Filmhandlung und Hintergrund

Absurde Essay-Komödie um drei Berliner Frauen, die in einer WG zusammenleben und über den Status quo ihres Lebens und der Gesellschaft räsonieren.

Berlin 2016: Die politische Debatte ist ebenso aufgeheizt wie das Klima. Gentrifizierung, ein erstarkender rechter Rand, Feminismus, Kapitalismuskritik und der Wert der Kunst – das sind nur ein Paar der Schlagworte, die in der WG von Nola, Katja und Martina kursieren. Die drei Frauen wohnen in einem Altbau in der Nähe des Hauptbahnhofs. Auf der Brache daneben soll die „Europacity“ entstehen. Im Zuge dessen drohen Luxussanierung, Mieterhöhung und Rausschmiss. Darüber hinaus haben die Frauen auch private Probleme.

Die Schauspielerin Katja zweifelt vor allem an den Rollen, die sie spielen soll. Um nebenbei etwas dazu zu verdienen, vermietet sie Wohnungen an Touristen. Die Fotografin Martina wiederum will sich nicht ausverkaufen, um ausgestellt zu werden, und steht deshalb lieber als Frontfrau für eine Punk-Band auf der Bühne. Und Nola, die Dritte im Bunde, produziert gerade einen Film. Darin interviewt sie Künstler, Wissenschaftler, Theoretiker. Kann man die Theorie heute wieder nutzbar machen?

„Der lange Sommer der Theorie“ – Hintergründe

Absurde Komödie, Inteview-Film, Essay – „Der lange Sommer der Theorie“ von Irene von Alberti („Der traumhafte Weg„) setzt sich aus unterschiedlichen Bruchstücken zusammen, um ein umfassendes Bild über die gegenwärtige Diskurslage in der Bundesrepublik zu liefern. Im Mittelpunkt stehen die drei Schauspielerinnen Julia Zange („Mein Bruder Robert“), Katja Weilandt („Weil ich schöner bin„) und Martina Schöne-Radunski („Blind & hässlich„) als Nola, Katja und Martina.

Eine besondere Rolle kommt Julia Zange als Nola zu, die Interviews mit Künstlern und Wissenschaftlern wie Carl Hegemann, Boris Groys oder Jutta Allmendinger führt. Diese Interviews werden in den Film eingespielt. Da wundert es kaum, dass „Der lange Sommer der Theorie“ auch mit einem eigenen Literaturverzeichnis im Abspann daherkommt.

Der Titel des Film spielt übrigens auf den gleichnamigen Langessay des Historikers Philipp Felsch an, der in seinem Buch die Geschichte des Merve-Verlages untersucht hat. Im Hause Merve wurden vor allem Aufsätze von französischen Philosophen wie Gilles Deleuze, Michel Focault oder Alain Badiou veröffentlicht. Der Autor Philipp Felsch selbst hat auch einen Gastauftritt in dem Film.

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