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„Charité“ Staffel 3 im TV und Live-Stream: Sendetermine und Infos

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

© imago images / Jürgen Ritter

Die dritte Staffel „Charité“ startet heute im TV und steht euch mit allen Folgen in der ARD-Mediathek zur Verfügung. Alles zur Ausstrahlung lest ihr hier.

Die Staffeln der ARD-Serie „Charité“ sind allesamt in der ARD-Mediathek zu besichtigen. Um die aktuelle dritte Staffel anzusehen und zu verstehen, müsst ihr aber keine der alten Folgen angeschaut haben. Ihr könnt also gleich heute Abend im TV oder jetzt im Stream loslegen.

Die Charité und ihr leitender Virologe Christian Drosten sind derzeit in den deutschen Medien sehr präsent und haben vielleicht auch dafür gesorgt, dass das Interesse an der Geschichte der berühmten Berliner Klinik noch gestiegen ist. Sicherlich wäre auch eine Staffel über die Charité in Zeiten von Corona eine spannende Idee. Mal schauen, worum sich die potenzielle vierte Staffel drehen wird.

„Charité“ im Live-Stream, Stream und TV

„Charité“: Sendetermine im Ersten

  • Dienstag, 12.01.2021, ARD (20.15 Uhr) mit Folge 1 und 2: „Eiserne Lunge“ und „Blutsauger“
  • Dienstag, 19.01.2021, ARD (20.15 Uhr) mit Folge 3 und 4: „Grenzwerte“ und „Atemstillstand“
  • Dienstag, 26.01.2021, ARD (20.15 Uhr) mit Folge 5 und 6: „Sepsis“ und „Herzflimmern“

Dritte Staffel „Charité“ zeigt Medizin zum Mauerbau

Diesmal soll die berühmte medizinische Institution zu Zeiten des Mauerbaus gezeigt werden. Hauptfiguren sind auch diesmal medizinische Koryphäen der Epoche. Professor Otto Prokop, der Leiter der Gerichtsmedizin und Professor Ingeborg Rapoport, die Chefin der Kinderklinik an der Charité, sind, ebenso wie die Humangenetikerin Dr. Regine Witkowski, wichtige Figuren in den neuen Folgen.

Neben diesen Figuren nach historischem Vorbild, steht auch wieder eine fiktive Person im Zentrum der Erzählung. Die junge Ärztin Dr. Ella Wendt (Nina Gummich) kommt aus der Provinz nach Berlin und beginnt, an der Charité zu arbeiten. Da Ellas Mutter schon in ihrer Kindheit vom Krebs dahingerafft wurde, ist sie besonders an der Früherkennung bösartiger Tumore interessiert. Aber die medizinische Welt ist immer noch von Männern dominiert und so muss sie sich beweisen und durchsetzen. Die Regie bei der dritten Staffel führte Christine Hartmann.

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„Charité“: Medizin in der DDR

Nicht nur im NS-Staat haben die Ärzte auf Kosten moralischer Maßstäbe und ärztlicher Eide mit dem System kollaboriert. Auch die Medizingeschichte der DDR weist einige düstere Flecken auf, deren historische Aufarbeitung noch andauert.

Nach dem Krieg war die Klinik zu 90 Prozent zerstört und wurde in der DDR wieder aufgebaut. Neben der besonderen Herausforderung, hohe medizinische Standards auch bei den bekannten Versorgungsengpässen in der DDR zu garantieren, mussten die Ärzte auch aufpassen, mit wem und worüber sie redeten. Die Stasi beteiligte sich maßgeblich am Aufbau des Charité-Personals und fürchtete den Verrat von Forschungsgeheimnissen an den sogenannten Klassenfeind. Daher suchte das Ministerium für Staatssicherheit nach Mitbestimmung, wenn es darum ging, wer Karriere machen durfte und wer für Auslandsreisen in Frage kam. Natürlich waren auch in der Charité inoffizielle Mitarbeiter*innen des Ministeriums beschäftigt, die ihre Kolleg*innen ausspionierten und auch denunzierten.

Die Hauptfiguren Prokop und Rapoport sind beide auch mit dieser Thematik verwoben. Prokop war als Gerichtsmediziner auch für die Obduktionen der Todesopfer an der Berliner Mauer zuständig und trug durch Schweigen dazu bei, dass es der DDR gelang, Todesumstände und Todesursachen der Maueropfer zu vertuschen. Prokop legte aber Wert auf politische Unabhängigkeit und war nie Mitglied in einer Partei.

Rapoport war Mitglied in der SED und sehr überzeugt von der Ideologie, die sie auch nach dem Mauerfall noch verteidigte.

Die Verantwortlichen wollen sich in der Serie auf die Monate vor und nach dem Mauerbau 1961 konzentrieren.

Medizingeschichte im Unterhaltungsformat

Die erste Staffel (Sönke Wortmann) zeigte das ehemalige Berliner Pesthaus in der Kaiserzeit und stellte vier Wegbereiter moderner Medizin in den Vordergrund. Die Folgen der zweiten Staffel (Arno Saul) zeigen die Charité kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Vordergrund steht der damalige Star-Chirurg Ferdinand Sauerbruch und die fiktive Person der Doktorandin Anni Waldhausen (Mala Emde).

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