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„Gladiator 2“: So vollkommen verrückt sollte die Fortsetzung mit Russell Crowe werden

Andreas Engelhardt  

Bei über 450 Millionen US-Dollar an weltweiten Einnahmen und fünf Oscars ist eine Fortsetzung eigentlich Pflicht. „Gladitor“ verweigerte sich jedoch unfreiwillig den Gepflogenheiten des Marktes. Und darüber können wir alle nur froh sein, denn die Fortsetzung wäre ziemlich abgedreht geworden.  

Im Juni 2001 wurde bekannt, dass hinter den Kulissen tatsächlich an einer Fortsetzung zu „Gladiator“ gefeilt wird. Viele Ideen waren dabei im Rennen, beispielsweise wollte man sich auf einen inzwischen erwachsenen Lucius konzentrieren. Dabei sollte sich herausstellen, dass er in Wahrheit der Sohn von Maximus (Russell Crowe) ist. Der einstige Hauptdarsteller äußerte ebenfalls Interesse, seine Rolle aufleben zu lassen, was angesichts des Todes von Maximus zunächst schwierig zu sein schien.

Deswegen jonglierte man mit einer Vorgeschichte, um Russell Crowe eine Rückkehr zu ermöglichen und auch ein ähnlicher Aufbau wie bei „Der Pate 2“ war im Gespräch, der sich über mehrere Generationen entfalten sollte. Somit hätte Maximus doch einen zweiten Einsatz haben können.

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Die verrückte Fortsetzung, die „Gladiator 2“ werden sollte

Letztlich hatte Russell Crowe aber doch eine typische Fortsetzung im Sinn, die Maximus im Jenseits gezeigt hätte und sogar Ridley Scott konnte sich vorstellen, an solch einem Projekt mitzuwirken – wobei er den Film nicht „Gladiator 2“ nennen wollte, da er damit nichts mehr zu tun hätte. 2006 verriet Scott dann, dass er und Russell Crowe sich an Nick Cave gewandt haben – ja, DER Nick Cave – damit er diese Idee zu einem Drehbuch ausarbeitet. Und wir alle können uns wohl glücklich schätzen, dass der Entwurf niemals grünes Licht bekam.

Maximus sollte in seinem Leben nach dem Tod zu Beginn einen ähnlichen Trip durchmachen wie Robin Williams in „Hinter dem Horizont“, nur mit weniger Bildern. Auf der Suche nach seiner Frau und seinem Sohn im Jenseits wird Maximus allerdings in göttliche Machtspiele verwickelt und letztlich als Christ wiedergeboren. Da er sich selbst der Verfolgung durch die Römer ausgesetzt sieht, schlägt sich Maximus schließlich auf die Seite der jungen Glaubensgemeinschaft und wird zu einem kämpferischen Beschützer des Christentums.

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Maximus wird vom Gladiator zum US-General

Anschließend hätte diese Version von „Gladiator 2“ den einstigen römischen Feldherren in einer Vielzahl von Reinkarnationen gezeigt und damit deutlich gemacht, dass Maximus zu einem Leben im Krieg verdammt ist. Unter anderem hätte es ihn in den Zeiten Weltkrieg, in den Vietnamkrieg und zu guter Letzt als General ins Pentagon verschlagen.

Das Skript wurde letztlich abgelehnt, da es zu weit hergeholt und nicht mit dem Geist und Stil des Originals vereinbar sei. Letztlich wohl die richtige Entscheidung, denn angesichts des hohen Stellenwerts, den „Gladiator“ noch immer genießt, ist die Enttäuschung und Aufregung, die diese Fortsetzung ausgelöst hätte, nicht schwer auszumalen.

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