber auf die irritierenden und höchst wirksamen Schockeffekte Nakatas und baut stärker auf die Psychologie der Figuren. Das Ergebnis ist denn weniger ein Horrorfilm oder Schocker, denn ein intensives Drama mit übernatürlichen Elementen im Ton von Polanskis “Ekel” oder “Der Mieter”, in dem der Seelenzustand der jungen Mutter Dahlia in den Mittelpunkt rückt. Und der ist düster, wenn man die alte Filmregel Zugrunde legt, dass die Kulissen das Innere der Protagonisten widerspiegeln. Denn Dahlia ist mit ihrer Tochter nach einem anhaltenden Sorgerechtstreit mit dem ihr entfremdeten Ehemann in einen Wohnblock gezogen, der an Schäbigkeit und Tristesse kaum zu überbieten ist. Entsprechend verschlimmert sich auch ihre Migräne zunehmend, sodass lange nicht ganz klar wird, ob die zunehmend Besorgnis erregenden Ereignisse in ihrem neuen Leben nun tatsächlich geschehen oder einfach nur Manifestationen ihrer getrübten Wahrnehmung sind. Geschickt hält Salles diese Balance, während immer wieder Wasser eine zunächst nicht wirklich erklärliche Rolle in den bizarren Szenarios spielt und eine eigenartige Präsenz immer mehr Besitz von ihrer Tochter ergreift, was schließlich in einen fatalen Showdown mündet. Fast ein bisschen zu unterkühlt und untertourig erzählt Salles seine Geschichte, die er zu feinsinnig angelegt hat für ein Publikum, das die Asia-Schocks eines “Ring” oder “Grudge” erwartet. Gleichzeitig kann man sich der eindringlichen Atmophäre scher entziehen, und sei es nur, weil man den Blick einfach nicht von der von einem kompetenten Cast (John C. Reilly, Pete Postlethwaite, Tim Roth) unterstützten Oscar-Gewinnerin Jennifer Connelly (“A Beautiful Mind”) wenden kann: Ihre Dahlia ist eine der am komplexesten realisierten Frauenfiguren des Kinojahres. Ob “Dark Water” allerdings der richtige Film dafür ist, sei dahingestellt. ts.

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