Filmhandlung und Hintergrund

Übernatürlicher Horrorfilm über ein lange vermisste Passagierschiff, dessen untote Besatzung bei der Bergung wieder zum Leben erweckt wird.

Seit 40 Jahren treibt in der einsamen Beringsee das Wrack eines einstmals stolzen Passagierdampfers, mit dessen Mannschaft und Gästen es ein böses Ende nahm. Nun interessieren sich Abenteurer für die im Schiff angeblich verborgenen Goldbarren: Eine vierschrötige Crew von Schatzsuchern dockt an und nimmt die Eingeweide des Kolosses unter die Lupe. Leider ist Gold bei weitem nicht das Einzige, was dort auf die hoffnungsfrohen Ankömmlinge lauert.

Ein knappes Jahr nach „13 Geister“ bittet Regisseur Steve Beck wieder zum effektgeladenen Horrortrip, nur dass diesmal statt des Geisterhauses ein moderner fliegender Holländer auf Protagonisten und erwartungsfrohe Horrorfans lauert. Gabriel Byrne, Isaiah Washington und „Emergency Room“-Doktorette Julianna Margulies sind mit von der Kahnpartie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ghost Ship: Übernatürlicher Horrorfilm über ein lange vermisste Passagierschiff, dessen untote Besatzung bei der Bergung wieder zum Leben erweckt wird.

    Nach der Tort(o)ur durch ein sinistres Geisterhaus im letztjährigen „13 Geister“ bietet Regisseur Steve Beck dem horroraffinen Publikum diesmal - erneut pünktlich zu Halloween - einen bluttriefenden Trip auf einem grausigen Geisterschiff. Die Gespenstergeschichte im Standardformat beleiht ungeniert den Klassiker „Shining“, wobei die Location von einem abgelegenen Luxushotel auf einen abgewrackten Luxuskreuzer von „Titanic“-Ausmaßen verlegt wurde. Bekämpft wird das rastlos herumspukende Böse hier von einer Multikulti-Crew, wie man sie schon aus „Aliens“-Tagen kennt, wobei Julianna Margulies (TV-Doktorin aus „ER“) als resolute Ersatz-Ripley mit Herz für kleine Mädchen fungiert.

    Der nostalgische Prolog ist im Jahr 1962 an Bord des italienischen Luxusdampfers Antonia Graza angesiedelt, wo eine erotische Loungesängerin der High Society die musikalische Untermalung zum Tanz liefert. Ein straff gespanntes Metallkabel hat eine einschneide Wirkung auf die Gesellschaft, die nach kurzer Verzögerung in mehrere Teile durchtrennt in sich zusammenfällt. Diese Art von hartgesottenem Splatter hat es Regisseur Beck angetan, da er eine ähnliche Szene bereits in seinem Debüt effektvoll unterbrachte. Hier wird diese Schockeinlage gegen Ende bei der Auflösung noch einmal in seiner ganzen Gore-Glorie gezeigt wird. Doch bevor es soweit ist, wird in der Gegenwart erst einmal einer raubeinigen Mannschaft von Schiffbergungsspezialisten von Pilot Ferriman (Desmond Harrington) ein Angebot unterbreitet. Gegen einen Prozentanteil führt er sie zu einem scheinbar unbemannten Dampfer in der Beringsee, den sie nach internationalen Seerecht in Besitz nehmen können. Das Team steht unter der Leitung von Captain Murphy (Gabriel Byrne wandelte zuletzt in „Stigmata“ auf übernatürlichen Pfaden) und setzt sich aus der taffen Epps (Margulies), dem ersten Maat Greer (Isaiah Washington), sowie drei weiteren, vorrangig als Füllsel für die Bodycount-Liste zuständigen Mannschaftsmitgliedern zusammen. Das seit 40 Jahren auf offener See dahintreibende Schiff ist ein nassdunkler Schrotthaufen, aber dennoch bergungswürdig. Erste Zeichen, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht, ist wie beim Weltall-Cousin „Event Horizon“ das Versagen der technischen Geräte. Kurz darauf fliegt das Boot der Crew in die Luft, womit sie auf ihrem sinkenden „Schatz“ stranden. Es folgt das typische Umherirren der zumeist voneinander getrennten Crewmitglieder durch endlose Schiffsgänge, wo es zu mehreren unheimlichen Begegnungen kommt. Der ehemalige Alkoholiker Murphy wird vom Geisterkapitän zum Whiskeytrinken animiert, der verlobte Greer wird mit verhängnisvollen Ausgang von der sexy Sängerin verführt, und Epps beginnt mit dem kleinen Mädchen Katie zu kommunizieren, das ihr schließlich die horrende Historie des Schiffs vermittelt.

    Neben dem Zehn-Kleine-Negerlein-Spannungsprinzip, wobei die verschiedenen Opfer jeweils ein überraschend unspektakuläres Ende nehmen, werden als moralische Ankerpunkte noch bedeutsame Subplots um einen Goldbarrenschatz und einen manipulativen diabolischen Seelenfänger eingebaut. Blasse Dialoge und ein wahllos zusammengestellter Soundtrack weisen auf einen Schnellschuss hin, der von der Horrorgemeinde wohlwollend aufgenommen werden sollte, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. ara.

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    Kino.de Redaktion  

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