Charité

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Historische Serie des öffentlich-rechtlichen Fernsehens über das berühmte Berliner Krankenhaus im Wandel der Zeit.

„Charité“ befasst sich mit historischen Ereignisse in der Geschichte des legendären Berliner Krankenhauses und verknüpft diese mit fiktionalen Erzählsträngen. Den Anfang macht die junge Ida (Alicia von Rittberg): Die mittellose Frau muss teure Behandlungskosten abarbeiten und wird so in den Dienst der Klinik gestellt. So wechselhaft das Dreikaiserjahr (1888) politisch war, so unbeständig waren auch die Erfolge der berühmten Charité-Forscher Behring (Matthias Koeberlin), Virchow (Ernst Stölzner) und Robert Koch (Justus von Dohnányi).

Während die Mediziner mit der Heilung von Diphterie und Tuberkulose beschäftigt sind, plagt Ida der Zwiespalt: Soll sie in Deutschland eine Ehe eingehen oder ihrem Traum folgen und in der Schweiz Medizin studieren?

Zeitsprung: 1943. Die schwangere Anni Wahldhausen (Mala Emde) und ihr Mann Artur (Artjom Gilz) nehmen die Arbeit in der Charité auf. Zu den Strapazen der Schwangerschaft muss Anni noch ihr Medizinstudium beenden, Artur ist bereits Doktor und behandelt behinderte Kinder. Nach einer komplizierten Geburt droht auch das gemeinsame Kind in die berüchtigte Kinderabteilung verlegt zu werden – der immer wieder auftretende Gehirndruck kann allerdings mit einer gefährlichen OP aufgehalten werden.

Annis Bruder Otto Marquardt (Jannik Schühmann) bekommt Fronturlaub, um seine Examensprüfung abzulegen. Er findet am neuen Arbeitsort schnell Anschluss und kann viele Kollegen von sich begeistern, ganz besonders Schwester Christel (Frida-Lovisa Hamann).

Derweil spitzt sich die Lage in und um Berlin weiter zu, auch das Krankenhausgebäude steht unter Beschuss und Operationen können nur noch im darunter liegenden Bunker stattfinden. Die Ärzte haben auf kleinstem Raum unzählige Soldaten und zivile Opfer zu versorgen. Wie lang kann die verbliebene Belegschaft diesen Ausnahmezustand noch verkraften?

„Charité“ – Hintergründe

Seit 2017 strahlt die ARD die überraschend erfolgreiche historische Krankenhaus-Serie „Charité“ aus. Jede Staffel hat einen anderen Fokus, beschäftigt sich die erste Staffel noch mit der Kaiserzeit, springt Staffel Zwei zum Zweiten Weltkrieg. Staffel Drei ist bereits in Arbeit und wird sich mit der Zeit um den Mauerbau und der Medizin zu DDR-Zeiten beschäftigen.

Für die Regie konnten bisher große Namen wie Sönke Wortmann („Der Vorname„) und Anno Saul („Wo ist Fred?„) gewonnen werden – wer die dritte Staffel inszenieren wird, steht aktuell noch nicht fest. Auch die Darsteller-Liste kann sich sehen lassen: Neben Matthias Brenner („Systemsprenger„) und Matthias Koeberlin übernahmen außerdem junge Talente wie Emilia Schüle („Traumfabrik„) und Jannik Schümann („Niemandsland„) Rollen in der historischen Krankenhaus-Serie.

Charité im Stream

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Kritiken und Bewertungen

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8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Charité: Historische Serie des öffentlich-rechtlichen Fernsehens über das berühmte Berliner Krankenhaus im Wandel der Zeit.

    Sönke Wortmanns ARD-Serie über das weltberühmte Berliner Krankenhaus ist ein Spielfilm in sechs Teilen, der sehr viel Wert auf die Authentizität von Ausstattung und Kostüm legt.

    Der deutsche Fernsehfilm hat sich in den letzten Jahren immer wieder mal mit der Geschichte der Medizin beschäftigt. Mit Ausnahme von „Dr. Hope“ (ZDF) waren die zentralen Figuren dabei meist Hebammen; Frauen waren bis Ende des 19. Jahrhunderts zum Studium nicht zugelassen. Auch in der sechsteiligen ARD-Serie „Charité“ sind die historisch verbürgten Koryphäen daher ausnahmslos Männer. Trotzdem ist die Hauptfigur der aufwändigen Produktion über das älteste Krankenhaus Berlins weiblich: Die mittellose Ida (Alicia von Rittberg) muss die Kosten einer Operation abarbeiten; und schon hat die Serie, die im Grunde eher ein Spielfilm in sechs Teilen ist, eine Heldin, aus deren Perspektive die Zu- und Missstände in der Klinik erzählt werden können. Dass Grimme-Preisträgerin Dorothee Schön und ihre Koautorin, die Medizinjournalistin Sabine Thor-Wiedemann, die Handlung im sogenannten Drei-Kaiser-Jahr 1888 angesiedelt haben, ist natürlich kein Zufall: Mit der Inthronisierung des späteren Kriegskaisers Wilhelm II. begann eine neue Epoche, zumal der mehrfache Herrschaftswechsel viel historischen Gesprächsstoff garantiert. Aus medizinischer Sicht ist diese Ära nicht minder spannend. Mit Emil Behring (Matthias Koeberlin), Robert Koch (Justus von Dohnányi) und Paul Ehrlich (Chistoph Bach) arbeiteten gleich drei spätere Nobelpreisträger an der Charité. Rund um dieses Trio strickt das Drehbuch seine Geschichten. Ida ist im Grunde bloß Beobachterin, und das ist eine deutliche Schwäche des Sechsteilers: Die weiblichen Figuren entwickeln bei weitem nicht genug Kraft, um ein angemessenes dramaturgisches Gegengewicht zu den berühmten Männern bilden zu können. An den Schauspielerinnen liegt das nicht: Alicia von Rittberg ist als aufmüpfige „Hilfswärterin“, die viel lieber selber Ärztin wäre, ebenso sehenswert wie Emilia Schüle als Varieté-Sängerin, die Koch derart den Kopf verdreht, dass er seine Familie verlässt. Schüle setzt allein durch ihre Attraktivität und ihr erfrischendes Wesen markante Glanzpunkte in dieser ansonsten sehr unwirtlichen Welt. Diese an Josef von Sternbergs Klassiker „Der blaue Engel“ (1930) erinnernden Passagen gehören zu den interessantesten Szenen, obwohl sie mit der eigentlichen Handlung nur am Rande zu tun haben. Die erste ARD-Serie von Kinoerfolgsregisseur Sönke Wortmann ist eine über weite Strecken sehr brav wirkende Arbeit, die dem typischen Stil öffentlich-rechtlicher Historienproduktionen entspricht. Größeres Manko als die allzu sehr in der Authentizität von Ausstattung und Kostüm schwelgende Umsetzung ist die fehlende Nähe zu den handelnden Personen, weshalb kaum emotionale Spannung aufkommt. tpg.

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