House of Wax

  1. Ø 4
   2005
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House of Wax Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

House of Wax: Remake des gleichnamigen Horrorklassikers aus dem Jahr 1953, in dem ein Wachsfigurenkabinett zum Ausgangspunkt von allerhand Schrecken wird.

Eine Wagenpanne auf dem Weg zum Football-Spiel zwingt sechs junge Menschen in Athelston, einem Hinterwaldnest wie aus dem Bilderbuch, Station zu machen. Dort scheinen zwei mehr als schräge Brüder den Ton anzugeben. Was Athelston von anderen Kuhkäffern allerdings mächtig unterscheidet, ist ein beunruhigend lebensnahes Wachsfigurenkabinett von geradezu monströsen Ausmaßen.

Produzent Joel Silver und seine Dark Castle-Rasselbande werfen jedes Jahr einen neuen Horrorfilm unter die Leute. Zuletzt zeichnete man für „13 Geister„, „Haunted Hill„, „Ghost Ship“ und „Gothika“ verantwortlich. In diesem Jahr wird ein Vincent-Price-Klassiker in einen Redneck-Horrortrip verwandelt.

Wegen einer Autopanne sucht eine Gruppe von Collegestudenten Unterschlupf in einem alten Museum. Ziemlich schnell stellen sie dort fest, dass das Wachsfigurenkabinett, in dem sie ihr Nachtlager aufschlagen, aus echten Körpern besteht. Und der durchgeknallte Kurator ist noch auf der Suche nach neuen Ausstellungsstücken.

Als sich die Zwillinge Carly und Nick mit ihren vier Kumpels in einem Wald verfahren, beschließen sie, die Nacht dort zu verbringen. Frisch gestärkt wollen sie am nächsten Tag ihre Weiterfahrt zu einem Footballspiel antreten, als eine Autopanne sie zu einem weiteren Zwischenstopp im Örtchen Ambrose zwingt. Dort besuchen sie das beeindruckende Wachsfigurenkabinett. Warum die ausgestellten Figuren so lebensecht aussehen, erfahren die Unglücklichen bald auf überaus blutigste Weise.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Endlich wieder ein Film, der menschliche Urängste freisetzt. Würden Sie nachts Ihr Zelt in einem nach Verwesung stinkenden Wald aufschlagen? Die Freunde in „House of Wax“ tun es. Es scheint ihnen so gut zu gefallen, dass sie dort sogar noch eine Nacht bleiben, obwohl sie der Geruch offenbar trotzdem sehr stört. Wider erwarten passiert nichts. Das Grauen nimmt erst bei Tag, im verlassenen Ambrose, seinen Anfang.

    Die Verfallene Stadt schafft eine sehr unbehagliche Atmosphäre, der Glanz des Ortes scheint schon lange verflogen zu sein. Ein Plakat von der „Miss Ambrose“-Wahl erinnert an bessere Zeiten. Auch das Wachsfigurenkabinett deutet auf die einstige Blütezeit von Ambrose hin, das Gebäude wird später noch einen beeindruckenden Anblick bescheren.

    Wurde Anfangs durch Spiele mit dem Camcorder und pubertären Humor der Film noch gedehnt, so beginnt nach einer kurzen Ruhephase im bedrückenden Ambrose nun der blanke, blutige Horror. Momente der Furcht werden sogleich von Augenblicken der rohen Gewalt abgelöst.

    „Einfach draufhalten“ scheint hier die Devise zu sein. Dabei bleibt „House of Wax“ fern von den grotesken Darstellungen des Spladderfilms und versucht sich in möglichst realistischer und detailgetreuer Wiedergabe von Grausamkeiten. Ob nun Fingerkuppen abgeschnitten, Pflöcke durch Köpfe gerammt oder Menschen gehäutet werden. „Regisseur“ Jaume Collet-Serra scheint eine Schwäche für Abartigkeiten aller Art zu haben. Er gibt ein mustergültiges Beispiel für vollkommen humor- und sinnlose Gewalt ab und prägt damit einen Tiefpunkt des Genres.

    Den Höhepunkt des Horrors bildet eine Kino-Szene in Ambrose. Zu Wachs erstarrte Menschen sitzen in den Kinosesseln fest, doch sie haben Glück im Unglück: Es läuft nicht „House of Wax“, sondern ein besserer Film. Die größte Angst im Kino besteht jedoch trotzdem nicht vor dem Film selbst, sondern vor den anderen Kinogängern. Denn wer sich diesen Trash ansieht hat sich entweder etwas besseres erhofft oder ist ein knallharter Psychopath und wird Sie vermutlich gleich von hinten erdrosseln (oder zumindest mit Popcorn bewerfen).

    Wenn dann schon genügend Blut geflossen ist, kommt die „erotische Szene“, in der Oberluder Paris Hilton noch etwas nackte Haut zeigen darf . Nein, nicht zuviel, es geht schließlich gleich weiter mit dem Gemetzel.

    Fazit: Ein Film, nach dem man gerne das Kino verlässt.
  • „That’s hot!“ So lautet der Markenspruch der skandalumwitterten Societynudel Paris Hilton. Ob der mit wenigen Ausnahmen nach üblichem Slasher-Schema gestrickte Teenschocker, in dem sie nun ihr Schauspieldebüt absolviert, mit ähnlichem Prädikat in die Popkultur-Annalen eingehen wird, ist fraglich. Entfernt an den im Original gleichnamigen Kultklassiker „Das Kabinett des Professor Bondi“ mit Vincent Price von 1953 angelehnt, betritt die Dark-Castle-Produktion kein taufrisches Terror-Terrain, wartet aber mit einem in beeindruckenden Spezialeffekten triefenden Schlussfinale auf.

    Mit der Inszenierung wurde Musik- und Werbeclipspezialist Jaume Collet-Serra betraut, dem für seinen ersten Kinofilm ein „beinahe strukturloser Dokumentarstil“ vorschwebte. Dies schlägt sich in einem lang gezogenen und relativ ereignislosen Storyaufbau nieder. So vergehen rund 40 Minuten, bevor der psychopathische Killer seinem ersten Opfer die Achillessehne durchtrennt und eine brandheiße Wachskur verpasst. Selbst der Prolog weicht von der Norm ab, indem keinem naiv-nichtsahnenden Mädel grausam der Garaus gemacht wird, sondern eine verstörende Familienszene um zwei grundverschiedene Zwillingsbrüder im Jahr 1974 das Schock-Sprungbrett bildet. Zwillinge sind auch die beiden Skriptnovizen Chad und Carrey Hayes, die ihre Erfahrung aus erster Hand ausgiebig zum Einsatz bringen. So wird das Motiv noch zusätzlich fortgesetzt, indem die beiden Protagonisten Carly (Elisha Cuthbert aus dem TV-Hit „24“) und Nick (Mädchenschwarm Chad Michael Murray aus „Freaky Friday – Verrückter Freitag“) ebenfalls Zwillinge sind. Zusammen mit vier Freunden sind sie in zwei Autos unterwegs zu einem Footballspiel. Eine Abkürzung (schon lange eines der beliebtesten Horrorklischees für den Weg ins Verderben) führt sie in ein dichtes Waldgebiet, wo sie beschließen, die Nacht zu verbringen. Nach dem Frönen üblicher Teen-Sünden wie Biertrinken und Rumgeschmuse wird die Nacht ohne Schaden für Leib und Leben überstanden. Allerdings zwingt die Kids am nächsten Morgen eine unerklärliche Autopanne, in den nahe gelegenen Ort Ambrose zu gehen. Dort befindet sich das titelgebende Wachsfigurenkabinett, das im wahrsten Sinne des Wortes aus Wachs hergestellt ist. Den Grund für die Lebensechtheit der ausgestellten Figuren müssen sie bald nacheinander auf blutige Weise feststellen.

    Der kreative Kerzenwachs-Killer mit Gesichtsmaske wird in einer Doppelrolle von Brian Van Holt dargestellt, der dabei einen eher wächsernen Gruseleffekt erzeugt. Erinnernswerter ist da schon der Auftritt von Hilton, die in einer Sequenz selbstironisch ihr Sextape-Debakel zitiert, einen sexy Striptease hinlegt und in ihrem Fall eine „kopflastige“ Todesszene hat. Die Todesarten fallen dem R-Rating entsprechend recht derb (zwei Enthauptungen, Wachsdusche) aus. Eingefleischte Genrefans werden jedoch kaum beeindruckt sein, und somit wird im Endeffekt nur erreicht, dass das eigentliche Teenie-Zielpublikum ausgeschlossen wird. Als größte Attraktion erweisen sich ohnehin die versierten CGI-Spezialeffekte, die beim furiosen Finale für ein schmelzendes Wachsinferno sorgen. Auch das Produktionsdesign der Geisterstadt und des bizarren Wachsfigurenkabinetts ist grundsolider Qualität. Dies trifft zudem auf die Kameraarbeit (in der typisch ausgeblichen-tristen Farbpalette) und den Standard-Soundtrack (mit Rock- und Hip-Hop-Klängen) zu. ara.

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