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The Night Manager

  

The Night Manager: Miniserie nach John le Carrés gleichnamigen Roman, in dem ein Hotelmitarbeiter einen internationalen Waffenhändlerring infiltriert.

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Filmhandlung und Hintergrund

Miniserie nach John le Carrés gleichnamigen Roman, in dem ein Hotelmitarbeiter einen internationalen Waffenhändlerring infiltriert.

Der Brite Jonathan Pine (Tom Hiddleston) arbeitet während des ägyptischen Frühlings 2011 in Kairo als Nachtmanager für ein Luxushotel. Ihm werden brisante Dokumente zugespielt, die einen großen Waffenhandel zwischen dem mächtigen ägyptischen Hamid-Clan und dem britischen Geschäftsmann Richard Roper (Hugh Laurie) belegen. Pine gibt diese Information an die britischen Behörden weiter, doch statt einzugreifen warnen diese Roper, der die undichte Stelle ermorden lässt.

Vier Jahre später, Pine arbeitet mittlerweile in der Schweiz, steigt ebenjener Geschäftsmann in seinem Hotel ab, dessen Name ihm aus Ägypten noch immer im Gedächtnis ist: Roper. Erneut sucht er Rat bei der britischen Botschaft, dieses Mal erreicht er Angela Burr (Olivia Coleman). Seinen politischen Verbindungen zum Trotz, hat diese schon lange ein Auge auf Roper geworfen und will ihn endlich zur Rechenschaft ziehen. Um ihn zu überführen, soll Pine in den engsten Kreis von Roper eindringen und Informationen sammeln. Dabei kommt er auch Ropers Geliebter gefährlich nahe. Kann Pine seine Mission dennoch beenden, bevor sein doppeltes Spiel auffliegt?

Welche Drama-Highlights euch sonst auf Amazon Prime erwarten, seht ihr im Video:

„The Night Manager“ – Hintergründe

Nach ersten gescheiterten Versuchen wagen sich die BBC und der US-amerikanische Sender AMC erneut daran, den als Serie umzusetzen. 2016 erschien das fertige Produkt erstmals auf BBC One, die deutschsprachige Erstausstrahlung fand einen Monat später auf dem Streamingdienst Amazon Prime Video statt, bevor das ZDF im Herbst des gleichen Jahres nachzog. Für die Free-TV-Ausstrahlung wurden die sechs Episoden leicht gekürzt und auf drei Folgen in Spielfilmlänge umgeschnitten.

Sowohl im englischen als auch im deutschsprachigen Raum erhielt die Mini-Serie positive Kritiken, so lebe sie von den schauspielerischen Leistungen der drei Hauptakteure Tom Hiddleston, Hugh Lauri und Olivia Coleman, die alle drei mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurden. Außerdem werde die Serie mit ihrer Gesamtspielzeit von knapp sechs Stunden dem Inhalt der Romanvorlage gerecht.

Bereits 2017 verkündete Regisseurin Susanne Bier („Bird Box“), dass an einer Fortsetzung gearbeitet wird. Allerdings sei der Druck nach der gelungenen ersten Staffel sehr groß und man lasse sich entsprechend Zeit, um eine hohe Qualität zu gewährleisten.

The Night Manager im Stream

Du willst The Night Manager online schauen? Hier findest du in der Übersicht, auf welchen Video-Plattformen The Night Manager derzeit legal im Stream oder zum Download verfügbar ist – von Netflix über Amazon Prime Video und Sky Ticket bis iTunes.

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Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Night Manager: Miniserie nach John le Carrés gleichnamigen Roman, in dem ein Hotelmitarbeiter einen internationalen Waffenhändlerring infiltriert.

    Mit zügigen Schritten eilt Jonathan Pine durch die Hotel-Lobby. Sein Gang ist selbstbewusst, seine Kleidung elegant-akkurat, seine Mimik sicher. Dabei herrscht außerhalb des Luxus-Hotels, für welches er als Nachtmanager arbeitet, Umbruchsstimmung – der arabische Frühling hat Ägypten erreicht. Souverän bugsiert Pine seine Gäste, die bei einem Aufbegehren des Volkes nicht mehr viel zu sagen haben, in die Taxis, ohne sich auch nur in einer Sekunde irgendwelche Furcht anmerken zu lassen. Pine ist aber das ganze Gegenteil eines aalglatten Mannes, der sich mit schicker Kleidung und einem gutaussehenden Äußeren eine Art Coolness auf die Brust schreibt. Er ist sympathisch, mit jeder Regung versprüht er einen Charme, dem man sich schon nach den ersten Minuten von „The Night Manager“ kaum entziehen kann.

    Die Mini-Serie, die vom britischen Hauptlieferanten, der BBC („Sherlock“, „Luther“), produziert wurde, fährt dabei in alle Richtungen starke Geschütze auf. „The Night Manager“ basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schriftstellers John le Carré, dessen Werke nicht nur zu den besten des Spionage-Thriller-Genres gehören, sondern auch schon oftmals in Filmen und Serien verarbeitet wurden, um mit „Der Schneider von Panama“, „Der ewige Gärtner“, „Dame, König, As, Spion“ und „A Most Wanted Man“ nur einmal die letzten Verfilmungen aufzuzählen. In „The Night Manager“ geht es eben um jenen Hotelangestellten Jonathan Pine, der als Spitzel auf einen international agierenden Waffenhändler angesetzt wird, um diesen zu überführen. In der Serien-Umsetzung des Romans gelingt dabei gleich der erste Clou: Die Handlung wird in die Moderne adaptiert, spielt also im Hier und Jetzt, ohne sich mit den doch schon abgedroschenen Auswirkungen des Kalten Krieges befassen zu müssen.

    Aus dieser Inhaltsangabe wird schnell ersichtlich, dass „The Night Manager“ sowohl in der Rolle des titelgebenden Helden, als auch mit der Figur des Waffenhändlers zwei Darsteller braucht, die ihre Funktionen glaubhaft rüberbringen, gleichzeitig aber auch den Zuschauer überzeugen können. Allein in der im ersten Abschnitt beschriebenen Eröffnungssequenz der Serie fällt auf, dass mit Tom Hiddleston („The Avengers“) der richtige, weil absolut charismatische Schauspieler für den Nachtmanager gefunden wurde. Die Wahl seines Gegenspielers mag auf den ersten Blick verwundern, ist Hugh Laurie doch vor allem als grantiger, aber immer auf das Positive bedachte Arzt „Dr. House“ bekannt geworden. Doch schon in dieser früheren Rolle steckt die richtige Essenz: Der Waffenhändler Richard Roper ist ein Ekel und gleichzeitig aber auch ein liebender Vater – Hugh Laurie überträgt diesen Stil wunderbar auf den Bösewicht Roper, vermeidet aber den Zynismus, der seinem Charakter wiederum die Glaubwürdigkeit genommen hätte.

    Nach den ersten beiden Folgen, die wir bereits sehen durften, ist es noch schwierig, ein Urteil über den Zustand von „The Night Manager“ zu fällen. Bisher gelingt die Figuren-Identifikation allerdings hervorragend, merkt man dies doch schon daran, dass die Möglichkeit besteht, eine Faszination für den Bösen der Geschichte zu entwickeln. Auch die Einführung von Roper als gefährlicher Waffenexporteur wird dank einer Bestellliste am Anfang schnell deutlich. Auf der anderen Seite wird es dabei aber ein wenig holprig: Die Motivation von Pine, gleich bei zwei Gelegenheiten, die einige Jahre auseinanderliegen, Roper an den britischen Geheimdienst zu verraten, stellt sich noch nicht klar heraus. Zwar wird anfangs gezeigt, warum Pine auf Rache aus ist, jedoch werden dieser Thematik zu wenige Minuten geschenkt, um glaubhaft vermittelt zu werden.

    Dafür wird sich „The Night Manager“ nach der Einführung, die gut zwei Folgen braucht, mehr auf die Beziehung der beiden Kontrahenten fokussieren können. Bleiben Tom Hiddleston und Hugh Laurie dabei ihrem Schauspiel treu, dürfte uns eine sehr spannende Unterhaltung bevorstehen. Ein abschließendes Fazit können wir dann nach acht Folgen der Mini-Serie ziehen.

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