John Rambo Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

John Rambo: In seinem vierten Filmabenteuer unterstützt John Rambo nach 20-jähriger Leinwandabsenz burmesische Bauern bei ihrem Freiheitskampf.

Vietnamveteran John Rambo (Sylvester Stallone) wohnt zurückgezogen in Bangkok, wo er vom Verkauf selbstgefangener, giftiger Schlangen lebt. Dennoch lässt er sich von den christlichen Menschenrechtlern Michael (Paul Schulze) und Sarah (Julie Benz) überreden, sein Boot für einen Transport humanitärer Güter nach Myanmar bereit zu stellen, um dem Not leidenden Volk der Karen zu helfen. Als brutale burmesische Soldaten seine Schutzbefohlenen entführen, will Rambo sie mit einem Söldnertrupp befreien.

Kaum hat Sylvester Stallone sein Schlachtpferd “Rocky” zum großartigen Comeback verholfen, reaktiviert er seine andere Leinwand-Ikone John Rambo, um als hochgerüstete Einzelarmee schurkischen Dschungelsadisten im gewaltigen Actioninferno den Gar aus zu machen.

John Rambo lebt zurückgezogen in Bangkok. Nur widerwillig lässt er sich von einer Gruppe von christlichen Missionaren überreden, sie in das Bürgerkriegsgebiet von Burma zu bringen, wo sie Bauern eines Indianerstammes helfen wollen. Als die Missionare bei ihrer Ankunft von sadistischen Miltärs gefangen genommen werden, beschließt Rambo, mit einem Trupp handverlesener Söldner in den Dschungel zurückzukehren und den Kampf aufzunehmen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Endlich alle vier Filme zusammen, technisch überarbeitet und mit coolen Gimmicks - wenn nur der astronomische Preis nicht wäre.
  • Nach “Rocky Balboa” lässt Action-Veteran Sylvester Stallone in fortgesetzter Nostalgiestimmung nun seine zweite Heldenikone wieder auferstehen.

    Anno 1982 vergoss der ehemalige Elitesoldat John Rambo beim Überlebenskampf gegen eine korrupte Sheriffmeute im Heimatland erstes Blut, spürte in Teil zwei in Gefangenschaft vergessene Veteranen in Vietnam auf und ward zuletzt vor 20 Jahren beim Freiheitskampf in Afghanistan gesichtet. Nun gibt es per Drehbuchorder von Stallone in Zusammenarbeit mit Art Monterastelli (schrieb den stark an “Rambo” angelehnten “Die Stunde des Jägers”) einen neuen internationalen Einsatz für die traumatisierte Tötungsmaschine.

    In Thailand lebend schlägt Rambo sich als Schlangenfänger und Bootskapitän durch. Eine Gruppe von idealistischen Ärzten und Wohltätern heuert ihn an, sie ins Bürgerkriegs-gebeutelte Burma (Myanmar) zu schippern. (Der Prolog zeigt zutiefst erschütternde authentische Aufnahmen der kürzlichen Unruhen.) Wie Rambo zuvor befürchtet hatte, werden sie nach seiner Abfahrt von burmesischen Armeesoldaten gekidnappt, die bereits eingangs als abartig gewalttätige Schlächter und Vergewaltiger eingeführt worden sind. Mit Macheten, Maschinengewehren, Landminen, und Raketenwerfern rotten sie ohne Erbarmen für Frauen und Kinder ganze Dörfer aus, wobei die bestialischen Untaten ausgiebig geschildert werden. Eine Gruppe von hartgesottenen internationalen Söldnern soll die Entführten im Auftrag ihrer Hilfsorganisation befreien, doch es ist der von ihnen zunächst verlachte Rambo, der mit den übermächtigen Unmenschen so richtig aufräumt.

    Seine Markenzeichen Stirnband, Pfeil und Bogen sowie Messer sind ihm geblieben, seinen Oberkörper hält der mundfaule Muskelprotz mit den melancholischen Augen seinem gesetzten Alter entsprechend allerdings T-Shirt-bedeckt. (In einer schwarzweißen Flashback-Sequenz gibt es dennoch eine unbetuchte Ansicht.) Auch ist der einstige Einzelkämpfer, für den sein Colonel einen Vaterersatz darstellte, endgültig selbst zur Autoritätsfigur herangereift. Er führt den Trupp der jüngeren Söldner (darunter Matthew Mardsen als schnittiger Scharfschütze) bei der nächtlichen Befreiungsaktion im strömenden Regen, die in eine exzessive Kriegsorgie ausartet. Mit massiven Bodycount und brachialer Brutalität scheint Regisseur Stallone beweisen zu wollen, dass er noch nicht auf dem Filmfriedhof für alte Männer gehört und das Actioneisen noch zu schmieden versteht solange es heiß ist. So setzt die menschliche Superkampfmaschine ihren aufrechten Kampf gegen die himmelschreienden Ungerechtigkeiten dieser Erde wahrhaft und wehrhaft (untermalt vom passend emotionsgeladenen Orchesterscore) ohne offensichtliche Ermüdungserscheinungen fort, was ihm zweifelsohne den Respekt seiner alten (und neuen) Fangemeinde einbringen wird. So greift Stallone – auch seiner Karriere betreffend – in abgewandelter Form Rambos Motto auf: “Live for nothing or die for something.” ara.
  • Dass sich im Dschungel keiner auskennt wie John Rambo, das hat er mehrfach bewiesen. In den drei Ramboteilen die zwischen 1982 und 1988 entstanden sind, kämpfte der Vietnamveteran im heimischen US-Wald um seine eigene Anerkennung. Im zweiten Teil von Rambo, wurde er zurück in den vietnamesischen Dschungel geschickt um nach verschollenen amerikanischen Soldaten zu suchen, um schließlich im dritten Teil nach seinem Vorgesetzen Colonel Trautman zu suchen, der in Afghanistan gekidnappt wurde.

    Immer wieder braucht John Rambo eine starke emotionale Motivation um seine, ja Superkräfte, zum Einsatz zu bringen. Niemals kämpft er aus purer Aggression, niemals für die Aggressoren. Auch dieses Mal lässt er sich lange bitten, bis er einwilligt sich in birmesisches Bürgerkriegsgebiet zu begeben. Eine Frau ist es dieses Mal, die ihn lockt. Irgendwie scheint er verliebt in die unschuldige und fest an das Gute im Menschen glaubende Sarah. Sie kann ihn überzeugen und sie ist es auch, die ihn letztendlich wieder in den Dschungel lockt, wenn es gilt die Missionare zu retten, die loszogen um der birmesischen Bevölkerung medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Er wird wieder einmal zum Rächer der Rechtlosen, wenn er das erste Mal seinen Bogen spannt um sadistischen birmesischen Militärs den Garaus zu machen.

    Rambos Motivation zu töten erläutert er einmal. Er töte nicht für sein Land, er töte für sich, das töten liege ihm im Blut. Rambo der perfekte Soldat, die Tötungsmaschine erhebt die Waffe aber nur, wenn er weiß, dass sonst die sterben werden, die er schützen will. Er wird zu einer messianischen Figur am Ende, wenn er distanziert vom Geschehen die Menschen beobachtet, denen er gerade das Leben gerettet hat. Sarah beobachtet er wehmütig, wie sie nicht seinen Namen, den ihres Retters, sondern einen anderen ruft und verzweifelt nach ihrem Freund Ausschau hält. Rambo beachtet niemand, wahrscheinlich der Wendepunkt der ihn zu dem Entschluss bringt, seinen Wurzeln nachzugehen.

    Westliches Gutmenschentum wird in John Rambo wieder einmal ad absurdum geführt. Der Glaube, einfach keinen Krieg zu führen um Frieden zu schaffen, wird als naiv abgehandelt. Und tatsächlich mag diese Haltung zwar die richtige sein, und dennoch in einem Kriegsgebiet lächerlich wirken. Die birmesische Bevölkerung sucht sich ihren Krieg nicht aus, seit fast 60 Jahren lebt ein großer Teil der Zivilbevölkerung unter schrecklichen Bedingungen im Bürgerkrieg.

    Die Aktion der amerikanischen Missionare erscheint komplett sinnlos. Die Gruppe versorgt einige Wunden um kurz darauf in mitten eines Gemetzels zu landen, bei dem sie selbst in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Eine seltsame schulterzuckende Moral, die dabei an den Tag gelegt wird.

    Sylvester Stallone, der erst 2006 seinem Boxhelden Rocky ein letztes Comeback bescherte bringt mit John Rambo auch seinen letzten Serienhelden zu Grabe. Er lässt ihn seinen wohlverdienten Altersruhesitz einnehmen und nicht mehr durch die Wildnis ziehen. Stallone führt das erste Mal selbst Regie bei einem Rambofilm und liefert ein bildgewaltiges, aber inhaltlich nicht besonders überzeugendes Drama ab.

    Fazit: Altersmission von John Rambo, der immer noch in Form ist und ein letztes Mal gegen Unrecht in der Welt kämpft. Für Fans ein Muss, für andere nicht unbedingt.
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