Filmhandlung und Hintergrund

Horrorthriller über ein US-U-Boot, das 1943 von feindlichen Zerstörern und unheimlichen Erscheinungen heimgesucht wird.

Im Sommer 1943 greifen Lt. Brice (Bruce Greenwood) und seine Crew an Bord des US-U-Bootes Tiger Shark auf der Heimfahrt zur Marinebasis in Connecticut drei Schiffbrüchige eines Rotkreuzschiffes im Nordatlantik auf, darunter die britische Krankenschwester Claire (Olivia Williams). Frau an Bord bringt Unglück, weiß der Unterseefahrer-Volksmund, und in der Tat häufen sich schon bald danach mysteriöse Vorkommnisse, welche die Mannschaft in höchste Bedrängnis bringen und sowohl auf die Anwesenheit eines Saboteurs wie auch eine übernatürliche Kraft hindeuten könnten.

David T. Twohy

Atlantik 1943. Von deutschen Schiffen verfolgt, nimmt amerikanisches U-Boot drei Überlebende eines versenkten Hospitalschiffs auf. Während der Feind attackiert, häufen sich merkwürdige Unfälle an Bord. Eine unheimliche Präsenz wird spürbar, die vielleicht nur der Fantasie einer gestressten Besatzung entstammt, vielleicht aber auch Rache für ihr eigenes Schicksal sucht.

Zusammen mit drei Schiffbrüchigen, die im August 1943 vom amerikanischen U-Boot Tiger Shark aufgenommen werden, schleicht sich auch das Unglück an Bord. Schon bald wird klar, dass Lt. Brice seine durch die Anwesenheit einer Frau irritierte Mannschaft nicht im Griff hat. Nicht nur personelle Probleme, auch diverse übersinnliche Ereignisse rauben der Besatzung den Verstand. Neben technischen Ausfällen, Nazi-Attacken und anderen Unglücksfällen scheint eine weit weniger greifbare Macht der größte Feind der Seemänner zu sein.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Below - Da unten hört dich niemand schreien: Horrorthriller über ein US-U-Boot, das 1943 von feindlichen Zerstörern und unheimlichen Erscheinungen heimgesucht wird.

    Ein U-Boot-Thriller spiegelt adäquat den Karrierekurs von Drehbuchautor David Twohy mit seinen Höhen („Auf der Flucht“) und Tiefen („Die Akte Jane“). Als Regisseur hatte Twohy nach einem interessanten Debüt („Die Ankunft“) und einem packenden, kommerziell unterbewerteten Nachfolger („Pitch Black - Planet der Finsternis“) eine positivere Bilanz. Seine dritte Regiearbeit über ein amerikanisches U-Boot, das 1943 von deutschen Bomben und übernatürlichen Erscheinungen heimgesucht wird, bedient sich atmosphärisch bei „Pitch Black“, blieb aber beim US-Start hinter den Erwartungen zurück.

    Idee und Originaldrehbuch zu „Below“ gehen auf Darren Aronofsky zurück, der sich mit zwei eigenwilligen, qualitativ hochwertigen Independentfilmen („Pi“, „Requiem for A Dream“) einen Namen machte, zuletzt aber nach der Desertion von Star Brad Pitt sein erstes Big-Budget-Projekt „The Fountain“ abstürzen sah. Gerade auf einen frischen, originellen Ansatz des Branchenaufsteigers setzten Genrefans bei „Below“ große Hoffnung.

    Nach der Bearbeitung durch David Twohy überrascht das Skript aber vor allem durch seine Konventionalität und Berechenbarkeit. Twohy vermischt Versatzstücke aus Horrorfilm und U-Boot-Drama, hat in seinem klaustrophobischen, lichtarmen Schauplatz ideale Voraussetzungen für subtilen Grusel, lässt sich aber trotz gelungener Sequenzen sehr von Geisterbahneffekten verführen. Das Mysterium seiner Story ist letztlich kleiner, als es der Film seinen Zuschauern glauben lassen will.

    Wer aber kein Highlight, sondern soliden Schrecken ohne innovative Ansprüche erwartet, kann schon abtauchen mit der Crew eines amerikanischen U-Boots, das 1943 drei Überlebende eines Hospitalschiffs aus dem Wasser fischt, das vermeintlich von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Die feindliche Präsenz scheint sich zu bestätigen, als ein deutscher Zerstörer Bomben zum Meeresgrund hinunterschickt und mit riesigen Stahlkrallen ein Leck in die Hülle des U-Boots reißt. Doch als Plattenspieler wie durch Geisterhand aktiv werden, eine Erscheinung in einer überfluteten Kammer wenig friedliche Absichten enthüllt und tödliche Unfälle an Bord das Personal reduzieren, füllt sich der enge Raum mit gewagten Theorien. Leidet die Mannschaft an Halluzinationen, betreibt ein Verräter Sabotage oder sucht ein ruheloses Wesen Vergeltung für einen Vorfall, der mit dem Untergang des Hospitalschiffs in Verbindung steht?

    Twohy gelingen vor allem dann beunruhigende Momente, wenn nicht mit Tonschocks geschreckt, sondern der Angst des Zuschauers gespielt wird und etwa ein Spiegelbild ein verstörendes Eigenleben entwickelt. Im Unterschied zu „Pitch Black“ wirkt aber der Gegner relativ harm- und der Umgang mit ihm recht planlos. So gruselt der Film zwischen routiniert und oberflächlich und lässt sein Potenzial ungenutzt, wirklich an die Substanz zu gehen. kob.

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