Braveheart

  1. Ø 5
   1995
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Braveheart Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Im Jahr 1280 erobert König Eduard I. (Patrick McGoohan) das bis dahin unabhängige Schottland. Bei einem anschließenden Hinterhalt werden sowohl der Bruder als auch der Vater von William Wallace (Mel Gibson) getötet. Dem achtjährigen Waisen gelingt die Flucht nach Irland, wo er von seinem Onkel Argyle (Brian Cox) aufgezogen wird. Als Wallace Jahre später nach Schottland zurückkehrt, herrscht der englische Adel mit eiserner Hand. Wallace verliebt sich nach seiner Ankunft in seine Jugendfreundin Murron MacClannough (Catherine McCormack) und die beiden heiraten. Als ein englischer Soldat Murron vergewaltigen will, eskaliert die Situation und es kommt zum Kampf. Zwar kann Wallace entkommen, doch seine Frau wird gefangen genommen und öffentlich hingerichtet. Wallace versammelt seine Clanfreunde um sich und übt Rache, indem er die englische Garnison zerstört. Seine Rache ist damit aber noch nicht gestillt, weswegen er weitere Garnisonen im Unland überfällt. Die Taten von Wallace und seinen Gefolgsleuten verbreiten sich unter den Schotten und hunderte Freiwillige schließen sich seinem Kampf um Unabhängigkeit an. Wallace versucht dafür auch die Unterstützung des schottischen Thronfolgers Robert the Bruce zu gewinnen, dessen Vater seinem Sohn jedoch durch ein Arrangement mit den Engländern die Macht sichern will. Während König Eduard I. ein Heer aufbaut, schickt er seine Schwiegertochter, eine französische Prinzessin, zu Wallace. Er hofft, dass Wallace sie tötet und damit auch Frankreich in den Krieg gegen die Schotten zieht.

„Braveheart“ ist ein US-amerikanisches, historisches Drama, bei dem Mel Gibson neben der Hauptrolle auch die Regie übernahm. Der Film konnte zehn Oscar-Nominierungen für sich vereinen und letztlich in fünf Kategorien gewinnen; unter anderem Beste Regie und Bester Film.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Szenen, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat, werden in der US-Sommersaison im Dutzend serviert. Aber nur äußerst selten gelingt es einer der hochbudgetierten Monsterproduktionen, ihre unerhörten Bilder zu einer derart intensiven und letztlich transzendentalen Filmerfahrung zu verdichten, daß man das Gesehene als physisches Erlebnis noch lange danach nicht abschütteln kann. „Braveheart“, Mel Gibsons knapp dreistündige Schlachtplatte über den Freiheitskämpfer und Märtyrer William Wallace, der die Schotten im 14. Jahrhundert im Kampf gegen die Briten einigte, gehört dazu. Und das ist, völlig zu Recht, sein Stolz: Keine filmische Darstellung eines Kriegsmassakers war jemals zuvor so direkt, deutlich, graphisch, ausgedehnt und von animalischer Energie geladen. Wenn die beiden verfeindeten Armeen aufeinanderprallen, und James Horners Musik einem beängstigenden Knurren aus Blutlust, Kriegsgeschrei und Todesangst weicht, das als Soundtrack dient für das in seiner Explizität ausuferndste Gemetzel der Filmgeschichte, dann erlebt man gleichzeitig den mitreißenden Adrenalinschub der Schlacht und die schreckliche Abscheulichkeit ihrer gnadenlosen Greueltaten. „Braveheart“ mag so wild, ursprünglich und barbarisch sein wie die rudimentären Gestalten, die ihn bevölkern, aber bis die Highlander-Variante von „Spartacus“ zu blutrünstigem Leben erwacht, vergehen erst einmal 45 Minuten, in denen der Regisseur und Schauspieler Gibson vor allem in stillen, introspektiven Momenten Schwächen offenbart: In ungelenken, ein wenig hölzernen und obendrein wie mit der Steinaxt geschnitten Szenen, wird der Zuschauer eingeführt in das rauhe Leben im Schottland des Mittelalters. Als William Wallace nach jahrelanger Pilgerschaft zum Krieger herangereift in seine Heimat zurückkehrt, ächzt das Land unter dem Joch der Briten. Auch die eigene, geheime Romanze Williams mit einer Landschönheit findet ein jähes Ende. In dem Maße, in dem sich Williams persönliche Vendetta gegen die Briten zur Revolte gegen ihre Gewaltherrschaft ausweitet, gewinnt auch „Braveheart“ an Fahrt. Schließlich geben Intrigen am englischen Königshof und unter den machthungrigen, ungeeinten schottischen Lords, die Wallace in den Rücken fallen, der Geschichte jenen Zunder, der sich in den wahnwitzigen Schlachtsequenzen entlädt. Nur das abschliessende Martyrium der Hauptfigur, die nach zehnminütiger Folter hingerichtet wird, ist noch verstörender und emotional packender. Die im Vorfeld gezogenen Vergleiche mit dem thematisch verwandten „Rob Roy“ erweisen sich als nicht haltbar: Die Ode an Ehre und Gerechtigkeit mit Liam Neeson als strahlendem Helden überzeugte als konventionell erzähltes Mantel-und-Degen-Abenteuer. Episch in Länge und Größe, wenn auch nicht Vision, ist „Braveheart“ ein pechschwarzes Kriegsspektakel, in dem ein Mann mit seinen Dämonen auf Kollisionskurs geht. Von Oscar-Gewinner John Toll in dreckigen, unwirtlichen Bildern eingefangen, ist William Wallace Mel Gibsons gebrochenste Rolle seit der „Mad Max„-Trilogie. Und doch geht eine ursprüngliche Kraft von ihm aus, die selbst im wüstesten Schlachtengetümmel die Blicke auf sich zieht. Jene Energie ist es, die in den USA für ein Einspiel von 25,7 Mio. Dollar nach nur zwölf Tagen sorgte und dem Film trotz aller Kompromißlosigkeit eine kommerzielle Wild Card beschert. ts.

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