The Village - Das Dorf

  1. Ø 2.8
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

The Village - Das Dorf: Neuer Gruselthriller von M. Night Shyamalan ("Signs - Zeichen") über ein isoliertes, von mythischen Kreaturen bedrohtes Dorf.

Pennsylvania zu Ende des 19. Jahrhunderts: In dem kleinen Dörfchen Covington leben die Leute seit jeher im Schatten eines großen Waldes, in dessen Dunkel sich dem Mythos zufolge geheimnisvolle Kreaturen tummeln. Vor langer Zeit traf man ein Abkommen, wonach die Bürger nicht in den Wald gehen und im Gegenzug von den Kreaturen in Ruhe gelassen werden. Nachwuchsbürger Lucius (Joaquin Phoenix), frisch verliebt in die Bürgermeistertochter und auch sonst ein rechter Rebell, will das nicht länger hinnehmen.

M. Night Shyamalan

Pennsylvania 1897. Ein kleines, von der Außenwelt isoliertes Dorf lebt in Koexistenz mit unheimlichen Kreaturen, die ihr Revier im angrenzenden Wald weitgehend unsichtbar, aber ständig präsent verteidigen. Jede Spezies respektiert den Lebensraum der anderen, bis der junge Lucius mit seiner Ankündigung, er wolle die Grenzen überschreiten, eine Kette unvorhersehbarer Ereignisse auslöst.

In einem idyllischen Dorf im Pennsylvania des Jahres 1897 lebt man autark und hält sich an überlieferte Regeln. Doch der ruhige Schein trügt. Denn in den Wäldern hausen fremdartige, fleischfressende Wesen, die in den Ort einfallen, wenn sie sich bedroht fühlen. Da beschließt der stoische Schweiger Lucius, das Böse zu suchen. Ein kleiner Schritt mit großen Folgen. Für Lucius‘ Geliebte Ivy, die blinde Tochter des Ortsvorstehers, für den auch in sie verliebten Dorftrottel und all die anderen, die um das wirkliche Geheimnis der Gemeinde wissen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein friedliches, kleines Dorf, umgeben von feindlichem Terrain. "The Village" portraitiert eine Gemeinschaft, die ihren Zusammenhalt beweisen muss. Der Rat der Ältesten hat als oberstes Gesetz festgelegt, dass der Wald nicht betreten werden darf. Wozu auch - in der Stadt lauern nur boshafte Menschen und das Verbrechen. So wissen alle alten Dorfbewohner von traumatisierenden Erlebnissen aus ihrem früheren Leben in der Stadt zu berichten. Das Dorf ist eine idyllische Insel inmitten einer Welt des Bösen. Von vielen Seiten zeigt sich die unbeschwerte, ländliche Existenz. Erst als die Waldbewohner wieder in das Dorf eindringen, gerät das Leben ins Ungleichgewicht. Doch die Dorfgemeinschaft stellt sich entschlossen der Gefahr, auch wenn sich viele Einwohner unentwegt fürchten.

    Allerdings werden auch im Dorf Geheimnisse gehütet; Ivys Vater Edward (William Hurt) bewahrt diese sogar in einer Kiste auf. Letztlich hat auch menschliches Handeln die fatalsten Folgen für die Stimmung im Ort. Als Noah Lucius zu ermorden versucht, hat das Verbrechen auch hier Einzug erhalten. Nicht die Unaussprechlichen, sondern ein im Dorf aufgewachsener Mensch bringt Gefahr und Verderben mit sich. Aufgrund seiner geistigen Behinderung ist Noah nicht einmal zurechnungsfähig. Da es im Dorf keine Behandlungsmöglichkeiten für ihn gibt, wird er des öfteren in ein dunkles Zimmer eingesperrt. Das unperfekte Wesen des Menschen ist also, genau wie die äußere Gefahr durch den Wald, eine zunehmende Bedrohung

    Aus dieser Situation heraus entschließt sich Ivy, der Stadt einen Besuch abzustatten. Doch auch ohne die Kreaturen stellt sich für die blinde Frau allein im Wald eine Vielzahl von Gefahren. Ivys Lage scheint absurd und ausweglos. In geschickten Sichtperspektiven gelingt es der Kamera, den Zuschauer genauso wie Ivy im Dunklen tappen zu lassen und immer nur den nächsten Schritt vorauszuahnen.

    So spielt "The Village" mit modernen, menschlichen Ängsten vor Verbrechen und dem Alleinsein in wilder Natur. Zwar wirkt der Wald im Tageslicht kaum gefährlich, doch da Ivy nichts sieht und die Sicht der Kamera auf ihren Wahrnehmungshorizont eingeschränkt ist, bietet sich ein Bild erschreckender Bedrohung.

    Vielleicht um "Blair Witch Project" nicht zu kopieren, wird der spannendste Teil, Ivy allein im Wald, sehr kurz gehalten. Lang und ausführlich wird das romantische Leben im Dorf gezeigt, mit Beziehungskonflikten und alltäglichen Problemen. Deshalb ist der Film immer nur kurzzeitig spannend - dann, wenn er es schafft zu überraschen.

    Fazit: Ein solider Thriller mit einigen spannenden Szenen.
  • Rot ist die Farbe, die sie anlockt, Gelb der Ton, der sie besänftigt und Grün die Farbe der Hoffnung, dass nach „Sixth Sense“, „Unbreakable“ und „Signs – Zeichen“ das Konzept des übernatürlichen Überraschungsthrillers ein weiteres Mal Früchte trägt. Dank einer erneut cleveren Prämisse, die sich ideal zum Schüren von Neugier nutzen lässt, stehen die Zeichen für eine grüne Ampelschaltung bestens, auch wenn „The Village“, der bislang ambitionierteste und strengste Film von M. Night Shyamalan, seine Besucher stärker polarisieren könnte als die anderen Grusel-Rätsel-Hybriden des Autors und Regisseurs.

    Entscheidend für einen langfristigen Erfolg, der sich schließlich auch in der Zweitverwertung unter dem Laser niederschlagen soll, ist letztlich das Maß, wie harmonisch Erwartungen und Seherfahrung in Einklang gebracht werden können. Diese Variable ist auch bei „The Village“ unberechenbar, weil jeder sein eigenes Drehbuch mit ins Kino bringt oder dort entwickelt, das dann an entscheidenden Stellen entweder überflüssig oder dominant wird. Gesichert aber ist, dass dank eines atmosphärischen Trailers und eines Marketings, das die Warnfarbe Rot clever als Köder benutzt, diesen Film Millionen sehen wollen. Grund ist Shyamalans Ruf als Magier von Suspense und Twists sowie Urängste, denen sich der Mensch immer wieder stellen muss. Kultiviert wurden sie früher in Märchen, die auch den neuen Film des Regisseurs maßgeblich beeinflussen.

    Schauplatz ist ein kleines, isoliertes Dorf in Pennsylvania, das 1897, an der Schwelle zur Moderne, mit alten Mythen konfrontiert ist. Umringt von undurchdringlichen Wäldern, leben die Dorfbewohner ein Quäker-ähnliches friedliches Leben, sofern keiner die mit Wachturm gesicherte Grenze zum Wald überschreitet. Denn hierhin haben sich gefürchtete Kreaturen zurückgezogen, die mit animalischen Lauten Angst in den Menschen säen und sie mit sporadischen nächtlichen Besuchen warnen, sollte ihr Territorium verletzt werden. Ihre Präsenz wird weitgehend von Geräuschen etabliert, wenn Zweige knacken, an Türen geschabt wird oder über dem Keller Schritte zu hören sind. Mit wenigen, atmosphärisch magischen Bildern deuten Shyamalan und sein exzellenter Kameramann Roger Deakins die humanoide Gestalt der Wesen an, die Fleischfresser sind, sich unter roten Umhängen verbergen und in die Häuser einfallen, wenn sie sich bedroht fühlen.

    Wie in „Signs“ beschränkt sich die Regie auf Fast-Kontakte, erzeugt meisterlich Spannung, wenn sich die Jungs zur Mutprobe an die Waldgrenze stellen oder die Hand eines blinden Mädchens durch eine geöffnete Tür in die Außenwelt greift, gerade als sich das in Unschärfe gehüllte Grauen nähert. Die junge Frau, eine der beiden Töchter des Dorfvorstehers (William Hurt), ist die Protagonistin dieses gruseligen Herbstmärchens über eine Oase der Reinheit in einer verdorbenen Welt. Sie liebt den stoischen Schweiger Lucius (Joaquin Phoenix), der die Aufklärung verkörpert, weil er die Furcht vor dem Unbekannten überwinden will.

    Mehr darf man eigentlich nicht verraten über das mehrfach Haken schlagende Gruselkonstrukt, will man dessen Geheimnisse nicht verraten. In Shyamalans Mix aus Grimms Märchen, „Belphegor“ und „Blair Witch Project“ trägt Newcomerin Bryce Dallas Howard, Tochter von Regisseur Ron Howard, den Film mit einer emotional erstaunlich souveränen Leistung. Wie der von Adrien Brody gespielte Dorftrottel erfüllt auch sie als sensible, höchst verwundbare Sympathieträgerin eine genau kalkulierte, traditionelle Rolle im Film, der ähnlich wie „Unbreakable“ die Welt moralisch kommentiert, aber nicht mehr den Weg des Widerstands wählt.

    Spannung entwickelt „The Village“ stilsicher, zeigt aber auch Humor und lyrischen Charme (zwei tanzend eine Veranda putzende Frauen) und relativ früh sein wahres Gesicht. Es ist eine von mehreren noch folgenden Überraschungen, die wichtige Antworten liefern, aber auch die Türen zu weiteren Fragen öffnen. Es ist der Punkt, an dem sich Fantasie von Realität prüfen lassen muss, an dem Glauben oder Zweifel vielleicht mitentscheiden, ob „The Village“ im Kino über den Hit hinaus auch eine Attraktion werden wird. kob.

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