Max Manus

   Kinostart: 11.02.2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Spannendes Actiondrama um einen norwegischen Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg, der durch Sabotageakte gegen deutsche Besatzungstruppen zur Legende wurde.

Als deutsche Truppen im April 1940 in Norwegen einfallen, bildet sich um den 26-jährigen Abenteurer Max Manus und seine Freunde eine Widerstandsgruppe mit wachsender Schlagkraft. Im Laufe von fünf Jahren fügt diese den Besatzern empfindliche Niederlagen zu, vernichtet Archive und sprengt große Transportschiffe in die Luft. Immer wieder kann der Draufgänger Manus dem Zugriff des Gestapochefs von Oslo im letzten Moment entkommen, doch ähnliche Wunder bleiben bei seinen engsten Freunden und Mitkämpfern aus.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Das Regieduo Joachim Renning und Espen Sandberg lässt sich dieses Mal auf ein komplett neues Experiment ein. Bereits vor einigen Jahren haben die beiden den bunten Western „Bandidas“ mit Penelope Cruz und Salma Hayek in den Hauptrollen gedreht. Jetzt haben sie sich die Verfilmung des Lebens eines norwegischen Widerstandskämpfers im 2. Weltkrieg vorgenommen.

      „Max Manus“ beleuchtet die Zeit des 2. Weltkrieges aus einer für uns Deutsche ungewöhnlichen Perspektive. Wirklich bekannt war der norwegische Widerstand hierzulande nämlich bislang nicht – das soll „Max Manus“ nun ändern.

      Dieser Film ist der recht gelungene Versuch eine Biografie in die dramaturgische Form eines Hollywoodfilms einzupassen. Spannend wie ein Drama aber mit wahren Gegebenheiten spielend. Manus wird als wahrer Held inszeniert, größer als ihn das wahre Leben eigentlich geformt haben kann. Ein wenig steuern die Regisseure dagegen, indem sie auch seine Laster zeigen: Manus litt wohl von seinem Einsatz als Soldat in Finnland an posttraumatischen Belastungsstörungen und zeitlebens an Alkoholabhängigkeit. Trotzdem schien dieser Mann bei seiner Geburt mit einer extra Portion Mut ausgestattet worden zu sein.

      So spannend der Film auch ist, so gut die Schauspieler sind, so technisch perfekt er ist und rund in seiner Dramaturgie, trotz alledem fragt man sich warum man sich diesen Film ansehen sollte. Eine Antwort könnte sein, um einmal vom norwegischen Widerstand gehört zu haben oder sich für 118 Minuten gut unterhalten zu lassen. Aber ein wirklich überzeugender Grund fällt einem leider nicht ein. Zu sehr ist der Film auf ein norwegisches, vielleicht noch skandinavisches Publikum ausgerichtet.

      Rund ein Viertel der norwegischen Bevölkerung hat den Film bis dato gesehen. Der Film war dort also ein Riesenerfolg. Es ist verständlich, dass der Film auf der Basis eines gerechten Kampfes gegen die Nazis einen ungefilterten norwegischen Patriotismus darstellt. Aber ist man kein Norweger, fragt man sich, wieso man sich das ansehen sollte. Das bleibt dann auch als Bilanz.

      Fazit: Technisch und formal gut gemachte und auch spannende Verfilmung des norwegischen Widerstands im 2. Weltkrieg. Allerdings für Zuschauer außerhalb Norwegens nicht unbedingt ein Pflichtwerk.
    2. Max Manus: Spannendes Actiondrama um einen norwegischen Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg, der durch Sabotageakte gegen deutsche Besatzungstruppen zur Legende wurde.

      Mit einer Reminiszenz an den norwegischen Widerstand im 2.Weltkrieg inszenieren die „Bandidas„-Regisseure Joachim Rønning, Espen Sandberg ein Actiondrama von internationalem Format.

      Rund ein Viertel aller Norweger wollten im Kino bereits erinnert werden, dass die Besetzung ihres Landes durch deutsche Truppen im April 1940 trotz der Kapitulation zwei Monate später nicht kampflos hingenommen wurde. Die Scham über die nationale Selbstaufgabe wird zum Motor des Widerstands - ähnlich wie in „Der Soldat von Oranien„. So wie damals Paul Verhoevens holländischer Hit in den Siebzigern bewirbt sich auch „Max Manus“ um eine Oscarnominierung als „Bester fremdsprachiger Film“, weist Parallelen auf, geht aber weniger reißerisch an den epischen Stoff heran, der als norwegisch-deutsch-dänische Koproduktion gestemmt wurde. Titelfigur Max Manus (Aksel Hennie) nimmt als Freiwilliger am Winterkrieg teil, in dem sich Finnland dem Einfall sowjetischer Truppen widersetzt. Sein Draufgängertum im harten Überlebenskampf etabliert ihn in wenigen Sequenzen als klassischen, wenn auch äußerlich unauffälligen Helden. Nach der Rückkehr nach Norwegen, mittlerweile von deutschen Truppen besetzt, baut Manus mit einigen Gleichgesinnten, darunter Freunde wie Gregers Gram (Nicolai Cleve Broch), den Widerstand auf. Mit einem gewagten Fenstersprung kann er sich zwar der Verhaftung durch die SS nicht entziehen, wird aber nach der Flucht aus dem Krankenhaus zum härtesten Widersacher des örtlichen Gestapochefs, gespielt von Ken Duken mit einem Hauch von Charme und Würde, aber auch einer üppigen Dosis Skrupellosigkeit und psychotischer Kälte.

      Fünf Jahre folgt der zweite Spielfilm des Duos Joachim Rønning und Espen Sandberg der Gruppe um Manus, die in zwei Sabotageakten wichtige Transportschiffe der Deutschen versenkt, aber bis zum Kriegsende immer stärker dezimiert wird. Im Unterschied zu Verhoevens „Black Book“ bleibt eine eingebaute Lovestory zwischen Max und seiner späteren Frau Tikken nur angedeutet und etwas blass. So ist es die Beziehung von Max zu seinen Freunden, die diesen Film prägt, der an Intensität und schillernder Charakterzeichnung hinter Verhoevens Projekten zurückbleibt, aber alles bietet, was man von einem überzeugenden Widerstandsdrama erwartet: spannende Einsatzsequenzen, bedrohliche Razzien, überraschende Fallen und Schusswechsel, tragische Opfer und starke Cinemascopebilder mit einigen verblüffenden Digitalanimationen. Leere spürt so am Ende nur der psychisch angeschlagene Titelheld, nicht aber der Zuschauer. kob.

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      Kino.de Redaktion  

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