Filmhandlung und Hintergrund

Ein böser Geist ergreift Besitz von einem jungen Mädchen. Deren getrennt lebende Eltern versuchen, es von dem Fluch zu befreien.

Die mysteriöse antike Holzschachtel, die Em auf einem Flohmarkt erworben hat, erweist sich als fataler Erwerb, der ihrer Vorbesitzerin beinahe das Leben kostete. Zwar bemerkt ihr Vater Clyde seltsame Verhaltensveränderungen, ist aber zu sehr mit der Scheidung von seiner zickigen Frau beschäftigt, um das wahre Schreckensausmaß zu begreifen, das in der Box lauert. Darin sitzt ein uralter Dämon, der es auf Körper und Seele seiner wenig pflegeleichten Tochter abgesehen hat. Und nur ein orthodoxer Rabbiner kann den tödlichen Spuk beenden.

Sam Raimi und Ole Bornedal bündelten ihre Kräfte für diesen stimmungsvollen Horrorfilm nach bewährten Mustern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Produzent Sam Raimi ("Spider-Man", "Drag me to Hell") und Regisseur Ole Bornedal ("Nightwatch - Nachtwache", "Deliver us from Evil") bringen mit "Possession - Das Dunkle in Dir" einen Horrorfilm auf die Leinwand, der leider nicht viel Neues liefert. Allzu oft hat es die Exorzismus-Thematik schon gegeben und Zuschauer dürfen auf wenige überraschende Wendungen hoffen. Stattdessen wird dem typischen Schema gefolgt: ein kleines, süßes Mädchen, das plötzlich besorgniserregnde Verhaltensänderungen an den Tag legt und immer gruseliger wird. Sie ist von einem Dibbuk bessessen, einem Dämonen, der der jüdischen Folklore entspringt. Am Ende hilft auch hier nur ein klassisch inszenierter Exorzismus, bei dem flackernde Lichter und eine großzügig eingesetze Windmaschine für die nötigen Effekte sorgen. Wer Genre-Vorgänger wie "Der Exorzist" oder "Der Exorzismus der Emily Rose" gesehen hat, der weiß, was kommt.

      Da hilft es auch wenig, dass "Possession - Das Dunkle in Dir" auf einer "wahren Geschichte" basiert und sich an Ereignissen orientiert, die 2004 in den USA statt fanden. Damals bot ein verzweifelter Amerikaner eine "echte Dibbuk Box" bei eBay zum Verkauf an, nachdem diese sein Familie terrorisiert hatte.

      Trotz mangelnder Originalität muss man "Possession - Das Dunkle in Dir" allerdings lassen, dass der Film atmosphärisch gelungen ist. Raimi und Bornedal schaffen eine gute Mischung aus Drama und Horror, indem sie ihre Charaktere und deren Hintergründe eine gute halbe Stunde lang etablieren, bevor der Gruselfaktor einsetzt. Außerdem liefern Jeffrey Dean Morgan ("Watchmen", "Texas Killing Fields") und vor allem die kleine Natasha Calis solide Schauspielleistungen und sorgen dafür, dass die Charaktere weniger flach sind als in Horrorfilmen oftmals üblich.

      Zudem gibt es ein paar wahre Gänsehaut-Momente, bei denen sich dann richtig gegruselt werden darf. Wenn Emily zum Beispiel vor dem Spiegel entdeckt, wie der Dämon versucht, ihren Rachen heraufzuklettern, dann ist ist das wahrlich eklig. Auch eine nächtliche Küchenbegegnung zwischen Mutter und Tochter sorgt für wahre Spannung und für einen Moment weiß man wirklich nicht, was als nächstes passiert.

      Der hochgepushte Showdown hätte allerdings nicht sein müssen und hier hätte es sich sicherlich bewährt, wenn man sich nicht zu sehr an Altbewährten orientiert hatte. Dadurch wirkt gerade das Ende leider etwas klischeehaft und abgekupfert.

      Fazit: Sam Raimi und Ole Bornedal versuchen sie bei "Possession - Das Böse in Dir" daran, Drama und Grusel miteinander zu mischen. Das Resultat ist ein recht durchschnittlicher, aber doch unterhaltsamer Horrorfilm, der sich aber leider zu sehr an einschlägigen Vorgängern orientiert.
    2. Possession - Das Dunkle in dir: Ein böser Geist ergreift Besitz von einem jungen Mädchen. Deren getrennt lebende Eltern versuchen, es von dem Fluch zu befreien.

      Von Sam Raimi produzierter Exorzismus-Horror um einen jüdischen Dämon, der ein junges Mädchen befällt.

      Schon einmal debütierte Ole Bornedal in Hollywood, kehrte aber 1998 nach dem Remake seines eigenen heimischen Hits „Nightwatch“ enttäuscht nach Dänemark zurück, um dort mit Thrillern für Furore zu sorgen („Deliver us from Evil“). Für sein zweites US-Debüt nun 15 Jahre später fand er in Sam Raimi einen versierten Produzenten, der mit Ghost House Pictures („Drag Me to Hell„) einen weiteren jugendfreien Nummer-1-Horrorhit landen konnte.

      Amerikanischer Schockgehalt und europäische Mysterytradition verbinden sich zu einem routinierten Horrordrama, dem Bornedals Regie aber Originelles und Furchteinflößendes abgewinnt. Ausgangspunkt bildet ein fataler Flohmarktkauf, bei dem Em (Natasha Calis), die jüngste Tochter von Clyde (Jeffrey Dean Morgan als sehr sanfte Version von Javier Bardem), ein antikes Holzkästchen erwirbt, das sich wie in „Hellraiser“ als Büchse der Pandora erweist und bereits die Vorbesitzerin lebensgefährlich verletzte.

      Unbemerkt von den in Scheidung lebenden Eltern hypnotisiert die mit hebräischer Schrift verzierte Schachtel die kleine Em, immer, wenn sie am Wochenende das leer stehende, in einer öden Bauwüste gelegene Haus ihres Vaters besucht. Der Stress des Scheidungskinds evoziert paranormale Phänomene gesundheitsschädlicher Natur, die unbehelligt von ihr Besitz ergreifen können, weil die hysterische Mutter (Kyra Sedgwick) dem verzagten Vater für alles die Schuld gibt und Rettungsversuche anwaltlich blockiert. Schließlich wendet sich der Hilfesuchende an chassidische Rabbis, von denen nur der junge Tzadok (Hip-Hop-Musiker Matisyahu) mit einem Ritual das als Dibbuk identifizierte Wesen austreiben will, bevor es den Körper seiner Tochter endgültig besetzt.

      Lange Zeit mutet „The Possession“ wie ein Familiendrama an, aus dem sich der Horror als Manifestation zwischenmenschlicher Probleme erst herausschälen muss. Dies geschieht mit Anleihen bei „Amityville Horror“ und vor allem „Der Exorzist“: Als dessen jüdische Variante – mit einem orthodoxen Ritual und Dämon aus dem Fundus der Kabbala – kann man Bornedals Tragödie eines verzweifelten Vaters, der hart dafür bestraft wird, nicht für seine Tochter da zu sein, betrachten. Der Vateralptraum über die radikale Entfremdung vor seinem Nachwuchs, der am Beginn der Pubertät nicht nur metaphorisch, sondern buchstäblich etwas Unkontrollierbares hochwürgt, schraubt sich ganz langsam in die Dunkelheit. Mit erstaunlichem Gespür für Farbe, Licht und Schatten erwirkt Bornedal ein Chiaroscuro, das, unterlegt vom Mysteryscore, gekonnt unheimliche Atmosphäre verbreitet. Er findet in dem sukzessiven Crescendo immer wieder ruhige Szenen, von denen sich der Schrecken ausbreiten kann und schließlich in einem so effektvollen wie effektiven Finale mündet, das richtig Angst machen will. Der vorhersehbare Ablauf und das saumselige Verhalten der Beteiligten werden erfahrene User zwar unterfordern, Ästheten finden indes Gefallen am ausgefeilten Stilwerk und Thrillseeker am furios choreographierten Dämonenspuk. tk.
      1. Solide, nicht überragende, aber auch nicht schlechte Grusel-Geschichte, die dank sensibler Regie und gutem Ensemble überzeugen kann.

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