Der Soldat James Ryan

  1. Ø 5
   1998

Der Soldat James Ryan: Kompromißloses Zweites-Weltkriegs-Drama mit phänomenaler Besetzung. Würdiger Nachfolger von "Schindlers Liste".

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Filmhandlung und Hintergrund

Der Soldat James Ryan: Kompromißloses Zweites-Weltkriegs-Drama mit phänomenaler Besetzung. Würdiger Nachfolger von "Schindlers Liste".

Erfolgreich, aber mit großen Verlusten, stürmen Divisionen der US Army 1944 die Normandie. Für einen von Captain Miller (Tom Hanks) geführten Trupp wartet danach die von der Mehrzahl in Frage gestellte Mission, den hinter Feindeslinien vermissten Fallschirmjäger James Ryan (Matt Damon) zu finden, den letzten Überlebenden von vier Brüdern. Es beginnt ein entbehrungsreiches Unternehmen mit unerwartetem Ausgang.

Krieg ist die Hölle. Das ist die Essenz von Steven Spielbergs kompromisslosem Drama, dessen erste halbe Stunde – der D-Day in der Normandie – ohne Zweifel die meisterlichsten Minuten des Filmjahres darstellen. Aber auch danach ist der phänomenal besetzte Geniestreich voll packender, unvergesslicher Szenen, die den Film zum würdigen Nachfolger von „Schindlers Liste“ werden lassen.

Captain John Miller führt eine der US-Einheiten an, die am 6. Juni 1944 an der Küste der Normandie landen. Trotz höchster Verluste gelingt es, den Strand zu stürmen. In der Folge soll Miller mit einem kleinen Spähtrupp hinter die feindlichen Linien vordringen und den Gefreiten Ryan ausfindig machen. James Ryan, dessen drei Brüder an diversen Kriegsschauplätzen gefallen sind, soll auf Anordnung des Kriegsministeriums sicher in die Heimat zurückgebracht werden. Widerwillig begeben sich die acht Soldaten auf ihre lebensgefährliche Mission…

Kompromißloses Zweites-Weltkriegs-Drama mit phänomenaler Besetzung. Würdiger Nachfolger von „Schindlers Liste“.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Krieg ist die Hölle – das ist die Essenz von Steven Spielbergs würdigem „Schindlers Liste„-Nachfolger „Saving Private Ryan“. Erneut in der Ära des Zweiten Weltkrieges angesiedelt, schildert das brutal-bewegende Kriegsdrama in schonungslos realistischem Detail den Schrecken und Horror der Alliierten-Invasion in der Normandie 1944. Als schauspielerische Speerspitze dient dem eindringlichen Antikriegs-Statement der All-American-Publikumsfavorit Tom Hanks in seiner ersten Hauptrolle seit „Apollo 13„, der als Captain John Miller einen Trupp junger Soldaten auf der gefährlichen Suche nach dem Titelgefreiten hinter die Feindeslinien führt.

    Der Prolog zeigt einen älteren Mann mit seiner Familie beim Besuch eines Soldatenfriedhofs in der Normandie. Mit einem Close-Up seiner von tiefer Trauer erfüllten Augen wird die Szenerie nach Omaha Beach zum legendären D-Day versetzt. Es folgt die 24minütige drastische Bebilderung eines gnadenlosen Gefechts, bei dem die gelandeteten Soldaten wie die Fliegen dem stakkato-artigen Maschinengewehrfeuer der deutschen Artillerie zum Opfer fallen. Es waltet ein unbeschreibliches Chaos von Angst, Terror und Konfusion, wobei es von zerfetzten Leichen und stöhnenden Verwundeten nur so wimmelt. Da werden kurze Blicke auf herausquellende Gedärme, abgerissene Gliedmaßen, brennende Körper, gräßliche Schußwunden, erbärmlich Ertrinkende und einen zum Torso reduzierten Kämpfer erfaßt. Das geschieht ohne Sensationslust, sondern wirkt durch die zum Großteil mit handgehaltener, verwackelter Kamera im Stile von authentischer Kriegsberichterstattung aufgenommen Bilder äußerst echt und damit umso verstörender. Der düster-deprimierende Effekt wird unterstrichen von subtil entfärbten Aufnahmen, bei denen schmutzig-verwaschenes Grau und Grün dominieren, die vom Rot des Blutes konstrastiert werden. Durchgehend tragen auch die brillanten Soundeffekte – zischende Kugeln treffen auf Metal und menschliches Fleisch, herannahende Panzer bringen dumpf-grollend die Erde zum Beben, subjektive Impressionen von Isolation und Verwirrtheit werden mit Geräuschverzerrungen untermalt – zur alldurchdringenden Atmosphäre der Unmenschlichkeit und Barbarei des Krieges bei. Inmitten dieser konstanten Anspannung und Angst finden sich bei diesem rudimentären Leben am Abgrund neben instinktivem Überlebenswillen auch Kameradschaft, Heroismus, Mut und ein wenig Humor.

    Der von Hanks kommandierte Trupp, bestehend aus Ed Burns, Tom Sizemore, Giovanni Ribisi, Jeremy Davies, Vin Diesel, Barry Pepper und Adam Goldberg, muß die von der Mehrzahl in Frage gestellte Mission übernehmen, den Fallschirmjäger James Ryan (Matt Damon) zu finden. Er soll das Recht erhalten, nach Hause zurückzukehren, da seine drei Brüder bereits gefallen sind. Als sie ihn nach langen Mühen schließlich auftreiben, ist seine Reaktion anders als erwartet.

    Der deutsche Feind bleibt bis auf einen opportunistischen Nazi, den Captain Miller mit fataler Konsequenz laufen läßt, gesichtslos – so wie es in vielen Gefechten tatsächlich der Fall war. Damit bleibt die thematische Stellungnahme zwar einseitig, und eine starke patriotische Einfärbung (die erste und letzte Einstellung zeigt das Sternenbanner) ist nicht zu übersehen, dennoch gelang Spielberg ein offensiv schonungsloses Kriegsporträt, daß das vielschichtige Grauen perfekt inszeniert und schon jetzt einen verdienten Oscar-Buzz generiert. ara.

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