Filmhandlung und Hintergrund

Sensibel inszeniertes Kinodrama von Frieder Schlaich über eine dreizehnjährige Kolumbianerin, die illegal in Berlin lebt.

Die dreizehnjährige Kolumbianerin Charo lebt mit ihrer Mutter in Berlin, interessiert sich für einen Jungen und ist an ihrer Schule beliebt. Soweit nichts Ungewöhnliches - wäre da nicht die Tatsache, dass sie illegal in Berlin lebt. Ihr Geheimnis verrät sie nicht einmal ihrer besten Freundin Laura. Als ihre Mutter von der Polizei erwischt wird, droht ihre ganze Existenz in sich zusammenzubrechen: Die Ausweisung steht bevor. Charos einzige Hoffnung ist nun Laura. Gemeinsam kämpfen sie dafür, dass Charo weiter in Deutschland bleiben darf.

Ein 13-jähriges Mädchen in Berlin hat die üblichen Teenagernöte und sieht sich unvermittelt mit der Ausweisung aus Deutschland konfrontiert. Klug aufgebautes Teenager- und Ausweisungsdrama von Frieder Schlaich.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. In dem Jugenddrama "Weil ich schöner bin" greift Regisseur Frieder Schlaich ("Otomo") das Schicksal der Kinder und Jugendlichen auf, die in Deutschland ohne Aufenthaltserlaubnis leben. In dauernder Angst, entdeckt und ausgewiesen zu werden, lernen sie, misstrauisch zu sein und Neugierigen schnell mal Ausflüchte oder Lügen aufzutischen. Der Konflikt der Heranwachsenden, die sich nach einem verlässlichen Umfeld sehnen, ist das zentrale Thema des unaufgeregten, sehr nüchtern erzählenden Films.

      Die Zahl der Menschen, die in Deutschland ohne Papiere leben, wird auf etwa eine halbe Million geschätzt. Auch eine kleine Kolumbianerin gehörte zu ihnen, die die Drehbuchautorin Claudia Schaefer in Berlin kennen gelernt hatte. Ihre Geschichte diente als Inspiration für die Figur der Charo, die von der Berlinerin Mariangel Böhnke in ihrer ersten Rolle sehr natürlich gespielt wird. Wie andere Teenager in Deutschland interessiert sich Charo für Musik, Jungs und Shoppen. Am liebsten hängt das Mädchen mit den langen Haaren und den kurzen Hosen mit Laura rum. Wenn die beiden aufdrehen, hat der Film unbeschwerte Momente.

      Aber wenn Laura sie zuhause besuchen möchte, erfindet Charo schnell eine Ausrede. Ihre Sorgen lassen sich jedoch kaum noch verbergen, nachdem sie mit ihrer Mutter und deren Freundin untertauchen muss. Zwischen mit Plastikfolie abgedeckten Möbeln in der von der Anwältin Jutta (Lavinia Wilson) besorgten provisorischen Unterkunft wird Charo ihre Einsamkeit so richtig bewusst.

      Die spröde, unscheinbare Erzählweise wird durch einige witzige visuelle Einfälle wie eine Schwarz-Weiß-Fantasie im Westernstil aufgelockert. Aber die Mutter-Tochter-Beziehung hätte mehr emotionale Tiefe vertragen können, wie auch sonst die Atmosphäre, die ja gerade in einem Jugendfilm besonders wichtig ist, ein wenig zu kurz kommt. Zum wichtigen Thema des Films gäbe es noch viel zu sagen, worauf auch der überraschende Ausgang der Geschichte hinweist.

      Fazit: Der Jugendfilm "Weil ich schöner bin" schildert in nüchterner Einfachheit das Drama eines kolumbianischen Mädchens, das in Berlin ohne Ausweispapiere lebt.
    2. Weil ich schöner bin: Sensibel inszeniertes Kinodrama von Frieder Schlaich über eine dreizehnjährige Kolumbianerin, die illegal in Berlin lebt.

      Auf der einen Seite erleben wir einen ganz gewöhnlichen Teenager mitten in der Pubertät, mit den typischen Problemen, Träumen und Hoffnungen. Gezielt unterbricht Regisseur Frieder Schlaich diese Normalität durch die persönliche Dramatik des illegalen Aufenthalts. Daraus wurzelt ein neues zentrales Motiv: Die Frage nach dem Vertrauen in seine Mitmenschen. Der Film ist auf einer wahren Geschichte begründet. Packend, tragisch und sensibel inszeniert.

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