„Birds of Passage - Das grüne Gold der Wayuu“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Im Thriller der oscarnominierten Macher von „Der Schamane und die Schlange“ wird eine Stammesgemeinschaft in Kolumbien vom Einfluss des Drogenhandels zerrissen.

Kolumbien 1968: Die matriarchalisch geprägte Stammesgemeinschaft der Wayuu führt ein traditionelles Leben abseits der Zivilisation. Geführt wird der Stamm von der Traumdeuterin Ursula (Carmina Martinez). Um deren Tochter Zaida (Natalia Reyes) wirbt der junge Raphayet (Jose Acosta), doch weil Ursula ihn nicht für würdig erachtet, ihre Tochter zur Frau zu nehmen, setzt sie eine besonders hohe Mitgift an. Eigentlich sollte Raphayet das Geld nicht aufbringen können. Dann lernt er in der Stadt einen jungen Amerikaner kennen.

Die Amerikaner sind mit dem Friedenskorps nach Kolumbien gekommen, doch politisches oder soziales Engagement interessiert sie eigentlich nicht. Sie wollen gute und günstige Drogen, zuerst Marihuana, dann härteren Stoff. Durch den Drogenhandel kann Rahayet genug Geld auftreiben, um Zaida zu heiraten. Doch mit den Amerikanern ist noch etwas weit gefährlicheres gekommen: Dollars. Getrieben durch Raffgier und Neid löst sich die familiäre Struktur des Stammes auf. Am Ende werden Chaos und Mord regieren.

„Birds of Passage – Das grüne Gold der Wayuu“ — Hintergründe

Der Regisseur Ciro Guerra erzählt mit seiner Frau Cristina Gallego vom Beginn des Drogenhandels in Kolumbien und den katastrophalen Folgen, die das Geschäft für das Land, dessen Einwohner und die kolumbianische Kultur haben. Die Geschichte ist dabei lange vor dem Höhepunkt des Kokainhandels durch Pablo Escobar angesiedelt und wird in großen, teils surrealen Bildern erzählt, die nichts beschönigen oder die Drogenhändler fälschlicherweise gar zu coolen Helden zu stilisieren.

Schon für das oscarnominierte Werk „Der Schamane und die Schlange“ haben Ciro Guerra und Cristina Gallego zusammengearbeitet, nun ist sie allerdings auch als Regisseurin aktiv geworden. „Birds of Passage – Das grüne Gold der Wayuu“ wurde als Eröffnungsfilm der Sektion „Quinzaine des Réalisateurs“ auf dem Cannes Filmfestival 2018 gezeigt und wurde als kolumbianischer Beitrag für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film 2019 eingereicht.

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