Die zweite Staffel „Charité“ behandelt eine höchst sadistische Epoche in der Medizin. Alle Folgen könnt ihr schon online sehen oder wöchentlich in der linearen TV-Ausstrahlung. Das Staffelfinale findet am 19.03.2019 statt, wie immer müsst ihr ab 20.15 Uhr im Ersten zuschalten.

Die Geschichte um Virchow, Koch und die anderen Mediziner an der Charité hat ihr Ende gefunden. Wer die erste Staffel noch einmal sehen möchte, kann dies bei Netflix oder in der ARD-Mediathek im Stream tun. Die Fortsetzung erzählt Geschichten aus dem berühmten Krankenhaus in der Zeit des Nationalsozialismus.

„Charité“: Regiewechsel für die zweite Staffel

Sönke Wortmann hatte verkündet, die Regie aus Zeitgründen nicht mehr übernehmen zu wollen. Seinen Posten hat für die zweite Staffel Anno Saul übernommen. In den Hauptrollen spielen Ulrich Noethen, Mala Emde, Jannik Schümann, Frida-Lovisa Hamann, Jacob Matschenz und andere. Mehr zu den Darstellern und den Hintergründen ihrer Rollen erfahrt ihr in einem wunderbaren Web-Special der ARD. Ob noch eine dritte Staffel „Charité“ folgt ist unklar.

„Charité“ live im TV oder im Vorab-Stream

Die zweite Staffel steht mit allen sechs neuen Folgen im Vorab-Stream in der ARD-Mediathek zur Verfügung. Falls ihr die lineare Ausstrahlung verpasst habt, könnt ihr die Folgen dort auch nachholen. Die Sendetermine im Ersten könnt ihr hier nachlesen:

  • Folge 1 und 2, „Heimatschuss“ und „Schwere Geburt“ seht ihr als Doppelfolge zum Staffelauftakt ab 20:15 Uhr im Ersten am 19. Februar 2019
  • Folge 3 „Letzte Hoffnung“ wird am Dienstag, den 26.2.2019 ab 20:15 Uhr im Ersten gezeigt.
  • Folge 4 „Verschüttet“ seht ihr am Dienstag, den 5.3.2019 ab 20:15 Uhr im Ersten.
  • Folge 5 „Im Untergrund“ startet am Dienstag, den 12.3.2019 ab 20:15 Uhr im Ersten.
  • Folge 6 „Stunde Null“ ist das Finale der Staffel und läuft am 19.3.2019 ab 20:15 Uhr im Ersten

Steht euch kein TV-Gerät zur Verfügung, könnt ihr den Live-Stream der ARD kostenlos online einschalten.

Den Trailer zur neuen Staffel könnt ihr euch hier ansehen:

„Charité“ Staffel 2: Die Medizin in Zeiten des Nationalsozialismus

Nachdem die erste Staffel „Charité“ im Jahre 1888 in der Zeit des Kaiserreichs spielt, rückt die Fortsetzung die Medizin in den Zeiten der nationalsozialistischen Herrschaft in den Mittelpunkt. In diesen düsteren Zeiten hat sich auch die Medizin der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht - einige Relikte aus dieser Zeit lagern immer noch in der Charité in Berlin und können auch teilweise besichtigt werden. Die Aufarbeitung dieser Geschichte ist ebenso spannend wie komplex und die Drehbuchautoren haben eine anspruchsvolle Aufgabe vor sich. In der neuen Staffel steht dann nicht mehr Hilfsschwester Ida im Mittelpunkt, sondern die angehende Ärztin Anni.

Historischer Hintergrund der zweiten Staffel

  • Die erste Staffel arbeitete mit berühmten Medizinern wie Robert Koch, die an der Charité tätig waren.
  • In der zweiten Staffel „Charité“ dreht sich die Geschichte unter anderem um Ferdinand Sauerbruch, einer der bedeutendsten Chirurgen des 20. Jahrhunderts.
  • Dieser hatte sich zunächst zum Nationalsozialismus bekannt, später aber deutlich gegen das NS-Euthanasie-Programm protestiert, das die Nazis 1939 installierten.
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Die Zentrale dieses Programms, bei dem es um die Vernichtung sogenannten „unwerten Lebens“ ging, befand sich in Berlin, in der Tiergartenstraße 4. Die Aktion „T 4“ wurde zunächst in Heilanstalten wie Hadamar und Grafeneck mit Gift und Injektionen durchgeführt, später folgten massenhafte Tötungen in Gaskammern. Beim Ärzteprozess in Nürnberg ging die Staatsanwaltschaft von insgesamt 275.000 ermordeten Menschen aus.

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