Das Jahr der ersten Küsse

  1. Ø 4.5
   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Jahr der ersten Küsse: Coming-Of-Age-Dramödie über den ganz normalen Teenagerstress einer Clique in den 80er Jahren.

Tristan (Max Mauff) ist 15 Jahre alt, als sich seine Eltern trennen und die Mutter mit ihm in eine andere Stadt ziehen will. Ein doppelter Schicksalsschlag, denn Tristan ist frisch verliebt. Die Angebete ist ausgerechnet Kerstin (Diane Siemons-Willems), seine alte Sandkastenfreundin. Doch nun hat die Pubertät alles verändert, und Tristan besitzt nicht die Courage, ihr die Wahrheit zu sagen. Noch nicht.

Die Geschichte eines langen, heißen Sommers in den 80er Jahren: spaßige, bittere und spannende Teenager-Erinnerungen nach bestem „American Graffiti„-Muster aus deutscher Produktion.

Nach einem tragischen Erlebnis erzählt der 35-jährige Tristan die Geschichte seiner Jugend und seiner Clique Mitte der achtziger Jahre. Den jungen Tristan bewegt abgesehen von der Trennung seiner Eltern, wie auch seine Freunde Specki, Streusel und Elrond, in erster Linie die Frage, wie man Mädchen anbaggert. Bis er tatsächlich auf die Richtige zu treffen scheint.

Tristan ist 15 und die Welt für ihn nicht mehr in Ordnung. Seine Eltern lassen sich gerade scheiden. Weil er deshalb in eine andere Stadt ziehen muss, versucht er, die letzten Wochen im Kreise seiner Clique in vollen Zügen zu genießen. Dazu zählen tiefgründige Gespräche ebenso wie rauschende Geburtstagsfeten, platonische Freundschaften wie erste Kontakte zum anderen Geschlecht. Kumpel Kerstin heißt das Objekt seiner Begierde – doch Tristan bringt es einfach nicht auf die Reihe, ihr seine Liebe zu gestehen.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 14 Jahre nach seinem Regie-Debüt „Martha Jellneck“, dem einfühlsamen, für den Bundesfilmpreis nominierten Drama um eine alte Frau, die auf ihre Art mit der Nazi-Vergangenheit abrechnet, meldet sich Kai Wessel, inzwischen Dozent im Fach Regie an der Uni Hamburg, eindrucksvoll zurück. „Das Jahr der ersten Küsse“ ist ein nostalgischer Blick zurück in die achtziger Jahre und erzählt eine wunderbare Coming-of-Age-Story, die durch ihren Charme, ein Höchstmaß an Authentizität und ein unbeschwert aufspielendes Darsteller-Ensemble besticht. Im Sog von Hans-Christian Schmids ähnlich gelagertem Initiationsfilm „Crazy“ scheint ein Achtungsergebnis durchaus möglich.

    Wie zahlreiche seiner Kollegen suchte Kai Wessel nach diversen Misserfolgen mit Leinwand-Projekten Anfang der neunziger Jahre sein Heil beim Fernsehen. Dort profilierte er sich mit Episoden für Krimi-Reihen wie „Doppelter Einsatz“ oder „Alles außer Mord“ sowie mit den ersten sechs Folgen des ARD-Mehrteilers „Victor Klemperer – Ein Leben in Deutschland“. Nach seinem 1995 inszenierten Kinderfilm „Die Spur der roten Fässer“ richtet sich Wessel nun an ein etwas reiferes Publikum. Wie der Titel schon impliziert, handelt sein aktuelles Werk vom „Jahr der ersten Küsse“. Zusammengehalten wird die Geschichte vom Erwachsenwerden von einer Rahmenhandlung, in der sich ein junger Mann namens Tristan (Oliver Korittke) an seine eigene Jugend erinnert, genauer gesagt, an jenes Schuljahr zurückdenkt, in dem er 15 wurde. Damals wird der junge Tristan (Max Mauff) gerade mit der Scheidung seiner Eltern konfrontiert. Weil er deshalb auch in eine andere Stadt ziehen muss, versucht er, die letzten Wochen im Kreise seiner Clique in vollen Zügen zu genießen. Und dazu zählen tiefgründige Gespräche über den Sinn des Lebens ebenso wie rauschende Geburtstagsfeten mit unkontrolliertem Alkoholgenuss, das Schließen platonischer Freundschaften ebenso wie erste zaghafte Kontakte zum anderen Geschlecht. Am Ende hat Tristan zumindest zwei Erfahrungen gemacht: Zwar brachte er es nicht übers Herz, Kerstin (Diane Siemons-Willems) seine Liebe zu gestehen, dafür schaffte er es, Simones ultrastrengem Vater die Meinung zu sagen – wofür er prompt eine schallende Ohrfeige einfängt.

    Mit viel Sinn für Details und einem genauen Gespür für das Lebensgefühl der so genannten Generation Golf skizziert Kai Wessel Ausschnitte aus dem Leben von Jugendlichen, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen. Dabei halten sich komische und tragische Momente die Waage, mischen sich romantische mit bierernsten Elementen. Dies ist zum einen das Verdienst von Hagen Bogdanskis angenehm zurückhaltender Kameraarbeit, zum anderen ist dies dem zehnköpfigen Ensemble von Jungschauspielern, die allesamt auf höchstem Niveau – vor allem aber glaubhaft – agieren, zu verdanken. Überflüssig allerdings, dass Wessel am Ende des Films darauf hinweist, dass seine Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und er in Einblendungen den weiteren Werdegang der Protagonisten verrät. Hier wäre weniger mehr gewesen. Die Momentaufnahme über die Sorgen und Nöte von Teenagern trägt den Film mühelos und hätte ausgereicht. lasso.

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