The Equalizer (2014)

The Equalizer Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (8)
  1. Ø 4.9
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

The Equalizer: Actionthriller von Regisseur Antoine Fuqua, in dem Denzel Washington einen ehemaligen Topagenten spielt, der unter gewalttätigen Gangstern aufräumt.

Auf den ersten Blick wirkt Robert McCall (Denzel Washington) wie ein ganz normaler Durchschnittstyp, der jeden Tag zur Arbeit geht und ein geregeltes, ruhiges Leben führt. Doch der Schein trügt, früher war er Spezialist bei der Polizei und wusste in jeder noch so ausweglosen Situation immer genau, was zu tun ist. Nach dem Tod seiner Frau möchte McCall sein altes Leben hinter sich lassen und die Vergangenheit vergessen. Weil er nachts nicht schlafen kann, besucht er regelmäßig eine Bar, um dort in Ruhe zu lesen. Dort trifft er eines Tages Teri (Chloë Grace Moretz), ein junges Mädchen, das sich leichtfertig mit der russischen Mafia eingelassen hat und dem Einfluss der extrem gewalttätigen Gangster ausgesetzt ist. McCall kann das nicht tatenlos mitansehen, deswegen trifft er eine folgenschwere Entscheidung, die ihn dazu zwingt, seinen selbstauferlegten Ruhestand zu beenden und wieder in alte Muster zu verfallen: Er beschließt Teri aus den Händen der Verbrecherorganisation zu befreien und für Gerechtigkeit zu sorgen. McCall startet einen einsamen Feldzug gegen den scheinbar übermächtigen Gegner, doch der Ex-Cop hat einige verborgene Fähigkeiten, die ihn bald zu einer ernstzunehmenden Bedrohung machen.

Ursprünglich war „Gladiator“-Star Russel Crowe („Noah“, „L.A. Confidential“) die Hauptrolle in „The Equalizer“ vorgesehen und auch für den Regieposten war zu Produktionsbeginn nicht Antoine Fuqua („Olympus Has Fallen“, „Training Day“), sondern Nicolas Winding Refn („Drive“, „Only God Forgives“) eingeplant. Der düstere Actionfilm wurde vor allem vom Publikum positiv aufgenommen, während die Kritiken eher gemischt ausfielen. Aufgrund des Erfolges wurde bereits im Februar 2014 eine Fortsetzung angekündigt, für die erneut Richard Wenk („16 Blocks“, „The Expendables 2“) engagiert wurde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Knallharte Racheengel-Geschichte, die den Punisher ziemlich alt aussehen lässt!
  • Nicht zum ersten Mal in seiner Karriere spielt Denzel Washington einen Mann in Flammen: Schon in Tony Scotts “Mann unter Feuer” zog Hollywoods zuverlässigster Superstar los als Mensch gewordene Kampfmaschine, die nicht mehr länger tatenlos zusehen kann, dass einem wehrlosen Mädchen ein Unrecht zugefügt wird. Damals räumte er auf, weil das Mädchen, auf das er aufpassen sollte, von Gangstern entführt wurde. Bei seiner ersten Zusammenarbeit mit Regisseur Antoine Fuqua seit “Training Day“, der Washington den Oscar als bester Hauptdarsteller eingebracht hatte, ist er nunmehr ein ehemaliger CIA-Vollstrecker, der mit einer neuen Identität ein unauffälliges und bescheidenes Leben als Abteilungsleiter in einem Baumarkt führt, sich aber gezwungen sieht, wieder zur Tat zu schreiten, als eine befreundete russische Prostituierte von ihrem schmierigen Zuhälter misshandelt wird – die letzten 15 Minuten von “Taxi Driver“, auf Spielfilmlänge ausgebreitet und im unerbittlichen Stil von “Ein Mann sieht rot” erzählt.

    Im Grunde basiert der Ein-Mann-Rachefeldzeug auf der gleichnamigen Erfolgsserie aus den Achtzigerjahren, in der sich Edward Woodward auf den Straßen von New York bisweilen auch mit drastischen Mitteln für die einsetzte, die sonst keine Stimme haben. Die Prämisse hat Fuqua übernommen, aber er hat eine völlig andere Tonalität und Gangart gewählt für seinen grimmigen, kompromisslos harten Film, in dem Washington den Part des Robert McCall übernommen hat, dabei aber weniger an den hüftsteifenan Woodward, sondern an Liam Neesons Auftritt in den “Taken”-Filmen erinnert – oder eben an seine eigene Rolle in “Mann unter Feuer”. Denn er steht förmlich in Flammen, als er sich entscheidet, seine passive Haltung aufzugeben und zu tun, was zu tun ist. Das bedeutet in diesem Fall, dass nicht nur der erwähnte Zuhälter und seine Schergen in einer fulminanten Szene, die erstmals die Gefährlichkeit der Titelfigur aufblitzen lässt, zahlen müssen, sondern die komplette mafiöse Organisation, die hinter dem schmierigen Typen steht, an der Wurzel getilgt wird.

    Was wiederum bedeutet, dass auch die korrupten Cops von Boston zahlen müssen, die Machenschaften diverser hochrangiger Politiker aufgedeckt werden, ein mit allen Wassern gewaschener Killer der Verbrecherorganisation in einem ausgedehnten Showdown im Baumarkt mitsamt einer Armee bis an die Zähne bewaffneter Söldner erledigt wird und schließlich im Epilog auch noch der Strippen ziehende Russenmafioso in Moskau bekommt, was er verdient. Wenn schon Eskalation, dann richtig. Fuqua kennt kein Maß, wenn er Washington dabei zusieht, wie er mit der Präzision und emotionalen Beteiligung einer Maschine keine Gefangenen macht. Wenn nach etwas mehr als zwei Stunden der Friede wieder hergestellt und McCall endlich der “Equalizer” geworden ist, fühlt man sich wie ausgewrungen. “Dirty Harry” wirkt im Vergleich zu dieser archaischen Vergeltungsfantasie wie ein Chorknabe. ts.
  • "The Equalizer" basiert auf der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1980ern, in der Edward Woodward ("The Wicker Man", "Hot Fuzz") einen ehemaligen CIA-Agenten spielt, der Menschen in Notsituationen hilft und so in New York für Gerechtigkeit sorgt. Allerdings muss man weder den Ursprung des Films noch Bob McCalls Vorgeschichte kennen – im Gegenteil. Denn der neue Actionthriller von Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day", "King Arthur") funktioniert auch hervorragend, wenn man erst nach und nach herausfindet, was für einen Charakter Denzel Washington ("Philadelphia", "American Gangster") spielt.

    "The Equalizer" inszeniert Bob McCall zunächst recht geschickt als überkorrekten Sonderling. Er scheint besessen von seiner Stoppuhr zu sein, mit der er beispielsweise die Zeit nimmt, die er morgens zum Anziehen braucht. Und wenn er nachts nicht schlafen kann, besucht er ein kleines Diner an der Ecke, das an das berühmte Gemälde von Edward Hopper erinnert – auch das ein immer gleiches Ritual, bei dem er einen Teebeutel feinsäuberlich in eine Serviette einschlägt, ein Buch nimmt und im Restaurant an immer dem gleichen Tisch das nicht benötigte Besteck akribisch zur Seite räumt, ehe er sich heißes Wasser für seinen Tee servieren lässt.

    Natürlich weiß man als Zuschauer, zu welchem Genre "The Equalizer" zählt und dass Bob McCall der Protagonist eines Actionthrillers und nicht etwa eines Dramas über einen latent autistischen Einzelgänger ist. Dennoch: wenn er zum ersten Mal zeigt, welche Fähigkeiten er sich in seinem früheren Leben angeeignet hat und fünf bewaffnete Gangster eiskalt und mit tödlicher Präzision ausschaltet – in 19 statt der von ihm geschätzten16 Sekunden –, ist die Überraschung bestens gelungen. "The Equalizer" ist ein ruhiger, getragener Film, der dann plötzlich explodiert. Actionszenen werden sparsam eingesetzt, aber mit aller Härte inszeniert.

    Im Verlauf des Films avanciert Bob McCall zum Vigilanten, zum Superhelden ganz ohne Superkräfte – von seinem CIA-Training einmal abgesehen –, der sich mit brutalen Zuhältern und korrupten Cops anlegt. Denzel Washington spielt diese Rolle großartig, er ist zu keiner Zeit ein typischer Action-Held, sondern bleibt ein nachdenklicher, verletzlicher Mensch. Ebenso kann sein Gegenspieler überzeugen: Marton Csokas ("Die Bourne Verschwörung", "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro") gibt den gnadenlosen Vollstrecker der Russenmafia, tätowiert am ganzen Körper, sadistisch und dabei immer höflich und korrekt. Ein spannendes Duell zweier interessanter Figuren, dank dem es "The Equalizer" gelingt, einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

    Fazit: In Antoine Fuquas Thriller "The Equalizer" spielt Denzel Washington einen ehemaligen Spezialagenten, der als Vigilant in Boston für Gerechtigkeit sorgt. Überraschende Wendungen in der Geschichte, wohl dosierte Action und ein großartiger Hauptdarsteller machen den Film äußerst sehenswert.
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