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Die Läusemutter

Filmhandlung und Hintergrund

Neue Sat.1-Serie, die vom ganz normalen täglichen Schulwahnsinn erzählt und auf einem holländischen Format basiert.

Darsteller und Crew

Auf DVD & Blu-ray

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Die Läusemutter - Staffel 1

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Läusemutter: Neue Sat.1-Serie, die vom ganz normalen täglichen Schulwahnsinn erzählt und auf einem holländischen Format basiert.

    Neue Sat.1-Serie, die vom ganz normalen täglichen Schulwahnsinn erzählt und auf einem holländischen Format basiert.

    Im Grunde weckt der Titel falsche Erwartungen, denn im Mittelpunkt der zehnteiligen Sat.1-Serie steht keine Person, sondern eine Institution: „Die Läusemutter“ erzählt von den ganz normalen, in ihrer Häufung allerdings sehr skurrilen Ereignissen an einer Grundschule irgendwo im Rheinland. Das wiederum ist fast schon vermessen, denn mit „Der Lehrer“ hat RTL vor allem seit dem Relaunch 2013 den deutschen Prototypen der Schulserie geschaffen. Anders als die regelmäßig ausgezeichnete Sony-Dramedy setzt „Die Läusemutter“ jedoch vor allem auf komödiantische Effekte. Dem Titel zum Trotz gibt es gar keine zentrale Rolle, weshalb das Ensemble im Grunde aus eindimensionalen Nebenfiguren besteht: Der Rektor (Alexander Schubert) will es allen Recht machen und pflegt Probleme am liebsten wegzulächeln; die sonderliche Lehrerin Anke Knapp (Antje Widdra) nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um in Gesang auszubrechen, und scheitert regelmäßig daran, die Eltern zur Raison zu bringen; und schließlich die Mütter und Väter von Frau Knapps Zweitklässlern, die allmorgendlich mit dem Loslassen ihrer Kinder zu kämpfen haben. Die einzige ernstzunehmende Figur ist Hannah, deren Tochter neu in die Klasse kommt und die sich erst mal an die seltsamen Gepflogenheiten der anderen Eltern gewöhnen muss. Pina Kühr, in Reihen und Serien schon hier und dort in kleinen Rollen besetzt, wäre als Titelfigur ein echter Einschaltgrund, wenn sie mehr zu tun hätte.

    „Die Läusemutter“ basiert auf einem gleichnamigen niederländischen Format (Adaption: Iris Kobler, Dietmar Geigle). In Holland war die Serie mit bis zu 40 Prozent Marktanteil außerordentlich erfolgreich. Solche Zahlen wären für Sat.1 ohnehin illusorisch, aber der Sender muss zudem auf einen starken Vorlauf durch „Think Big“ hoffen: Für sich genommen sind die Episoden schlicht nicht witzig genug, zumal die Umsetzung trotz der Kürze von knapp dreißig Minuten deutliche Längen hat. Einige Ideen werden zudem zu Tode geritten. Wenn sich die Eltern eine ganze Folge lang nicht einigen können, mit welchem Kind ihre Töchter den Nachmittag verbringen sollen, ist das irgendwann zwangsläufig nicht mehr komisch. Die persiflierten absurden Vornamen des Nachwuchses sind zwar gut getroffen, aber einige Gags sind eher plump als lustig (der Rektor heißt Anton P. Immelmann); und dass eine betuchte Helikopter-Mutter ihre lautstark deklamierten Dialoge ständig um vulgäres Vokabular ergänzt, ist das auf Dauer eher befremdlich als lustig.

    Auch der Versuch, sich satirisch mit dem Thema Political Correctness auseinanderzusetzen, ist nicht rundum gelungen: Der Rektor will aus Rücksicht auf religiöse Minderheiten (es gibt eine Muslima an der Schule) das alljährliche Krippenspiel durch einen Auftritt des von ihm selbst verkörperten König Winter ersetzen und die Kinder auf diese Weise über die drängenden ökologischen Probleme informieren. Prompt folgt eine Diskussion über die Frage, ob ein dunkelhäutiger Adoptivvater, den Frau Knapp zunächst für den Putzmann hält, als „Schwarzbär“ in die Riege der Eisbären integriert werden kann oder ob es vertretbar ist, ihn weiß zu schminken. Gelungen sind auch die verschiedenen Eiertänze von Kollegium und Eltern angesichts des homosexuellen Väterpaars. Die Serie ist ohnehin in vielen Ansätzen originell, aber unterm Strich ist „Die Läusemutter“ weit vom Biss der vergleichbaren TNT-Mockumentary „Andere Eltern“ (2019) entfernt. tpg.
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