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Nach 10 Jahren enthüllt: Das war für das Ende der „John Carter“-Filme geplant

Nach 10 Jahren enthüllt: Das war für das Ende der „John Carter“-Filme geplant
© IMAGO / Mary Evans

Regisseur Andrew Stanton hatte „John Carter“ als Trilogie geplant. Doch daraus wurde nichts. Nun hat er verraten, wie er sich die nächsten Teile vorgestellt hatte.

Der epische Abenteuer-Film „John Carter – Zwischen zwei Welten“ zählt zu den größten Kino-Flops der Geschichte. Der Film spielte bei einem Produktionsbudget von 250 Millionen US-Dollar weltweit nur 284 Millionen US-Dollar ein (via BoxOfficeMojo). Bei so einem Einspielergebnis ist es keine Überraschung, dass Disney nie eine Fortsetzung gemacht hat. Regisseur Andrew Stanton („Findet Nemo“) bedauert aber bis heute, dass er nicht „John Carter 2“ und „John Carter 3“ drehen durfte. Schließlich hatte er Pläne für eine ganze Trilogie.

Bei Disney+ könnt ihr „John Carter“ und zahlreiche weitere Filme streamen

Der erste Film handelt von dem US-Bürgerkriegssoldaten John Carter (Taylor Kitsch), der auf mysteriöse Art und Weise auf dem Mars landet und dank geringerer Schwerkraft über besondere Kräfte verfügt. Auf dem fremden Planeten gerät er zwischen den Konflikt der verschiedenen Völker und rettet gemeinsam mit der Prinzessin Dejah Thoris (Lynn Collins) schließlich die Welt. Gegenüber The Wrap hat Stanton im März 2022 verraten, wie die Geschichte, die „Gods of Mars“ heißen sollte, weitergegangen wäre:

„Jeder Film sollte mit einer anderen Figur beginnen, die den Prolog spricht. Der erste ist Willem Dafoe als Tars. Der Prolog vom zweiten Film wird von Dejah gesprochen. Und es sollte allen, die den ersten Film nicht gesehen haben, einen Hinweis auf die Geschichte geben, die bis hier hingeführt hat […] Und dann sollte enthüllt werden, dass sie sie ihrem Baby erzählt und man sollte erkennen: ‚Oh mein Gott, das ist das Kind. Das ist Carthoris, das ist das Kind von Dejah Thoris und Carter. Und die Geschichte, die sie erzählt, ist die Geschichte von dem Vater, den das Kind nie kennen wird.“

Als nächstes sollte Tardos Mors (Ciarán Hind), der Großvater von Carthoris, auftauchen und sich um das Kind kümmern. Doch bevor der Vorspann läuft, wird enthüllt, dass es sich eigentlich um Bösewicht Matai Shang (Mark Strong) handelt, der das Kind stehlen will. Nach dem Vorspann wacht Carter in der Wüste auf und wird von einem Thark gefunden, der ihm mitteilt, dass ihn jemand sucht. Gleichzeitig verschwindet Dejah, die nach ihrem Kind sucht.

Der restliche Film sollte an „Rückkehr zum Planet der Affen“ von 1970 erinnern. Dort erfährt George Taylor (Charlton Heston), dass der Planet in Wirklichkeit von einem geheimen Volk kontrolliert wird, das unter der Erde lebt und die Erstgeborenen heißt:

„Und dann geht es darum, dass wie in ‚Rückkehr zum Planet der Affen‘ alle unter die Erde gehen, um herauszufinden, wer wirklich den ganzen Planten kontrolliert. Es gibt da unten ein ganzes Volk mit High-Tech. Im Grunde ist es eine Dritte Welt, ohne das jemand von der Oberfläche davon weiß und die Erste Welt war die ganze Zeit innendrin und hat die Luft, das Wasser, alles, was dafür sorgt, dass die Welt funktioniert, kontrolliert.“

Nicht nur „John Carter“ ist im Kino gewaltig gefloppt. Auch diese Filme konnten die Zuschauer*innen nicht begeistern:

Die 12 größten Kino-Flops aller Zeiten

In „John Carter 3“ sollte das Schicksal des Mars auf dem Spiel stehen

Auf der San Diego Comic-Con (via Collider) enthüllte Stanton jetzt, wie der zweite Teil ausgegangen wäre: John Carter sollte darin fast seinen eigenen Sohn töten, denn Matai hätte diesen genetisch so modifiziert, dass er direkt ein erwachsenes Alter angenommen und Superkräfte erhalten hätte Nach dem überstandenen Missverständnis hätten die anderen Völker mit den Erstgeborenen zusammengearbeitet, um die Therns, zu denen Matai gehört, zu vertreiben. Denn Carter hatte zuvor enthüllt, dass die Göttin Isis, die die Erstgeborenen anbeten, in Wahrheit nur der gestaltwandelnde Matai ist.

Der dritte und abschließende Teil hätte wiederum den Titel „Warlords of Mars“ getragen, in dem die Therns versuchen, mit getarnten Spionen, die sich als die Anführer*innen der verschiedenen Völker ausgeben, Mars ins Chaos zu stürzen und letztlich unbewohnbar zu machen. Beim Versuch, die versteckten Therns mit einem speziellen Detektor zu identifizieren, wird John Carter zwischenzeitlich getötet, wodurch er aber nur in seinem Körper auf der Erde wieder zu sich kommt. Dort kann er erneut einen Thern ausschalten und sich so wieder auf den Mars schmuggeln, wo er letztlich mit dem letzten verbliebenen Detektor am höchsten Punkt des Planeten Matai Shang zum finalen Duell herausfordert. „Und natürlich, wie ihr es erwarten würdet, er stoppt die Therns, rettet den Planeten und erhält offiziell den Titel ‚Warlord of Mars‘“, verriet Stanton bei dem Panel.

Zusätzlich enthüllte er Konzeptzeichnungen der Fortsetzungen auf der Comic-Con, die ihren Weg hoffentlich ins Internet finden, damit alle daran ihre Freude haben können. Denn auch wenn sich eine Fangemeinde um den Film gebildet hat, sind solche kleinen Einblicke wohl alles, was sie nach dem Kino-Flop von den weiteren Teilen erhalten werden. Wobei es vielleicht eine kleine Hoffnung gibt. Disney will trotz eines ähnlich katastrophalen Filmflops immerhin die „Eragon“-Bücher als Serie für Disney+ adaptieren. Eventuell folgt ja irgendwann ein erneuter Anlauf für eine Adaption der Geschichte von John Carter. Ob diese dann aber auf dem ersten Teil und den Ideen von Andrew Stanton aufbaut, ist noch mal eine andere Frage.

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