Catch Me If You Can

  1. Ø 4.3
   2002

Catch Me If You Can: Swingende Spielberg-Komödie über die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines Teenagers, der zu Amerikas berühmtestem Schwindler wurde.

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Filmhandlung und Hintergrund

Catch Me If You Can: Swingende Spielberg-Komödie über die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines Teenagers, der zu Amerikas berühmtestem Schwindler wurde.

Mit 16 Jahren, nach der Scheidung seiner Eltern, ist Frank Abagnale Jr. (Leonardo DiCaprio) von zu Hause aufgebrochen, um in New York das große Geld zu machen. Dass man sich dafür etwas anstrengen muss, findet der Jungspund schnell heraus. Doch statt einer richtigen Arbeit nachzugehen, entdeckt Frank sein Talent darin, Schecks zu fälschen. Und so gibt er sich fälschlicherweise als Pilot aus und reicht bei der Fluggesellschaft Pan-Am seine Gehaltsschecks ein. Als die Fluggesellschaft dies schließlich mitbekommt, ist Frank schon über alle Berge und löst woanders neue Schecks ein. Dies bringt aber das FBI und damit den verbissenen Ermittler Carl Hanratty (Tom Hanks) auf den Plan, der fortan alles daran setzt, Frank Abagnale dingfest zu machen.

Währenddessen gibt sich Frank als Mediziner aus und wird sogar in einem Krankenhaus eingestellt, bis er die schöne Brenda Strong (Amy Adams) kennenlernt und ihrem Vater weiß macht, er wäre ein gelernter Jurist. Doch die Luft wird für Frank zunehmend eng, denn Carl Hanratty, mit dem er über Telefon auch schon Kontakt hatte, ist ihm auf den Fersen.

Steven Spielberg inszenierte mit „Catch Me If You Can“ die wahre Geschichte des Frank W. Abagnale, der in den 1960er und 1970er Jahren Scheckbetrug in großem Rahmen durchführte. Dieser ist im Film sogar kurz als französischer Polizist zu sehen. Für den Film konnte Spielberg einen Traumcast gewinnen: Neben dem Spielberg-Vertrauten Tom Hanks und Leonardo DiCaprio sind auch Martin Sheen, Christopher Walken und James Brolin in Nebenrollen zu sehen. Der Titel ist übrigens die einfache Aufforderung von Abagnale an Hanratty: Fang mich doch, wenn du kannst.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit der Verfilmung eines Lebens, das zumindest in den hier gezeigten Abschnitten wie ein Film gelebt wurde, lässt Steven Spielberg auf die Düsternis der Zukunft („Minority Report„) die Heiterkeit der Vergangenheit folgen. Inspiriert von einer wahren Geschichte, die seit 1980 in Buchform vorliegt, blickt der Hit-Lieferant aus Hollywood zurück in die Mitte der Sixties, auf eine Zeit der Unschuld, die wohl auch in gewisser Weise seine eigene war. Er begleitet einen jungen, charmanten und gewitzten Lügner, der sich im Laufe weniger Jahre mit gefälschten Schecks und Identitäten ein Vermögen erschwindelte, auf seiner Flucht vor dem FBI. Das kommerziell aussichtsreiches Entertainment erzählt eine unglaubliche Geschichte mit den Topstars Leonardo DiCaprio und Tom Hanks sehr unterhaltsam für nahezu alle Generationen.

    Frank Abagnale Jr, auf dessen Autobiographie „Catch me if you can“ lose basiert, hatte noch den High School-Abschluss vor sich, als ihm das Schicksal eine Alternative zu bürgerlichen Buckelexistenzen aufzeigte. Der plötzliche wirtschaftliche und damit auch soziale Abstieg seines Vaters (Christopher Walken) leitet das Ende der Ehe seiner Eltern und des bisherigen familiären Glücks ein. In einer von mehreren Szenen, die nicht das Leben, sondern pure Filmdramaturgie schrieb, erwartet ihn zu Hause der Anwalt seiner Mutter. Binnen Minuten muss er sich für Vater oder Mutter entscheiden, doch Frank trifft seine eigene Wahl, lässt die Eltern und sein bisheriges Leben zurück. Beeindruckt davon, wie Piloten als Helden der Lüfte von der Gesellschaft hofiert werden, erschwindelt sich der Teenager eine Pan-Am-Uniform, gibt sich als Kopilot der Fluglinie aus, reist um die Welt und löst gefälschte Gehaltsschecks, ausgestellt auf den Namen seiner Comichelden, ein. In der Gestalt des hyperkorrekten, humorfreien Agenten Hanratty (Tom Hanks) heftet sich das FBI an die Fersen des Nachwuchsgauners, der bald mit mehreren Millionen Dollar seine Koffer füllt und ein Leben in Luxus und Laster führt. Der Kontakt wird persönlich, als Frank von Hanratty überrascht wird, durch eine freche Finte aber entkommen kann. Federleicht inszeniert Spielberg das Katz-und-Maus-Spiel der beiden, lässt Hauskomponist John Williams Cool Jazz pflegen und Sinatra swingen. So schwebt man durch ein verführerisches Leben, wie der junge Protagonist, der sich verlieben, als Arzt und auch Anwalt ausgeben wird, aber auf der Flucht letztlich allein bleibt. Gegenüber den tatsächlichen Ereignissen ist Hanks‘ Figur Hanratty aufgewertet – als väterliche, moralische Instanz, die in ihren Sympathiewerten gleichberechtigt mit Abagnale ist. DiCaprio zeigt Charme und Entspanntheit in der Darstellung dieser Figur, die seinem Image deutlich näher steht als sein Bandenführer in „Gangs of New York„. Seine weiblichen Fans, die durch Scorsese vielleicht erschreckt wurden, können ihn also wieder in ihre Tagebücher aufnehmen, auch wenn das Frauenbild in „Catch me if you can“ solche Treue nicht angemessen rechtfertigt. Spielbergs Film macht Spaß und das gut 140 Minuten lang auch wenn es dem Erfolgsregisseur nicht immer gelingt, das Unglaubliche von damals einem skeptischeren Zuschauer von heute glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die Dramaturgie Hollywoods folgt eben ihren eigenen Gesetzen und überhöht manchmal sogar ein Leben, das in seiner Realität eigentlich schon märchenhaft genug ist. kob.

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