Filmhandlung und Hintergrund

Nicolas Cage kommt für einen ultrabrutalen Metal-Rachethriller aus dem Ruhestand zurück und hackt sich mit der Kettensäge durch Motorrad-Dämonen — Kult.

Gemeinsam mit seiner Freundin Mandy (Andrea Riseborough) lebt der Holzfäller Red Miller (Nicolas Cage) abgeschieden in einer malerischen Hütte am See. Die beiden haben sich ein kleines Paradies aufgebaut. Die Ruhe wird gestört, als der durchgeknallte Kult-Anführer Jeremiah Sand (Linus Roache) mit seinen Anhängern Marlene (Olwen Fouéré) und Swan (Ned Dennehy) an der Hütte vorbeifährt und zufällig einen Blick auf Mandy erhascht.

Jeremiah ist überzeugt, dass er Mandy unbedingt haben muss, notfalls mit Gewalt. Der Kult entführt Mandy, foltert sie und tötet sie schließlich vor den Augen von Red, der gefesselt zuschauen muss. Als es ihm gelingt, sich zu befreien, schwört Red auf blutige Rache. Eine Nase Koks und eine selbstgeschmiedete Axt später begibt sich Red auf einen halluzinogenen Metal-Rachetrip gegen den Kult und höllische Dämonen.

„Mandy“ — Hintergründe

Noch im Sommer 2018 hatte Oscarpreisträger Nicolas Cage („Leaving Las Vegas“) angekündigt, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen. Dass er sich dann nur wenige Monate später mit einem Horrorfilm zurückmelden würde, war gar nicht die größte Überraschung. Viel überraschender war, mit was für einem psychedelischen, gewagten und ultrabrutalen Brett von einem Rachethriller sich Cage zurückmeldete — mit „Mandy“, dem zweiten verstörenden Machwerk von Panos Cosmatos („Beyond The Black Rainbow“).

Als wäre das Albumcover einer 80er-Jahre Metal-Band zum Leben erwacht. „Mandy“ mischt heiter eine abgefahrene LSD-Ästhetik mit dem Sound, der Attitüde und der Bildwelt des Metal, mischt eine gute Portion blutrünstigen Kettensägenhorror und Dämonen in BDSM-Kostümen darunter und verrührt das ganze schließlich zu einem visionären Bildrausch, der seinesgleichen sucht. Die geniale Darstellung von Nicolas Cage als gebrochener Wüterich gibt das Sahnehäubchen obendrauf.

Untermalt wird das bunte Metal-Schlachtfest übrigens von der Musik des im Februar 2018 verstorbenen Komponisten Jóhann Gunnar Jóhannsson, der schon mit den Soundtracks zu „Sicario“ und „Arrival“ wunderbar rumpelnde, dräuende Klangmauern produziert hatte. „Mandy“ ist leider sein letztes Werk. Umso stärker ist es Jóhannsson gelungen, die beispiellose Wutorgie zu unterfüttern.

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