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„Crank 3“: Regisseur hat Interesse, aber keinen Erfolg beim Studio

Author: Helena CeredovHelena Ceredov |

© Universum Film

Schon neun Jahre ist es her, dass Adrenalinjunkie Jason Statham/Chev Chelios über die Leinwand fegte. „Crank“-Co-Regisseur Brian Taylor hat zwar große Pläne, allerdings nur in der Theorie.

Der erste Teil der „Crank“-Reihe startete 2006 in den Kinos und sorgte seinerzeit mit tabulosen Szenen für heftige Kontroversen. 2009 folgte dann „Crank 2: High Voltage“, der den vorläufigen Abschluss markierte. Beide male führten Mark Neveldine und Brian Taylor als Duo Regie, doch seit mehr als einer Dekade ist es erstaunlich ruhig um die „Crank“-Reihe und auch die Filmemacher geworden. Schaut man sich die Filmografie der beiden an, so erfährt man auch wieso.

Neveldine und Taylor erlebten kurz danach „Crank“ mit dem großzügig budgetierten Actionspektakel „Gamer“ einen Megaflop, der dem Duo einen Karriereknick verpasste. Erst seit kurzem beginnen die beiden wieder mit Solo-Arbeiten Fuß zu fassen, etwa mit der Horror-Komödie „Mom and Dad“ oder der bereits abgesetzten Comicserie „Happy!“. Zu „Crank 3“ scheint es indes keinerlei konkrete Pläne zu geben, auch wenn die Schöpfer durchaus Interesse hätten.

 

„Crank 3“: Brian Taylor macht Hoffnungen auf ein ganzes Filmuniversum

In einem Interview von 2018 betonte Taylor, dass er Lust darauf hätte, die „Crank“-Geschichte sogar noch härter fortzusetzen:

„Mein Gefühl zu Crank 3 ist, dass der Film noch viel kranker werden könnte als der zweite und erste Teil. Natürlich gab es Kontroversen, aber ich persönlich fand, dass die Filme nicht extrem genug waren. Das Studio mischte sich ein. […]. Und ihre Szenarien waren oft viel zahmer als meine Vorstellungen.“

Zudem ergänzte der Regisseur, dass er sich noch viel mehr „Crank“-Filme als nur einen dritten Teil, etwa innerhalb eines ganzen Filmuniversums vorstellen könne.

In der Theorie klingt das alles sehr vielversprechend, in der Praxis hat das Studio jedoch keinerlei Interesse an der Fortsetzung der Reihe bekundet. Und so zeigte sich Taylor in einem anderen Interview eher pessimistisch bezüglich der Zukunft der Reihe. Der Knackpunkt ist, dass „Crank 3“ prinzipiell ab 18 sein müsste und damit nur ein kleines Publikum erreichen wird, was im Gegenzug in geringen Einnahmen an den Kinokassen resultiert – so zumindest die Befürchtung der Studiobosse. Auf der anderen Seite wollen die Macher keine faulen Kompromisse eingehen und ihre Vision ohne Abstriche realisieren. Damit scheinen Kreative und Filmproduzenten vor unüberwindbaren Differenzen zu stehen. Zumal völlig unklar ist, ob Jason Statham nach seinem Aufstieg in de A-Liga noch bei einem so kontroversen Film mitmachen und dafür sogar eine niedrigere Gage in Kauf nehmen würde. Doch wer weiß, was die Zukunft bringt. Eventuell ist die Zeit irgendwann wieder reif für ein krankes Actionspektakel.

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