Signs - Zeichen

  1. Ø 4
   2002
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Signs - Zeichen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Signs - Zeichen: Übernatürlicher Thriller über einen Farmbesitzer, der in einem seiner Maisfelder ein geheimnisvolles Muster aus Kreisen und Linien entdeckt.

Seit er vor sechs Monaten die Ehefrau durch einen Unfall verlor, zweifelt Graham Hess (Mel Gibson), Priester a.D. und Familienvater aus dem ländlichen Pennsylvania, an seinem Gott. Mysteriöse Linien und Kreise, die über Nacht auf Stadionbreite in sein Kornfeld radiert werden, geben dem Patriarch in der Identitätskrise nun den Rest. Unterstützt nur von seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) macht er sich daran, das Geheimnis in Eigenregie zu lüften.

M. Night Shyamalan

Familienpatriarch Graham Hess hat alle Hände voll zu tun, das Leben auf seiner Farm in Pennsylvania in Ordnung zu halten. Fassungslos entdeckt Graham eines Morgens in seinem Maisfeld ein 200 Meter großes Muster aus Kreisen und Linien. Die Herkunft des Zeichens ist unerklärbar. Unterstützt von seinem Bruder Merrill macht sich Graham daran, das Geheimnis des Zeichens zu entschlüsseln.

Seit seine Frau auf höchst dramatische Weise bei einem Verkehsunfall das Zeitliche segnete, hat Reverend Graham Hess, Vater von zwei schulpflichtigen Kindern und Bewohner einer abgelegenen Maisfarm, den Glauben an den lieben Gott verloren. Sein neuer Unglaube wird einer mächtigen Prüfung unterzogen, als Hess eines morgens geheimnisvolle Kornkreise entdeckt, über Nacht von Unbekannten in den Mais gepflügt. Auch anderswo häufen sich rätselhafte Phänomene, alles deutet auf eine bevorstehende Ankunft Außerirdischer hin. Hess will für diesen Fall gewappnet sein.

Als in seinem Vorgarten Anzeichen einer bevorstehenden außerirdischen Invasion unübersehbar werden, steht ein vom Glauben verlassener Ex-Pfarrer vor der Bewährungsprobe seines Lebens. Mel Gibson und Joaquin Phoenix sind die Stars in M. Night Shyamalans fesselnd-stimmungsvollem Fantasy-Thriller.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein kleines bisschen Horrorschau: Nach dem eigenwilligen „Unbreakable“ kehrt M. Night Shyamalan mit seinem fünften Spielfilm in die Gruselwelt von „The Sixth Sense“ zurück: Angereichert um das spirituelle Sendungsbewusstsein seines Frühwerks „Wide Awake“, geht es auch hier um ein übernatürliches Phänomen, mit simplen Mitteln erzielte, clever ausgereizte Hochspannung, die das eigentliche Anliegen des Filmemachers wie eine Tarnung verdeckt, und eine hochemotionale Auflösung, die weniger mit der zunächst verfolgten Story, als den inneren Konflikten der Hauptfigur zu tun hat. Neu in einem Shyamalan-Film ist Mel Gibson, der Bruce Willis als Jedermann-Held ablöst und die gewohnt überzeugende Figur abgibt in seiner Paraderolle als Patriarch, der seine Familie vor einer übermächtigen Bedrohung schützen muss.

    Im Titel schon steckt ein Hinweis auf die Lösung der Rätsel, mit denen M. Night Shyamalan sein Publikum diesmal beschäftigt, um es, quasi durch die Hintertür, an die eigentlichen, diesmal religiösen (Glaubens-)Konflikte seines anfangs lupenreinen Gruselfilms zu führen. Gleichzeitig verweist der Titel auch auf das ureigentliche Wesen des archetypischen Ablenkungskinos, dem Shyamalan nur zu gerne fröhnt. Bei „Signs“ geht er künstlerisch zwar erkennbar wieder einen Schritt zurück, als Architekt eines funktionierenden, kommerziellen Gesamtpakets übertrifft er sich indes selbst: Nicht nur der Film selbst wird in diesem Package vermarktet. Mit ihm ist auch die Story gleich Teil des Werbekonzepts, das die Aufmerksamkeit des Publikums im Vorfeld ganz auf die bis heute vermeintlich ungeklärte Herkunft der sogenannten Kornkreise lenkt. Mehr als ein Sprungbrett, um in die Geschichte einzutauchen, ist das Phänomen indes nicht. Denn nach einer ersten prickelnden Sequenz im Maisfeld, begleitet von langsamen, bedeutungsschwangeren Kamerafahrten, haben diese Zeichen ihre Schuldigkeit bereits getan: Schnell ist klar, dass die Kreise in den Maisfeldern des Farmers Gordon Hess irgendwo in Pennsylvania Vorboten einer Invasion Außerirdischer sind, deren globale Entwicklung man in parallelen Fernsehberichten mitverfolgen kann. Nachdem also ein „Independence Day“ im Miniformat als Kulisse etabliert ist, lenkt Shyamalan den Fokus auf Hess, einen ehemaligen Priester, der nach dem traumatisierenden Unfalltod seiner Frau vom Glauben abgefallen ist und sein Bäffchen an den Nagel gehenkt hat. Mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix), einem ewigen Baseballtalent, zieht er in der Abgeschiedenheit seiner Farm seine Kinder auf, den aufgeweckten Asthmatiker Morgan und die kleine Bo, die immer und überall halbvolle Wassergläser stehen lässt. Mit minimalsten Mitteln erzeugt Shyamalan in ihrer abgeschiedenen Welt ein Maximum an Spannung. Man muss Gordon des nachts durch das Maisfeld begleiten und erhascht im Licht seiner Taschenlampe eine schemenhafte Figur; ein Babyphone übermittelt verblüffende Geräusche und Mitteilungen; Gordon hat ein haariges Treffen mit dem Mann, der seine Frau anfuhr, und trifft in dessen Haus auf ein in eine Kammer gesperrtes Alien.

    Einen spannenderen Sommer-Schocker kann man sich bis zu diesem Zeitpunkt kaum wünschen. Doch dann wird klar, dass diese mit allem nötigen Filmluxus ausgestattete „Twilight Zone“-Signs-Fiction in einer Art „Panic Farm“ in einer Konfrontation der im Keller eingezingelten Familie mit den Außerirdischen kulminieren wird. Wer die Zeichen richtig gedeutet hat, kann spätestens jetzt ahnen, worauf Shyamalan letztendlich abzielt. In einer Schlüsselszene davor hat Gordon seinem Bruder die Glaubensfrage gestellt – nun ist er selbst in die Pflicht genommen, alle Zeichen zu werten. Doch gerade als Glaubensdiskurs kommt „Signs“ kaum über „Wort zum Sonntag“-Niveau hinaus: Wenig mehr als Platitüden hat Shyamalan auf dieser ihm offensichtlich so wichtigen Ebene nicht zu bieten. Für ihn als Filmemacher erweist es sich allerdings noch als wesentlich problematischer, dass die Mechanik seines immer gleichen Plottingsystems erschreckend offensichtlich geworden ist: Zu deutlich erkennt man die Bedeutung einzelner vermeintlicher Zufälligkeiten für die Gesamtstruktur, zu selbstgefällig positioniert er seine Figuren, um am Ende den großen Payoff folgen zu lassen. Das soll nicht bedeuten, dass „Signs“ nicht funktioniert: Vor allem als Reißer, der gezielte Schockmomente stets mit überraschend effektivem Humor ausgleicht, kann er überzeugen. Aber der Film selbst ist auch als Zeichen für Shyamalan zu werten, fortan wieder neue Wege einzuschlagen. ts.

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