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„Total Recall“: Das Ende erklärt

„Total Recall“: Das Ende erklärt

Der Schwarzenegger-Action-Kracher wird von Sci-Fi-Fans noch immer unterschiedlich interpretiert. Wir erklären das Ende von „Total Recall“.

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Der Sci-Fi-Hit „Die totale Erinnerung – Total Recall“ von 1990 basiert auf der Kurzgeschichte „Erinnerungen en gros“ von Sci-Fi-Autorenlegende Philipp K. Dick. Er zählt zweifellos zu den besten und beliebtesten Filmen, in denen Arnold Schwarzenegger je mitgewirkt hat – der Plot wird aber noch immer heiß diskutiert. Wir schaffen mit diesem Artikel Klarheit und sagen euch, was das Ende von „Die totale Erinnerung – Total Recall“ bedeutet. Vorsicht, Spoiler!

„Total Recall“: Erinnerungslücken inklusive

In „Die totale Erinnerung – Total Recall“ spielt Arnie Hauptcharakter Douglas Quaid, der im Jahr 2084 in einem monotonen Leben ohne jegliche Aufregung feststeckt. Also beschließt er, sich an REKALL, Inc. zu wenden, eine Firma, die künstliche Erinnerungen einpflanzen kann. Quaid entscheidet sich für einen Urlaub auf dem Mars und ein Geheimagenten-Paket. Doch bei der Implantierung scheint etwas schiefzugehen: Nachdem Quaid REKALL, Inc. verlassen hat, plagen ihn Visionen eines unterdrückten Agenten-Doppellebens und er findet sich plötzlich inmitten einer Mars-Verschwörung wieder. Doch sind die Ereignisse tatsächlich real und welchen seiner Erinnerungen kann er überhaupt noch trauen?

Das Ende von „Total Recall“: Traum oder Wirklichkeit?

Durch die Thematik der eingepflanzten Erinnerungen lädt „Total Recall“ die ZuschauerInnen von Beginn an ein, Handlungsmomente in der Story zu hinterfragen. Die zentrale Frage von „Die totale Erinnerung – Total Recall“ beschäftigt sich ebenfalls damit, ob die Handlung ab dem Besuch bei REKALL Inc. tatsächlich passiert oder sich nur in Quaids Unterbewusstsein abspielt. Wir haben den Film analysiert und einige Anhaltspunkte gefunden.

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Das Ende von „Total Recall“: Die Suche nach der Realität

Vieles deutet in „Die totale Erinnerung – Total Recall“ daraufhin, dass sich ein Großteil des Films tatsächlich nur in Douglas Quaids Unterbewusstsein abspielt. Diese vier Aspekte sind dabei besonders hervorzuheben:

  • Der Besuch bei REKALL: Als bei REKALL, Inc. Quaids Erinnerungsprozedur beginnt, scheint zwar etwas schiefzulaufen, tatsächlich aber ist es absolut plausibel, dass dies bereits Teil der neuen künstlichen Erinnerung ist. Alles, was nun folgt, können demnach implantierte Erinnerungen und Visionen sein.
  • Das Aussehen von Melina: Der Film beginnt mit einer Traumsequenz, in der sich Quaid mit einer Frau zusammen auf dem Mars befindet. Ob er diese Frau kennt oder wo er sie gesehen hat, wird nicht erwähnt. Aber die ZuschauerInnen wissen, dass die Angestellten von REKALL, Inc. die Träume von Quaid durchsuchen, bevor sie ihm seine künstlichen Erinnerungen einpflanzen. Zudem bitten sie ihn, seine Traumfrau zu beschreiben. Später in der Handlung tritt sie genau so wie von ihm charakterisiert auf – mit dem Aussehen der Frau aus seinem Traum. Dies lässt darauf schließen, dass er sich in einer künstlichen Erinnerung befindet, die mithilfe seiner Träume und persönlichen Angaben produziert wurde.
  • Die Alien-Artefakte: Die Alien-Artefakte, die später im Film vorkommen, sind bereits bei REKALL, Inc. auf den Computerbildschirmen zu sehen. Es gibt keinen einleuchtenden Grund, warum die Firma echte Bilder von den Relikten haben und verwenden sollte. Die einzige Erklärung dafür ist, dass REKALL, Inc. diese Bilder erstellt hat, um sie in Quaids personalisierter Erinnerung einzufügen.
  • Der blaue Himmel: Der wichtigste Hinweis, dass sich alles nur um einen Traum handelt: Als die REKALL-Angestellten Quaid für den Eingriff präparieren, kommentiert einer von ihnen das Implantat und sagt, dass er noch nie von einem blauen Himmel auf dem Mars gehört hätte – und tatsächlich endet Quaids Abenteuer auf dem Mars unter einem blauen Himmel. Dies kann eigentlich kein Zufall sein, sondern deutet stark daraufhin, dass die gesamte Handlung ab dem Laborbesuch bei REKALL, Inc. eine künstlich eingepflanzte Erinnerung ist.

Das Ende von „Total Recall“: Das sagt der Regisseur

Regisseur Paul Verhoeven hat sich zu dem ambivalenten Plot von „Die totale Erinnerung – Total Recall“ geäußert und zufrieden festgestellt, dass er die berühmte Doppeldeutigkeit beabsichtigt habe. Er wollte eine post-moderne Lesart für seinen Sci-Fi-Hit ermöglichen und konzipierte die Handlung dementsprechend, sodass man den Film sowohl als Traum als auch als Realität auslegen konnte. Es scheint so, als hätte er sein Ziel erreicht, denn auch fast 30 Jahre nach dem Erscheinen rätseln ZuschauerInnen noch über das Ende von „Total Recall“ – auch wenn die Fakten wie oben beschrieben eher in Richtung Traum als Wirklichkeit tendieren.

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