Pitch Black - Planet der Finsternis

  1. Ø 4
   2000
Pitch Black - Planet der Finsternis Poster
Alle Bilder und Videos zu Pitch Black - Planet der Finsternis

Filmhandlung und Hintergrund

Pitch Black - Planet der Finsternis: Mit altbekannten Elementen konstruierter, aber mit visuellem Flair realisierter Science-Fiction-Thriller um blutrünstige Außerirdische auf Menschenjagd.

Ein Raumschiff muss auf einem staubigen, von drei Sonnen überhitzten Planeten notlanden. Die Pilotin und ihre Passagiere entdecken Anzeichen einer Zivilisation – und stehen bald dem Grund ihres Aussterbens gegenüber: blutgierige Flugmonster, die bei Sonnenfinsternis aus ihren Höhlen kommen. Die Truppe, die sich untereinander nur bedingt traut, macht sich auf den verlustreichen Weg zurück zum Raumschiff.

Mit altbekannten Elementen konstruierter, aber mit beachtlichem visuellem Flair realisierter Science-Fiction-Thriller um blutrünstige Außerirdische (eine Mischung aus Flugsauriern und dem „Alien“) auf Menschenjagd. Während die Effekte eher zweckdienlich sind, überzeugen das düstere Produktionsdesign des Future-Actioners und Vin Diesel als cooler Held.

Eine Gruppe von Weltallreisenden landet nach einer Raumschiffpanne auf einem Planeten abseits aller bekannten Routen. Unter den Gestrandeten befindet sich auch der verurteilte Serienmörder Riddick, der nun die Gelegenheit nutzt, den Ketten Ade zu sagen und seine Bewacher bzw. sämtliche Mitreisende zu einer Partie Schnitzeljagd einzuladen. Doch damit nicht genug der Probleme: In den Überresten einer menschlichen Expeditionsstation findet man Hinweise auf eine aggressive Alienpopulation, die immer dann in Aktion tritt, wenn Dunkelheit auf den Planeten fällt…

Ein Raumschiff muss auf einem unbekannten Planeten notlanden. Unter den Gestrandeten befindet sich der Serienmörder Riddick. Zudem müssen sich die Reisenden auch noch mit blutgierigen Flugmonstern, die den Planeten bevölkern, herumschlagen. Stilsicherer SF-Horrortrip.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Der Regisseur dieses Films stammt aus dem Bereich der B-Movies. Während seine erste Regiearbeit "Disaster in Time" dem Cineasten eher unbekannt geblieben ist, konnte der eher für seine Drehbücher („Warlock“, „Waterworld“) bekannte Twohy mit dem Science-Fiction Streifen "The Arrival" mit Charlie Sheen in der Hauptrolle einen Achtungserfolg verbuchen.

    Für mich stellt sein neustes Werk "Pitch Black - Planet der Finsternis" einen zwiespältigen Rückschritt dar. Der Film besticht durch seine Optik. Der Planet auf dem die Schiffbrüchigen notlanden mussten, wird von drei Sonnen umkreist, die den Planeten in die unterschiedlichsten Farbschattierungen und Luxwerte tauchen. Dieser Effekt kommt herrlich zum Tragen, da die Kinoleinwand von einem stechenden Gelb bis hin zu einem ungewohnten Blau vollends eintauchen kann. Ein optischer Genuss.

    Weiterhin besticht der Newcomer Vin Diesel, der seinen Durchbruch in Hollywood mit einer Nebenrolle in Spielbergs Antkriegsepos "Der Soldat James Ryan" schaffte, durch eine beachtliche schauspielerische Leistung. Seine coolen und martialischen Sprüche lockern immer wieder das Geschehen auf und erinnern an ähnliche Machosprüche eines Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone in ihren besten Jahren.

    Auch der vom Helden zum Antihelden mutierende Johns, gespielt von Cole Hauser, kann in seiner zweiseitigen Rolle als "drogenabhängiger" Wachmann durchaus gefallen. Zu guter Letzt fällt die attraktive Pilotin Fry, dargestellt von Radha Mitchell positiv auf. Wenngleich sie nicht ganz den Part einer emanzipierten und selbstbewussten Anführerin spielen darf, was man ihr durchaus hätte zutrauen können, besticht sie doch durch ihr couragiertes, engagiertes und vor allem zielstrebiges Auftreten.

    Die restlichen Darsteller bleiben eher blass, was an der teilweise sehr durchsichtigen, berechenbaren und oberflächlichen Story liegen dürfte. In dem Film "Men at Work (1990)" konnte mich der Darsteller Keith David (Imam) durch seinen trockenen Humor als Louis Fedders noch voll überzeugen; in "Pitch Black" und seiner Rolle als "Gläubigem" bleibt er jedoch konturlos, wie auch die restlichen Darsteller.

    Einzig Lewis-Fitz-Gerald, als der bornierte Antiquitätenhändler Paris, vermag zwischendurch für "kleinere" Lacher zu sorgen. Das schlimmste an dem Film ist jedoch, dass eine Identifikation mit den Darstellern nicht so recht gelingen mag. Fiebert man bei ähnlichen, aber bedeutend besseren Filmen wie z.B. "Alien (1979)" mit den Protagonisten mit, so fällt es einem hier schwer, einem gerade von einem Monster "erlegten" Akteur nachzutrauern.

    Da hätten wir zuerst einmal wieder Riddick, der von David Twohy vom Antihelden zum Helden aufgebaut wird, aber sich durch seine übertriebenen, teilweise verachtenden und brutalen Handlungen, sowie durch seine rohe und erschreckende Rhetorik selbst auf das Abstellgleis manövriert. Auch der Wachmann Johns, der am Anfang noch einen pflichtbewussten und hilfreichen Eindruck hinterlässt, entwickelt sich zum "Evil Guy", indem er sich im Laufe des Films als schmutziger und morphiumabhängiger Kopfgeldjäger outen muss; später setzt er selbst der Brutalität eines Riddick noch die Krone auf, indem er ihn zum Mord an einem Kind überreden will.

    Bleibt da noch die gutaussehende Pilotin Fry, die als "Liebling" in Frage kommen kann. Sie scheitert an einer ganz besonderen "Bürde", da sie bei der Notlandung auf dem Planeten das Leben sämtlicher Passagiere opfern wollte, um ihr eigenes zu retten. Auch ihre vorsichtige Annäherung an den nicht einschätzbaren "Helden" Riddick verursacht Minuspunkte auf ihrer Beliebtheitsskala.

    Die restlichen Mimen sind farblos oder spielen in der trägen Handlung eine eher untergeordnete Rolle. Irgendwie erinnert der Film an eine Mixtur der unterschiedlichsten Horror- und Science-Fiction Filme. Geklaute Elemente aus "Alien" und "Predator" sind in diesem Film nicht neu, sondern wieder nach alten Schema verarbeitet worden.

    Darüber helfen auch nicht die gut gelungen "Sichtperspektiven" der Aliens, sowie der Hauptfigur Riddick hinweg. Genreliebhaber, mit einem Hang zum B-Movie können sich den Film durchaus ansehen und dürfen auch der Gesamtwertung durchaus noch einen Punkt dazu addieren. "Durchschnittscineasten" sollten um den Film eher einen Bogen machen, zumal mit Filmen wie "Alien" von Ridley Scott und "Predator (1987)" von John McTiernan ähnliche Geschichten schon wesentlich besser erzählt worden sind.

    Die Alienkreaturen sind von niemand Geringerem als dem alten Weggefährten Roland Emmerichs, Patrick Tatopoulos entworfen worden, der schon für die kreativen Schöpfungen in Filmen wie "Independence Day", "Star Gate" und "Godzilla" zuständig war. Dabei erinnert das Monster an einen prähistorischen „Pteranodon" (Flugsaurier), der mit der grazilen Wendigkeit eines von dem Neusurrealisten Giger entworfenen "Alien" gepaart ist.

    In den USA konnte sich der Streifen immerhin einige wenige Wochen in den Box-Office Top Ten halten und spielte an den dortigen Kinokassen immerhin knapp $40 Millionen ein. Wie der Erfolg des Filmes, auch aus finanzieller Sicht, in Deutschland sein wird, bleibt abzuwarten. Zumal sich das deutsche Kino noch nie so recht als das monetäre Aushängeschild diverser B-Movies erwiesen hat.

    Einzig und allein dem Newcomer und überzeugendsten Darsteller des Filmes, Vin Diesel, dürfte das Werk behilflich gewesen sein. Schon jetzt wird in bestimmten Kreisen von einem kommenden Film mit ihm und Sylvester Stallone gemunkelt. Weiterhin ist von einem zweiten Teil die Rede. Universal Pictures hat den Drehbuchautor von "X-Men" engagiert, um ein Drehbuch für einen zweiten Teil auszuarbeiten.

    Da die Idee der Story von dem Regisseur des ersten Teiles, David Twohy, stammt, der auch am Drehbuch beteiligt war, sollte man erst einmal abwarten, wie sich die geplante Produktion entwickeln wird. Zu guter Letzt ist "Pitch Black" von der "Academy of Science-Fiction, Horror and Fantasy Films" (USA), in der Kategorie "Bester Science-Fiction Film" für den "Saturn Award" nominiert worden. Eine erfolgreiche Ehrung bleibt abzuwarten, da der Film dies meiner Ansicht nicht wirklich verdient hätte.

    Fazit: Mit bestechender Optik gespicktes Sci-Fi-Abenteuer, das an seine Vorgänger jedoch nicht heran reicht.
  • Stockfinstere Dunkelheit ist für die blutrünstigen Kreaturen, die in diesem mit Hilfe vieler altbekannter Elemente konstruiertem und dennoch mit beachtlichem visuellem Flair realisierten Science-Fiction-Thriller ihr Unwesen treiben, Voraussetzung, um auf (Menschen-)Jagd zu gehen. Auf dem Speiseplan steht eine Gruppe von relativ unbekannten Schauspielern, von denen sich Radha Mitchell („High Art“) als unerschrockene Raumschiffpilotin à la Lieutenant Ripley und Vin Diesel („Der Soldat James Ryan“) als sympathischer Killer der Hannibal-Lecter-Schule profilieren.

    Das Science-Fiction-Genre ist für Regisseur David Twohy kein unbekanntes Terrain: Nach dem in Deutschland auf Video extrem erfolgreichen Invasionsfilm „The Arrival“ erzählt er hier routiniert die Geschichte vom Überlebenskampf einer Hand voll Multikulti-Raumschiffbrüchiger. Dazu zählen neben Pilotin Fry und Mordbube Riddick der Kopfgeldjäger Johns, ein Moslem und seine drei Söhne auf Pilgerfahrt nach Neu-Mekka, eine durchtrainierte Geologin, ein schwächlicher Antiquitätenhändler und ein sexuell ambivalenter Teenager. Die meisten dieser Figuren sollten auf dem Zuschauerradar in ihrer eindimensionalen Zeichnung jedoch lediglich als Alien-Happen registriert werden.

    Nach einer spektakulären Crashlandung findet sich dieser bunt zusammen gewürfelte Haufen auf einem brütend heißen Staubplaneten mit drei Sonnen wieder, auf dem alles Leben verendet zu sein scheint. Sie finden Anzeichen einer Zivilisation und alsbald auch den Grund für ihr Aussterben: In unterirdischen Höhlen wimmelt es von fliegenden Monstern – eine Art Kreuzung aus den „Jurassic Park“-Flugsauriern und den guten alten „Aliens“. Zumeist sind sie allerdings nur als blitzschnell vorbeihuschende Schatten auszumachen, was dem Spannungselement durchaus positiv zuträglich ist. Eine Sonnenfinsternis bringt diese Killerkreaturen aus ihren Schlupflöchern, und für die Gestrandeten gilt es, sich mit den rettenden Treibstoffelementen den extrem gefährlichen Weg zurück zum Raumschiff zu bahnen.

    Als recht ergiebige Subplots kristallisieren sich die sexuell-emotionale Spannung zwischen der spröden Fry und dem coolen Antihelden Riddick, der Machtkampf zwischen ihr und dem ein dunkles Geheimnis verbergenden Headhunter Johns und das recht gelungen ausgespielte Motiv um Selbsterhaltung und Selbstaufopferung heraus. Die Spezialeffekte sind zweckdienlich, wenn auch nicht atemberaubend. Mehr zu bieten haben Kameramann David Eggby und Produktionsdesigner Graham „Grace“ Walker: Sie kreierten eine atmosphärisch-ausgedörrte Zukunft, die in ihrer blendenden Grelle Assoziationen mit ausgeblichenen Knochen wachruft. Beide haben zuvor an der „Mad Max“-Reihe gearbeitet, was man dieser pechschwarzen Utopie auch ansieht, zumal in der selben australischen Gegend gefilmt wurde. Der Unheil herauf beschwörende Score von Graeme Revell trägt zusätzlich dazu bei, dem (No-)Future-Actioner eine individuelle Note zu verleihen. ara.

News und Stories

Kommentare