Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding

  1. Ø 4.2
   1999

Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding: Unbeschwert-bestechende Ruhrpott-Gaunerklamotte über einen Raubzug, bei dem wirklich alles schiefgeht.

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Filmhandlung und Hintergrund

Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding: Unbeschwert-bestechende Ruhrpott-Gaunerklamotte über einen Raubzug, bei dem wirklich alles schiefgeht.

Der gemütliche Kiffer Cake steckt in der Klemme: Er hat den Großteil der Beute aus einem Raubzug mit dem eingeknasteten Schwerverbrecher Kalle bei Wetten verspielt. Als Kalle plötzlich vor seiner Tür steht, ist guter Rat teuer. Cake läßt sich mit einem Kumpel auf einen Diebstahl bei dem halbseidenen Spediteur Kampmann ein, womit seine Probleme erst so richtig beginnen.

Keek, ein phlegmatischer Kiffer aus dem miefigen Ruhrpott-Kaff Unna, steckt tief in der Klemme. Denn er hat einen Großteil aus einem gemeinsamen Raubzug mit dem im Knast sitzenden Kalle bei Wetten verspielt. Als sein äußerst jähzorniger Kumpan plötzlich vor seiner Tür steht, muss sich Keek dringend was einfallen lassen, um die Kohle wieder zu beschaffen. Also lässt er sich mit einem leicht debilen Automechaniker auf einen Diebstahl bei dem halbseidenen Spediteur Kampmann ein. Doch damit geht es mit den Problemen erst richtig los.

Keek, ein phlegmatischer Kiffer, steckt in der Klemme, als sein Kumpan Kalle völlig unerwartet in der Tür steht und mit Nachdruck nach der Beute aus dem gemeinsamen Raubzug verlangt. Da er das Geld verwetttet hat, beteiligt sich Keek an einem Einbruch bei dem halbseidenen Spediteur Kampmann. Frische Gaunerkomödie aus dem Ruhrpott, mit der Jung-Regisseur Peter Thorwarth ein vielbeachtetes Spielfilm-Debüt gab.

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Kritikerrezensionen

  • „Bang Boom Bang“ macht seinem Namen alle Ehre: Als hätte Quentin Tarantino im Ruhrpott eine neue Heimat gefunden, stürmt Regieneuling Peter Thorwarth mit einer vor Ideen und originellen Figuren übersprudelnden Kleingangster-Komödie die Kinos. Auch wenn die Einflüsse deutlich erkennbar sind, wirkt die atemberaubend vertrackte Geschichte nie kopiert oder bemüht: Dafür kennt Thorwarth die Figuren – bis in die letzte Nebenrolle mit bekannten Gesichtern oder klasse Typen besetzt – viel zu gut und ist die von den im Minutentakt servierten Höhepunkten angeheizte gute Laune viel zu ansteckend.

    Großes Kino mit Bildern für eine große Leinwand hat Peter Thorwarth im Sinn, wenn er seine Figuren im „Jackie Brown“-Zickzack-Verfahren sorgfältig vorstellt und langsam in Stellung bringt, um schließlich mit der Genauigkeit eines Uhrwerks und blendendem Timing ein Inferno spritziger und unvermuteter Ereignisse abzufahren. Wenn der Kühler eines schrottreifen Autos (mit Nummernschild DO-PE) die ganze Breite des Bildes einnimmt oder der Regisseur bei einer Sause durch die Stadt Zeitraffer einsetzt, denkt man unweigerlich „Amerika“, doch beim zweiten Blick ist man dann doch in Unna. Immer läßt Thorwarth seine augenzwinkernde Gangsterballade einen Tick zu groß wirken – wie die Träume seiner der locker aus dem Ärmel geschüttelten Typen, die nichts lieber täten als dem Kleinstadtmief zu entfliehen.

    Neben den halbseidenen Spediteuren, den kleinen Verlierern, den liebenswerten Fußballhoffnungen, die bis zur Entdeckung noch ein paar Autos frisieren, trifft das vor allem wohl auf den gemütlichen Kiffer Keek im Misfits-T-Shirt (Oliver Korittke souverän in einer charmanten Fortsetzung der Rolle, die Brad Pitt in „True Romance“ spielte) zu, der das Geld aus einem gemeinsamen Raubzug mit dem eingeknasteten Kalle bei Pferdewetten und für Dope verjubelt hat. Er wird aus seiner Lethargie gerissen, als Knacki Kalle ausbricht und seinen Zaster sehen will. Jede neue Szene bringt neue Komplikationen mit sich, bis Keek und sein Kumpel Andi (Markus Knüfken) sich auf einen unerhörten Plan des kleinen Speditionsangestellten Schlucke einlassen und in der Firma von dessen windigen Chef Kampmann einbrechen. Was dann kommt, ist ohne Zweifel eines der Highlights des Kinojahres, eine absurd.aberwitzige Einbruchs-Sequenz, die immer länger und immer noch besser und unglaublicher wird.

    Dazu kommen ein überraschend guter und authentischer „Straßen von San Francisco“-Soundtrack von den H-Blockx und begnadete Darstellungen, von Ralf Richter als beängstigender Prolo im purpurnen Segeltuch-Jogginganzug, Heinrich Giskes als finsterer Spießgeselle Ratte und vor allem von Diether Krebs, den man gerne öfters im Kino sehen würde, zahllose Gastauftritte deutscher Prominenz und natürlich ein wilder Clou am Schluß, der noch einmal alles auf den Kopf stellt. Da schleichen sich manchmal Längen ein, und dennoch fühlt man sich bei Thorwarth in besten Händen: Nie hat man das Gefühl, das ihm die Ideen bei seinen grellen Impressionen aus dem Pott ausgehen könnten. Vermutlich läßt sich aus den der Schere zum Opfer gefallenen Szenen von „Bang, Boom, Bang“ ein Film machen, von dem mancher arrivierte Filmemacher in diesem Land (und in den USA) nur träumen kann. ts.

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