Tannbach - Schicksal eines Dorfes II

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   2017
Tannbach - Schicksal eines Dorfes II Poster

Handlung und Hintergrund

Tannbach - Schicksal eines Dorfes II: Die dreiteilige Fortsetzung von "Tannbach - Schicksal eines Dorfes" erzählt die deutsch-deutsche Geschichte der 1960er Jahre.

Darsteller und Crew

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Tannbach II - Schicksal eines Dorfes

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Fortsetzung des Dreiteilers bietet 270 Minuten konzentrierte Freudlosigkeit und wirkt wie ein altmodisches Fernsehspiel.

    „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ ist die Fortsetzung des gleichnamigen Dreiteilers, der 2015 mit großer Besetzung anhand eines Mikrokosmos‘ die Geschichte des geteilten Nachkriegsdeutschlands erzählt hat. Inhalt und Inszenierung der neuen Trilogie sind allerdings derart freudlos, dass das Projekt komplett in Tristesse versinkt. Es gibt kaum eine Rolle, die zur Identifikation einlädt. Die Handlung ist bevölkert mit Kriegsverbrechern, alten Nazis und bornierten Sozialisten; alle anderen sind entweder Denunzianten oder Opportunisten. Die meisten Mitwirkenden werden zudem betont unattraktiv präsentiert. Das passt zur vermittelten Stimmung: Die Handlung erstreckt sich vom Dezember 1960 bis zum Sommer 1968 und dem gewaltsamen Ende des „Prager Frühlings“; Regisseur Alexander Dierbach lässt diesen Zeitraum auch dank der überwiegend in düsteren erdigen Farben gehaltenen Bilder (Kamera: Ian Blumers) wie eine bleierne Zeit wirken. Die tempoarme Inszenierung ist derart frei von Überraschungen oder gestalterischer Raffinesse, dass der Mehrteiler wie ein klassisches und entsprechend altmodisches Fernsehspiel wirkt.

    Dabei sind eigentlich alle Voraussetzungen für eine fesselnde Geschichte gegeben. Das fiktive Dorf Tannbach liegt exakt auf der Grenze, die Bayern von Thüringen und somit nach 1945 die amerikanische von der sowjetischen Besatzungszone trennt. Der erste Zyklus endete 1952 mit der endgültigen Teilung des Landes. Acht Jahre später befinden sich Ost und West im Kalten Krieg, die Fronten haben sich verhärtet. Im geteilten Tannbach entwickelt sich das deutsch-deutsche Verhältnis wie unter einem Brennglas: Der Osten blutet aus, weil viele Bauern keine Lust haben, ihre Arbeitskraft dem Sozialismus zur Verfügung zu stellen; im Westen leben die Handlanger des Nationalsozialismus ihr Leben weiter, als wäre nichts geschehen. Deshalb ist die östliche Ebene spannender, weil das junge Ehepaar Anna und Friedrich Erler mit viel Enthusiasmus ein neues Land aufbauen will. Henriette Confurius und Jonas Nay gehören zu den wenigen Darstellern, die ein überwiegend positives Menschenbild vermitteln, aber Nay muss sich am Schluss von Teil eins aus der Saga verabschieden; damit gibt es außer Confurius keine Figur mehr, die das Herz erwärmt. Im Osten herrscht immerhin Aufbruchstimmung, doch im Westen dominieren Missgunst und Hass. Es gibt eine Vielzahl großer und kleiner Dramen, aber nur wenige sind wirklich berührend. Autorin Silke Zertz vergleicht „Tannach“ mit einer „Sinfonie mit großem Orchester“, aber angesichts der sehr episodischen Erzählweise erinnert der Dreiteiler mitunter an die Minuten vor dem Konzertbeginn, wenn jedes Orchestermitglied bei seinen Fingerübungen für sich allein spielt. tpg.

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